mini|Schloss Paulwitz Rzędziszowice (deutsch Paulwitz) ist ein Ort in der Landgemeinde Zawonia im Powiat Trzebnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Das Dorf liegt etwa 24 km nordöstlich von Breslau. Von 1945 bis 1998 gehörte der Ort zur Woiwodschaft Breslau.
Geschichte Ersterwähnt wurde Paulwitz, damals noch Paulovici geschrieben, am 28. Mai 1260. Herzog Heinrich von Schlesien verlieh an diesem Tag mit seinem Bruder Herzog Wladislaw dem Vinccenzstift das Gut Paulwitz im Eintausch für das Gut Popowitz (Pöpelwitz) an der Oder.Regesten zur Schlesischen Geschichte. Band 2 (Zweiter Theil): Bis zum Jahre 1280. In: Codex diplomaticus Silesiae, Hrsg. Colmar Grünhagen, Verein für Geschichte und Alterthum Schlesiens, Josef Max & Comp., Breslau 1875, S. 89 f.; google.de/books Ende des 18. Jahrhunderts, bestehend aus Dorf und Gut, erscheint die Schreibform Pawlowitz und Paulwitz.Topographisches Post-Lexikon aller Ortschaften der k. k. Erbländer. Des ersten Theils, welcher Böhmen, Mähren und Schlesien in sich enthält, zweyter Band. Hrsg. Christian Crusius, Druck und Verlag Joh. Carl Schuender, Buchdrucker im k. k. Taubstummen-Institut, Wien 1798, S. 220; google.de/books Die Gutsherren auf Paulwitz stellte die alte Familie von Dresky.Johann Sinapius: Schlesischer Curiositäten Erste Vorstellung, Darinnen die ansehnlichen Geschlechter Des Schlesischen Adels. Druckerei Fleischer, Leipzig 1720, S. 343; google.de/books
Seit dem 27. Februar 1874 gehörte das Dorf mit Neubildung des Amtsbezirks Bingerau aus den Landgemeinden Bergkehle, Bingerau, Kapitz, Nieder Mahliau, Ober Mahliau und Paulwitz und den Gutsbezirken Bergkehle, Bingerau, Kapitz, Nieder Mahliau, Ober Mahliau und Paulwitz (12 Gemeinden / Gutsbezirke) zu diesem. 1885 lebten 402 Einwohner im Dorf und 63 auf dem juristisch eigenständigen Gut.Oskar Brunkow (Hrsg.): Die Wohnplätze des Deutschen Reiches. Auf Grund der amtlichen Urmaterialien. I. Abtheilung: Das Königreich Preussen. 3. Band. Zweite Auflage. Selbstverlag, Steglitz bei Berlin 1885, S. 828 f.; google.de/books Ende des 19. Jahrhunderts waren die Erben des Alfred von Gilgenheimb (1844–1893), liiert mit Anna Gräfin von Matuschka, Freiin von Toppolczan und Spaetgen, im Gutsbesitz von Paulwitz. Als Inspektor war Herr Kremser eingesetzt.Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibenden, Gustbesitzer etc. etc. 1895. Band 9: Schlesien und Posen. 8ste Ausgabe. Selbstverlag von C. Leuchs & Co., Nürnberg 1895, S. 426; google.de/booksDie Vorfahren erhielten 1644 den rittermäßigen Adel in Böhmen; der Vater des Alfred von Gilgenheimb, der Jutiszrat Joseph Hentschel von Gilgenheimb (1803–1860), hatte 1844 in Wien die österr. Bestätigung des Ritterstandes und des Prädikats erhalten, in Wien. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadligen Häuser 1912. Fünfter Jahrgang, Justhus Perthes, Gotha 1911, S. 415; ub.uni-duesseldorf.de 1930 ist dann weiterhin der Sohn Franz-Josef Hentschel Ritter von Gilgenheimb (1882–1950)Hans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser B (Briefadel). Band I, Band 9 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1954, S. 164–166. der Gutserbe und Schlossbesitzer. Er war mit Elisabeth von Nell verheiratet und hatte drei Kinder. Er war Ehrenritter des Souv. Malteserordens und Mitglied in einigen Aufsichtsräten von Firmen der Region.Adreßbuch der Direktoren und Aufsichtsräte 1930. Finanz-Verlag, Berlin 1930, S. 720. Seine beiden Schwestern Cara und Dagmar lebten unvermählt in Breslau, der Bruder Hans Georg Hentschel von Gilgenheimb (Jg. 1885) betreute mit seiner Familie Gut Burg Auras und war ebenso im Malteserorden. Die Familie lebte nach der Enteignung in Heydt bei Trier, die Verwandtschaft in Ehreshoven und in Rheydt.
Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 erfolgte am 1. April 1935 die Umbenennung der Landgemeinde Paulwitz in die Gemeinde Paulwitz.
1942 hatte der Ort 262 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte auch hier die Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Der Ort wurde in Rzędziszowice umbenannt.
Sehenswürdigkeiten Laut dem Register des polnischen Narodowy Instytut Dziedzictwa (Nationales Institut für Kulturerbe, NID) enthält die Liste der Denkmäler:
Palastkomplex aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit: Herrenhaus, ehemaliger Sitz von Adelsfamilien, erbaut in den Jahren 1880–1890 im neobarocken Stil. Das Gebäude besteht aus Backstein, ist vierseitig, zweigeschossig, zweistöckig und bedeckt mit einem Walmdach mit Dachgauben. Park
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Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien Kategorie:Gmina Zawonia