Oskar Georg Irmer (* 8. Mai 1889 in Striesen; † 1. Dezember 1969 in München) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Film mit einigen Ausflügen zur Theaterregie.
Leben und Wirken Der Sohn des Bäckermeisters und Konditoreibesitzers Karl Emil Irmer und dessen Gattin Marie Charlotte, geb. Siebert,Stadtarchiv Dresden, Geburtsregister Standesamt Striesen, Nr. 165/1889 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). erhielt seine künstlerische Ausbildung beim Hofschauspieler Paul Bühler im heimatlichen Dresden, während er parallel dazu in der Saison 1907/08 bereits am Königlichen Hoftheater volontierte. Weitere Stationen waren Hirschberg in Schlesien, Neunkirchen an der Saar (1908/09) sowie das Stadttheater Chur (1909–1912). Den Ersten Weltkrieg verbrachte Irmer durchgehend zu Feld. Wieder zurückgekehrt, nahm Irmer mehrere kurze Engagements am Battenberg-Theater in Leipzig sowie an den Stadttheatern von Görlitz, Kattowitz und Königsberg wahr. Nach einem Intermezzo am Kleinen Theater in Leipzig wirkte er ab 1922 für einige Jahre als Regisseur und stellvertretender Direktor am Münchner Lustspielhaus.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Georg Irmer, R 9361-V/110398 (vgl. Eintrag im Archivportal-D).
In München kam Irmer erstmals mit dem (damals noch stummen) Film in Berührung. Obwohl er von da an regelmäßig mit kleinen Rollen vor die Kamera trat, konzentrierte er sich auch weiterhin auf die Bühnenarbeit, ohne allerdings Festengagements an bedeutenden Spielstätten zu erhalten. Irmer war Mitglied im Kampfbund für deutsche Kultur, am 5. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.261.684).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17640658 Er stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Irmer, Georg. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten. Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt-Verlag, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 310.
Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Georg Irmer bei Bühne und Film nicht mehr in Erscheinung, sondern verlegte sich auf kaufmännische Tätigkeiten. Er starb 1969 in seiner Wahlheimat München.Stadtarchiv München, Sterberegister Standesamt München III, Nr. 2971/1969.
Von 1931 bis zu seinem Tod war Irmer mit Theresia, geb. Baumann, verheiratet.Stadtarchiv München, Heiratsregister Standesamt München III, Nr. 972/1931, zitiert nach der Angabe im Sterberegister.
Filmografie 1926: Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren 1926: Unsere Emden 1927: Mein Heidelberg, ich kann Dich nie vergessen 1929: Die keusche Kokotte 1929: Links der Isar – rechts der Spree 1929: Waterloo 1932: Fürst Seppl 1935: Henker, Frauen und Soldaten 1935: Die Heilige und ihr Narr 1936: Diener lassen bitten 1941: Venus vor Gericht 1941: Anuschka 1942: Der dunkle Tag 1947: Quax in Afrika
Weblinks
; hier Falschzuordnung einiger DEFA-Filme
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellende Kunst (Nationalsozialismus) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1889 Kategorie:Gestorben 1969 Kategorie:Mann