Ngaparou ist eine Gemeinde (commune) mit über 10.000 Einwohnern im Département Mbour der Region Thiès im zentralen Westen Senegals. Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus den Gruppen der Lébou und der Serer.
Geographische Lage Die Gemeinde Ngaparou liegt als traditioneller Fischereiort und Seebad mit vier Kilometer Küstenlänge an der Petite-Côte. Die Ortsmitte liegt 49 Kilometer südöstlich von Dakar und zehn Kilometer nordwestlich der Départementspräfektur Mbour.Entfernungen messen mit Google Maps Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 5,096 km². Mit den benachbarten Küstenorten Somone im Nordwesten und Saly Portudal im Südosten ist Ngaparou baulich zusammengewachsen. Im Binnenland ist die Gemeinde Sindia mit dem Dorf Nguerigne benachbart.Citypopulation: Senegal: Gemeindegliederung
Geschichte 1445 gelangte der Portugiese António Fernandes bis zu dem im Norden bei Popenguine-Ndayane liegenden Cabo dos Mastros, dem heutigen Cap de Naze.Cap de Naze In der Folgeexpedition ein Jahr später erkundete er die Küste erneut und weiter bis in den Süden des heutigen Guineas. Im Anschluss wurden die portugiesisch-senegalesischen Beziehungen geprägt durch Faktoreien, von denen auch eine im benachbarten Saly Portudal entstand. Dort wurde der portugiesische Einfluss auf das Reich Baol ab 1859 durch französische Kolonialbestrebungen unter General Louis Faidherbe abgelöst. In der Folge wurde in Saly ein französisches Fort mit militärischer Besatzung errichtet.
Ngaparou blieb vorwiegend ein Fischerdorf, bis es Anfang des 20. Jahrhunderts wegen seiner breiten Strände und des angenehmen Klimas für den Tourismus geöffnet wurde.
Nach dem Zensus von 1988 umfasste die seit 1972 bestehende Landgemeinde Nguékhokh 20 Dörfer (villages), zu denen auch die Küstenorte Ngaparou (2885 Einwohner) und Somone (1493 Einwohner) zählten. Als der Hauptort Nguékhokh 1996 aus der Landgemeinde herausgelöst wurde und den Status einer städtischen Gemeinde erlangte, wurde Sindia neuer Hauptort. Im Juli 2008 wurden die Dörfer Ngaparou und Somone aus der communauté rurale de Sindia herausgelöst und erhielten per Dekret den Status von städtischen Gemeinden (communes).
Bevölkerung Die letzten Volkszählungen ergaben für die Gemeinde jeweils folgende Einwohnerzahlen:Recensement Général de la Population et de l'Habitat 1988: Link zum PDF-Download der Rapports je Region - ; alle Dörfer und Weiler (CR Nguékhokh) siehe Seite 11 der Datei; Sindia Seite 35 der PDF-Datei 1,64 MBANSD: Rapport Projection de la Population du Senegal 2013 - 2063 (RGPHAE 2013) Zahlen für 2013 Seite 17–46 der PDF-Datei 1,553 MBCitypopulation: Senegal: Gemeindegliederung
Jahr Einwohner 1988 2.885 2002 … 2013 9.525 2023 13.744
Die Einwohnerzahl von 1988 bezieht sich auf das damalige Dorf. Für den Zensus von 2002 waren solch kleinteilige Daten bislang nicht zugänglich.
Wirtschaft Die Wirtschaft von Ngaparou basiert auf Fischerei, Handwerk, Handel und Tourismus. Die Landwirtschaft macht nur einen kleinen Teil der Ressourcen der Stadt aus.
Verkehr Die Gemeinde Ngaparou wird nicht von dem Fernstraßennetz Senegals erschlossen. Von der N 1 zweigt in Nguékhokh eine siebeneinhalb Kilometer lange asphaltierte Stichstraße nach Südwesten ab, die Route de Ngaparou; in der Ortsmitte mündet diese in eine asphaltierte Küstenstraße, die sowohl nach Somone als auch nach Saly Portudal führt. Über die Route de Ngaparou gelangt man von der Gemeinde zur Anschlussstelle 15 Nguékhokh der parallel zur N1 geführten mautpflichtigen Autoroute 1.
Über den in Diass 23 Kilometer entfernt gelegenen Flughafen Dakar-Blaise Diagne ist Ngaparou an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen.
Kultur Im überwiegend muslimischen Senegal hat sich hier eine erwähnenswerte katholische Gemeinschaft mit Zentrum in der fünf Kilometer östlich liegenden Kirche in Nguerigne gebildet.Nguerigne Sérèr bei Geonames
Seit 2009 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Fès in .
Weblinks
Einzelnachweise
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