Friedrich Wilhelm Rudolf van der Noss (* 21. Oktober 1889laut Sterbeurkunde 1946. Laut Unterlagen in den Akten der Reichskulturkammer/Reichsfilmkammer war sein Geburtsjahr 1890 in Krefeld, Deutsches Reich; † 12. Juni 1946 in BerlinRudolf van der Noss auf ancestry.com) war ein deutscher Filmregisseur der 1930er Jahre.
Leben und Wirken Über Herkunft und Ausbildung des gebürtigen Krefelders Friedrich Wilhelm Rudolf van der Noss ist derzeit nichts bekannt. Beim deutschen Film ist er seit Beginn der Tonfilmzeit nachweisbar, als er erst als Cutter und Darsteller (Hilfe! Überfall!, 1931), dann als Regieassistent (Die Nacht der großen Liebe, 1933; Konjunkturritter, 1933/34, Abenteuer eines jungen Herrn in Polen, 1934) Beschäftigung fand. 1934 ließ ihn sein Arbeitgeber, die kleine Produktionsfirma Cicero-Film, bei der Filmbiografie Aufforderung zum Tanz über den Komponisten Carl Maria von Weber erstmals Regie führen.
Es folgten weitere, überwiegend schmal budgetierte Auftragsarbeiten von Terra und UFA, teils abendfüllende, teils kurze Filme. Einen Namen machte sich van der Noss in seiner lediglich fünf Jahre andauernden Regiekarriere mit zwei dramatischen Stoffen: dem Kriminalfilm Der Polizeifunk meldet und der Wilderergeschichte Zwielicht (beide 1939). Kurz nach Kriegsausbruch 1939 fand er keine Verwendung mehr. Van der Noss starb wenige Monate nach Kriegsende in dem kriegszerstörten und hoffnungslos unterversorgten Berlin.
Filmografie nur als Regisseur (komplett):
1934: Aufforderung zum Tanz 1935: Der Mann mit der Pranke 1936: Geheimnis eines alten Hauses 1937: Sein letztes Modell 1938: Um Kopf und Kragen (Kurzfilm) 1939: Der anonyme Brief (Kurzfilm) 1939: Nach Feierabend (Kurzfilm) 1939: Der überraschende Säugling (Kurzfilm) 1939: Der Polizeifunk meldet 1939: Zwielicht
Einzelnachweise
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