mini|hochkant=1.9| Der 400-Meter-Lauf der Frauen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 wurde vom 27. bis 29. August 2011 im Daegu-Stadion der südkoreanischen Stadt Daegu ausgetragen.

In diesem Wettbewerb errangen die Läuferinnen aus den Vereinigten Staaten mit Silber und Bronze zwei Medaillen. Weltmeisterin wurde die zweifache Afrikameisterin (2008/2010) und Vizeafrikameisterin von 2006 Amantle Montsho aus Botswana. Rang zwei belegte die in der Vergangenheit vor allem über 200 Meter erfolgreiche Allyson Felix. Auf dieser kürzeren Distanz war sie dreifache Weltmeisterin (2005/2007/2009) und zweifache Olympiazweite (2004/2008). Außerdem hatte sie einige Staffelmedaillen vorzuweisen. Über 4 × 400 Meter war sie zweifache Weltmeisterin (2007/2009) und Olympiasiegerin von 2008, über 4 × 100 Meter hatte sie 2007 Gold gewonnen. Hier in Daegu errang sie vier Tage später Bronze im 200-Meter-Einzelfinale und gewann zwei weitere Goldmedaillen mit der 4-mal-100- sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel. Bronze ging an Francena McCorory, die darüber hinaus unter anderem zusammen mit Allyson Felix als Mitglied der 4-mal-400-Meter-Staffel fünf Tage später Weltmeisterin wurde.

Bestehende Rekorde Weltrekord 47,60 s Canberra, Australien 6. Oktober 1985, sport-record.de, abgerufen am 12. Januar 2022 WM-Rekord 47,99 s WM 1983 in Helsinki, Finnland 10. August 1983 Der seit den ersten Weltmeisterschaften 1983 bestehende WM-Rekord blieb auch hier in Daegu ungefährdet.

Es wurden zwei Landesrekorde aufgestellt. 54,81 s – Ambwene Simukonda (Malawi), vierter Vorlauf am 27. August 49,56 s – Amantle Montsho (Botswana), Finale am 29. August

Doping Hier gab es drei Dopingfälle: Anastassija Kapatschinskaja, Russland, zunächst Dritte. Sie hatte, wie Nachtests ergaben, wie zwei weitere Athleten Steroide bei den Olympischen Spielen 2008 eingesetzt, was zu einer Sperre von vier Jahren führte. Ihre seit August 2008 erzielten Resultate wurden gestrichen, darunter auch ihr Einzelergebnis über 400 Meter und der dritte Rang der russischen 4-mal-400-Meter-Staffel bei diesen Weltmeisterschaften., uk.reuters.com, 21. Juni 2017 (englisch), abgerufen am 2. Januar 2020 Antonina Jefremowa, Ukraine, im Halbfinale ausgeschieden. Sie wurde zusammen mit zwei weiteren Sportlerinnen bei Nachtests zu diesen Weltmeisterschaften positiv getestet. In ihrem Fall wurden synthetische Hormone gefunden. Die drei überführten Athletinnen wurden für jeweils zwei Jahre gesperrt. Jefremowas WM-Resultate von Daegu im 400-Meter-Einzelrennen und ihr fünfter Platz mit der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden annulliert.IAAF sperrt neun Dopingsünder, leichtathletik.de 25. Juli 2012, abgerufen am 2. Januar 2021 Pınar Saka, Türkei – in der Vorrunde ausgeschieden. Sie verstieß, wie sich 2013 herausstellte, im Juni 2010 gegen die Antidopingbestimmungen. Der Verstoß wurde mit einer dreijährigen Sperre bis zum 2. Juni 2016 geahndet und ihre Resultate von den Weltmeisterschaften 2011 im 400-Meter-Einzelrennen sowie auch in der 4-mal-400-Meter-Staffel – das Team schied in der Vorrunde aus – wurden gestrichen.Pinar Saka, dopingsanctions.com (englisch), abgerufen am 2. Januar 2020

Leidtragende waren drei Athletinnen, denen der Einzug in die jeweils nächste Runde verwehrt wurde, sowie eine Teilnehmerin, der ihre Medaille lange vorenthalten wurde. Unter Zugrundelegung der hier erzielten Resultate waren folgende Läuferinnen von Benachteiligungen betroffen: Francena McCorory, USA – erhielt ihre Bronzemedaille erst mit mehrjähriger Verspätung und konnte nicht an der Siegerehrung teilnehmen Rosemarie Whyte, Jamaika – als Zweite des dritten Halbfinales eigentlich für das Finale qualifiziert Aliann Pompey, Guyana – als Dritte des zweiten Vorlaufs eigentlich für das Halbfinale qualifiziert Tjipekapora Herunga, Namibia – als Vierte des zweiten Vorlaufs eigentlich für das Halbfinale qualifiziert

Vorrunde Die Vorrunde wurde in fünf Läufen durchgeführt. Die ersten vier Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale.

Vorlauf 1 27. August 2011, 20:05 Uhr PlatzNameNationZeit 1 Novlene Williams-Mills 51,30 s 2 Allyson Felix 51,45 s 3 Joanne Cuddihy 51,82 s 4 Marta Milani 51,94 s 5 Geisa Aparecida Coutinho 52,15 s 6 Graciela Martins 58,22 s 7 Sandrine Thiébaud-Kangni 59,68 s DOP Pınar Saka 53,59 s

Vorlauf 2 27. August 2011, 20:14 Uhr PlatzNameNationZeit 1 Ndèye Fatou Soumah 52,23 s 2 Jessica Beard 52,40 s 3 Aliann Pompey 53,59 s eigentlich für das Halbfinale qualifiziert 4 Tjipekapora Herunga 54,08 s eigentlich für das Halbfinale qualifiziert 5 Alaa Hikmat 55,62 s DOP Antonina Jefremowa 51,35 s für das Halbfinale zugelassen Anastassija Kapatschinskaja 51,43 s für das Halbfinale zugelassen

Vorlauf 3 mini|hochkant=1.2| 27. August 2011, 20:23 Uhr PlatzNameNationZeit 1 Rosemarie Whyte 51,38 s 2 Antonina Kriwoschapka 51,52 s 3 Natalija Pyhyda 51,67 s 4 Fantu Magiso 52,23 s 5 Racheal Nachula 53,49 s 6 Daisurami Bonne 53,69 s 7 Evodie Lydie Saramandji 1:05,10 min Christine Ohuruogu IAAF Rule 162.8 – Fehlstart (PDF; 7,0 MB), abgerufen am 2. Januar 2021

Vorlauf 4 27. August 2011, 20:32 Uhr PlatzNameNationZeit 1 Amantle Montsho 50,96 s 2 Francena McCorory 52,18 s 3 Lee McConnell 52,75 s 4 Maris Mägi 52,93 s 5 Norma González 53,35 s 6 Aymée Martínez 53,67 s 7 Ambwene Simukonda 54,81 s

Vorlauf 5 27. August 2011, 20:41 Uhr PlatzNameNationZeit 1 Sanya Richards-Ross 51,37 s 2 Shericka Williams 51,66 s 3 Moa Hjelmer 52,26 s 4 Denisa Rosolová 52,51 s 5 Nicola Sanders 52,65 s 6 Ksenija Karandjuk 54,10 s 7 Betty Burua 56,98 s

Halbfinale Aus den drei Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten beiden Athletinnen – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus zwei zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – für das Finale.

Halbfinallauf 1 28. August 2011, 18:55 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Allyson Felix 50,36 2 Novlene Williams-Mills 50,48 3 Antonina Kriwoschapka 50,55 4 Natalija Pyhyda 51,61 5 Moa Hjelmer 52,35 6 Nicola Sanders 52,47 7 Maris Mägi 53,27 8 Fantu Magiso 53,41 Im ersten Halbfinale ausgeschiedene Läuferinnen:

Halbfinallauf 2

28. August 2011, 19:03 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Francena McCorory 50,24 2 Shericka Williams 50,46 3 Sanya Richards-Ross 50,66 4 Marta Milani 51,86 5 Geisa Aparecida Coutinho 51,87 6 Lee McConnell 51,97 7 Norma González 52,29 DOP Antonina Jefremowa 50,88

Halbfinallauf 3 28. August 2011, 19:11 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Amantle Montsho 50,13 2 Rosemarie Whyte 50,90 eigentlich für das Finale qualifiziert 3 Jessica Beard 51,27 4 Ndèye Fatou Soumah 52,10 5 Denisa Rosolová 52,53 6 Racheal Nachula 53,30 Joanne Cuddihy IAAF Rule 162.8 – Fehlstart DOP Anastassija Kapatschinskaja 50,41 für das Finale zugelassen Im dritten Halbfinale ausgeschiedene Läuferinnen:

Finale mini|hochkant=1.4| 29. August 2011, 21:05 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Amantle Montsho 49,56 2 Allyson Felix 49,59 3 Francena McCorory 50,45 4 Antonina Kriwoschapka 50,66 5 Shericka Williams 50,79 6 Sanya Richards-Ross 51,32 7 Novlene Williams-Mills 52,89 DOP Anastassija Kapatschinskaja 50,24

Video Amantle Montsho beats Allyson Felix in the Women's 400m Final, youtube.com, abgerufen am 2. Januar 2021

Weblinks World Championships Daegu (englisch), abgerufen am 2. Januar 2021 Women 400m Athletics XIII World Championship 2011 Daegu (KOR) auf todor66.com (englisch), abgerufen am 2. Januar 2021 Ergebnisse im Statistics Handbook der IAAF zur WM 2019 in Doha, Women 400 m, Daegu 2011, S. 265f (PDF; 10,3 MB), englisch, abgerufen am 2. Januar 2021

Einzelnachweise und Anmerkungen

400 m der Frauen Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Daegu Kategorie:Laufveranstaltung in Südkorea