Der Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen ist ein Literaturpreis, den die Stadt Aalen 1955 zu Ehren Christian Friedrich Daniel Schubarts stiftete. Er gehört zu den ältesten Literaturpreisen des Landes Baden-Württemberg.

Der Schubart-Literaturpreis wird im zweijährigen Turnus verliehen.

Auswahlverfahren Die Auszeichnung wird an deutschsprachige Autorinnen und Autoren verliehen, deren literarische oder journalistische Leistung „in der Tradition des freiheitlichen und aufklärerischen Denkens von Schubart stehen“.

Ursprünglich sollten mit dem Literaturpreis, neben eigentlichen Werken über Schubart, auch literarische oder wissenschaftliche Arbeiten gefördert werden, die der „Kräftigung des bürgerlichen Selbstverständnisses“ dienen und einer öffentlichen Auszeichnung würdig sind.

Durch die Änderungen des Statuts in den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden die Grenzen der für den Preis in Frage kommenden Werke weiter gefasst. Der Preis kann an Personen verliehen werden, deren literarische Leistung in der Tradition des freiheitlichen und aufklärerischen Denkens von Christian Friedrich Daniel Schubart steht.

Schubart-Literaturpreisjury Jurymitglieder sind (Stand 2025)

Tilla Fuchs Dr. Stefan Kister Anne-Dore Krohn Denis Scheck Michael Weiler Miriam Zeh

Preisgeld Der Schubart-Literaturpreis ist mit 20.000 Euro dotiert (Stand 2025). Bis 2013 betrug die Summe noch 12.000 Euro, die bei mehreren Preisträgern entsprechend geteilt wurde; diese Möglichkeit besteht seit der Erhöhung des Preisgeldes auf zwischenzeitlich 15.000 Euro nicht mehr.Schubart-Preis höher dotiert, schwaebische-post.de, 30. Juni 2014

Seit 2011 wird auch ein Schubart-Literaturförderpreis vergeben, der mit 7500 Euro (Stand 2025; bis 2013 mit 3000 Euro, danach mit 5000 Euro) dotiert ist.

Preisträger 1956: Hugo Theurer, Eduard Thom 1958: keine Verleihung 1960: Paul Wanner, Ernst Häußinger, Bernhard Hildebrand 1962: keine Arbeiten eingereicht 1964: Heinz Rainer Reinhardt, Konrad Winkler, Wilhelm Koch, Kurt Hermann Seidel 1966: keine Verleihung 1968: Michael Mann, Hartmann Ulmschneider 1970: keine Verleihung 1972: Peter Lahnstein, Josef W. Janker 1974: Peter Härtling, Ernst R. Hauschka, Rolf Hellmut Foerster 1976: Dieter Narr, Margarete Hannsmann 1978: Richard Schmid, Horst Brandstätter, Georg Holzwarth 1980: Reinhard Siegert, Werner Dürrson, Roland Lang 1982: Otto Borst, Hartmut Müller, Peter Spranger 1984: Gerhard Storz, Walther Dürr, Dieter Wieland 1986: Kurt Honolka, Hartmut Geerken 1989: Eveline Hasler, Dieter Schlesak, Jürgen Walter 1991: Hermann Glaser, Karlheinz Bauer, Helmut Pfisterer 1993: Thomas Rosenlöcher, Henrike Leonhardt, Axel Kuhn 1995: Ralph Giordano, Hermann Baumhauer 1997: Alice Schwarzer 1999: Gabriele Goettle, Hellmut G. Haasis 2001: Robert Gernhardt, Hartmut Schick 2003: Uwe Timm 2005: Henryk M. Broder 2007: Friedrich Christian Delius 2009: Peter Schneider 2011: Hans Christoph Buch, Förderpreis: Timo Brunke, Sonderpreis: Bernd Jürgen Warneken 2013: Jenny Erpenbeck, Förderpreis: Patricia Görg 2015: Katja Petrowskaja, Förderpreis: Karen Köhler 2017: Saša Stanišić, Förderpreis: Isabelle Lehn 2019: Daniel Kehlmann für Tyll; Förderpreis: Nora Krug für Heimat. Ein deutsches FamilienalbumSchubart-Literaturpreis 2019 für Daniel Kehlmann, abgerufen am 15. Februar 2019. 2021: Monika Helfer für Die Bagage; Förderpreis: Verena Güntner für Power 2023: Julia Schoch für Das Vorkommnis; Förderpreis: Slata Roschal für 153 Formen des Nichtseins 2025: Christoph Peters für Innerstädtischer Tod, Förderpreis: Grit Krüger für Tunnel

Weblinks Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturpreis (Baden-Württemberg) Kategorie:Kultur (Aalen) Kategorie:Erstverleihung 1956