Dünwald war eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Sie wurde am 1. Januar 1994 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Beberstedt, Hüpstedt (beide gehören zum historischen Obereichsfeld) und Zaunröden neu gebildet. Als Ergebnis einer Bürgerbefragung wurde die Gemeinde Dünwald zum 1. Januar 2023 aufgelöst.Alexander Volkmann: Auflösung der Gemeinde Dünwald ist beschlossene Sache. In: Thüringer Allgemeine vom 29. Oktober 2021, S. 15 Beberstedt und Hüpstedt wurden dabei in die Stadt und Landgemeinde Dingelstädt im Landkreis Eichsfeld eingemeindet. Zaunröden wechselte zur Gemeinde Unstruttal.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 26/2022 S. 475 ff., aufgerufen am 31. Dezember 2022

Geografie Die Gemeinde Dünwald lag auf der Muschelkalk-Hochfläche des Dün am Nordrand des Unstrut-Hainich-Kreises.

Gemeindegliederung Die drei Ortsteile der Gemeinde waren Beberstedt, Hüpstedt und Zaunröden.

Politik Ehemaliger Gemeinderat Der Rat der Gemeinde Dünwald bestand aus 14 Ratsfrauen und Ratsherren (2009: 12). Die Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis: CDU 10 Sitze Freie Wähler Dünwald 4 Sitze

Ehemaliger Bürgermeister Zum ehrenamtlichen Bürgermeister wurde am 15. April 2018 Herr Frank Meyer (CDU) mit 93,4 % der gültigen Stimmen gewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur Wasser und Abwasser Die Gemeinde Dünwald wurde vom Wasserleitungsverband "Ost-Obereichsfeld" Helmsdorf mit Trinkwasser versorgt. Die Aufgabe der Abwasserbeseitigung wurde auf den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld übertragen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Museen Das Heimatmuseum wurde im Gutshaus, dem ältesten Gebäude im Ort (von 1582), eingerichtet.

Pfarrkirche St. Martin Der Neubau einer Vorgängerkirche wurde am 28. Juni 1740 nach dreijähriger Bauzeit von Weihbischof Christoph Ignatius von Gudenus eingeweiht. Der Hochaltar stammt aus der evangelischen Kilianikirche Mühlhausen (1725) und wurde 1984 in Hüpstedt aufgestellt. Über dem Hauptportal befindet sich in einer Nische eine Skulptur des Hl. Martin aus Kalkstein. Sie wurde 2002 von dem ortsansässigen Künstler Heinz Günther und Peter Svarel aus Bratislava gefertigt. In den Jahren zwischen 2000 und 2005 wurden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen vorgenommen.

Persönlichkeiten Andreas Huke (* 3. Dezember 1876 in Hüpstedt; † 26. Januar 1962 in Heilbad Heiligenstadt) Gewerkschaftssekretär, Politiker und MdR (Zentrum) Benno Kaufhold (* 16. März 1953 in Hüpstedt), deutscher Politiker (CDU)

Sonstiges Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde nördlich der Straße nach Reifenstein/Leinefelde eine mobile Abschussrampe für V2-Raketen installiert. Mehr als 200 Zwangsarbeiter aus Holland und Frankreich, die in einem Barackenlager nahe der Schachtanlagen I und II untergebracht waren, mussten bei Eiseskälte schwerste Erdarbeiten verrichten.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 305.

Literatur Beberstedt

Hüpstedt

Zaunröden

Einzelnachweise

Weblinks

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