Nimustin ist ein Zytostatikum aus den Gruppen der Alkylantien und der Nitrosoharnstoffe.
Herstellung Zur Synthese von Nimustin geht man von 2-Chlorethylisocyanat aus und setzt mit 4-Amino-5-aminomethyl-2-methylpyrimidin zum Harnstoffderivat um, dessen Nitrosierung mit Salzsäure und Natriumnitrit gelingt.Axel Kleemann, Jürgen Engel, Bernd Kutscher, Dietmar Reichert: Pharmaceutical Substances. 2 Bände. Thieme, Stuttgart 2000, ISBN 3-13-558404-6, S. 1447; seit 2003 online mit halbjährlichen Ergänzungen und Aktualisierungen.
Pharmakologie
Wirkung Nimustin verändert die Strukturen der DNA chemisch und unterbindet auf diese Weise die Zellteilung.
Anwendung Nimustin wird als Medikament bei der Bekämpfung von Krebs eingesetzt. Wie auch bei anderen Nitrosoharnstoffen üblich, überwindet Nimustin die Blut-Hirn-Schranke und eignet sich deshalb besonders für die Behandlung von Hirntumoren.
Der große Vorteil gegenüber anderen Nitrosoharnstoffen ist, dass es die Lunge nicht schädigt.
Nebenwirkungen Erbrechen und Durchfall verzögerte Knochenmarkschädigung Schleimhautentzündungen
Handelsnamen ACNU (CH, D), Nidran (J)
Siehe auch Carmustin, Estramustin, Lomustin
Einzelnachweise
Kategorie:Pyrimidin Kategorie:Alkylsubstituierter Heteroaromat Kategorie:Aminoazin Kategorie:Nitrosoharnstoff Kategorie:Chloralkan Kategorie:Zytostatikum Kategorie:Arzneistoff