John George Frayne (* 8. Juli 1894 in Irland; † 31. Oktober 1990 in Pasadena, Vereinigte Staaten) war ein irisch-amerikanischer Physiker, Erfinder, Tontechniker und Oscar-Preisträger.

Leben und Wirken Der in Irland geborene John G. Frayne Born besuchte von 1908 bis 1912 das Kilhenny College und von 1912 bis 1914 das Trinity College.Obituary: John G. Frayne. In: SMPTE Journal. Volume 100, Number 1, Januar 1991, S. 74, doi:10.5594/J02114. 1914 emigrierte er in die Vereinigten Staaten. Er besuchte das Ripon College als studentischer Lehrbeauftragter und schloss sein Studium 1917 dort mit einem Bachelor of Arts ab. Danach studierte Frayne an der University of Minnesota bis zu seiner Promotion Physik.

Zeitgleich arbeitete er in den Bell Laboratories. 1928 wechselte Frayne an das California Institute of Technology. In der Folgezeit beschäftigte er sich mit diversen physikalischen und tontechnischen Studien, die er der breiten Öffentlichkeit in dem von ihm und dem Kollegen Halley Wolfe 1949 veröffentlichten Buch Elements of Sound Recording vorstellte.

Den Großteil seiner Karriere war Frayne für das Unternehmen Westrex tätig, wo er von 1929 bis 1959 beschäftigt war. 1959 wechselte er zu Datalab, einem Geschäftsbereich der Consolidated Electrodynamics Corp., wo er Leiter der Entwicklungsabteilung wurde. Von 1961 bis 1964 arbeitete er als Direktor für Forschung und Entwicklung bei der Marquadt Corp.

Frayne war seit 1930 Mitglied der Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) und fungierte 1955 und 1956 als Präsident der Gesellschaft. Er wurde 1958 Fellow, 1963 Life Fellow sowie Life Member und 1967 Ehrenmitglied der Gesellschaft.Honorary Membership and the Honor Roll. In: smpte.org, abgerufen am 15. Februar 2026. Bei der SMPTE war er Mitglied verschiedener Komitees.

Frayne entwickelte bzw. verbesserte Tonaufnahmetechniken bzw. deren Vervielfältigung, die noch in den 1970er und 1980er Jahren in der amerikanischen Filmwirtschaft Verwendung fanden. Er war auch an der Entwicklung des so genannten Sphärendensitometers beteiligt, die 1941 mit einem Technik-Oscar ausgezeichnet wurde. Einen weiteren Oscar erhielt Frayne 1953 gemeinsam mit R.R. Scoville als Miterfinder von Intermodulationstechniken der Verzerrungsmessungen. Mit dem Gordon E. Sawyer Award wurde Frayne dreißig Jahre später im Rahmen der diesjährigen Oscar-Verleihung erneut ausgezeichnet.John G. Frayne. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 15. Februar 2026.

Weblinks John G. Frayne bei irishamericanmuseumdc.org (Archiv-Version) In memoriam John G. Frayne (Archiv-Version)

Einzelnachweise

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