350px Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen sorgt die COVID-19-Pandemie national wie international für deutliche Einschränkungen im Kulturbetrieb, mit massiven Auswirkungen auf die Musikindustrie. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 2020.

Wie in anderen Bereichen auch sorgte die COVID-19-Pandemie für deutliche Einschränkungen im Kulturbetrieb. Über das Jahr 2020 fanden fast keine Konzerte mehr statt, die Sommerfestivals wurden vollständig abgesagt und viele Interpreten wichen auf Live-Streaming-Events aus. Siehe dazu auch Absagen und Einschränkungen von Veranstaltungen in Deutschland aufgrund der COVID-19-Pandemie.

Im Hinblick auf die Verkaufszahlen und die allgemeine Bekanntheit einzelner Künstler wurde die App TikTok wichtig, die Videos von maximal 60 Sekunden Länge erlaubt. Insbesondere zahlreiche Dance-Challenges machten einzelne Künstler durch die hohe Verbreitung ihrer Musik bekannt. Begünstigt wurde dies durch die zahlreichen Lockdowns. Ein Beispiel dafür ist Jawsh 685, dessen Savage Love (Laxed – Siren Beat) von Jason Derulo aufgegriffen wurde.

Auch die für die Musikindustrie wichtigen Preisverleihungen mussten durch Streaming-Shows ersetzt werden. Der Eurovision Song Contest 2020 fiel gleich ganz aus.

Ereignisse mini|Night of Light in Unna|links Populäre Musik 18./19. April: Als weltweites TV- und Live-Streaming-Ereignis wird Together at Home durchgeführt. Zahlreiche Künstler wie Lady Gaga, The Rolling Stones, Paul McCartney, Billie Eilish und Taylor Swift beteiligen sich an dem von Global Citizen Benefiz-Stream für die Weltgesundheitsorganisation. 22. Juni: Die Protestaktion Night of Light wird als bundesweite Aktion der Veranstaltungsbranche vor dem Hintergrund der Covid-Einschränkungen durchgeführt. 26. Juni: Erstmals in seiner Karriere gelingt es Bob Dylan mit seinem 39. Studioalbum Rough and Rowdy Ways den 1. Platz der deutschen Albumcharts zu erreichen.Das ist Bob Dylan in Deutschland noch nie gelungen, rollingstone.de, erschienen und abgerufen am 26. Juni 2020 23. Oktober: Die Band Die Ärzte eröffnet die Fernsehsendung Tagesthemen mit einem live eingespielten Intro, um auf die Lage der Veranstaltungsbranche hinzuweisen.

Klassische Musik und Musiktheater 1. Januar: Das 80. Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird zum ersten Mal von Andris Nelsons geleitet. 30. Januar: Uraufführung des Musicals Dreamland von Chris Miller (Musik und Buch) und Nathan Tysen (Buch und Gesangstexte) in der Salina South High School in Salina. 1. Februar: Uraufführung der Oper Eurydice von Matthew Aucoin (Musik) mit einem Libretto von Sarah Ruhl an der Los Angeles Opera. 11. März: Das Musical Zurück in die Zukunft von Alan Silvestri (Musik), Glen Ballard (Liedtexte) und Bob Gale (Buch) wird im Manchester Opera House uraufgeführt. 13. März: Das Musikwerk Convex für großes Ensemble mit dreizehn Musikern von Ashkan Behzadi wird uraufgeführt. 1. Mai: Uraufführung der Digitaloper Tag 47 von Gordon Safari (Musik), Konstantin Paul und Michael Hofer-Lenz (Libretto) an der Kammeroper Salzburg. 29. Oktober: Das Musical Himmel und Kölle von Andreas Schnermann (Musik) auf das Buch und die Liedtexte von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob wird an der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln uraufgeführt. 30. Oktober: Uraufführung der Oper Der eingebildete Kranke oder Die Kabale der Scheinheiligen von János Vajda (Musik) mit einem Libretto von Szabolcs Várady in den Eiffel Art Studios in Budapest. November: Das oratorische Werk Oratio für Chor, Orchester und Solisten des deutschen Komponisten Mathias Rehfeldt wird in der Theatinerkirche München uraufgeführt.

Musikcharts Deutschland Singles Position Alben AC/DC gelang nicht nur der Sieg in den Jahrescharts, auch legten sie mit fast 160.000 verkauften Einheiten die stärkste Startwoche des Jahres hin. Einen Negativ-Rekord stellte Fynn Kliemann auf, der zweimal den größten Fall von Platz eins in der Chartgeschichte hinlegt: einmal von Nummer eins auf Platz 94 und nach einem Re-Entry sogar von Platz 1 bis ganz aus den Charts. In der Chartwoche vom 24. bis zum 30. Januar führen erstmals seit Sabrina Setlur und Tic Tac Toe mit der Single Kein Wort von Juju und Loredana sowie Katja Krasavice mit dem Album Boss Bitch weibliche Rapkünstler beide Chartspitzen an. Kein Wort ist außerdem mit 2,06 Millionen Streaming-Abrufen am Veröffentlichungstag der meist-gestreamte Song eines weiblichen Acts an einem Tag. All I Want for Christmas Is You ist sowohl zu Beginn des Jahres auf Platz 1 der Singlecharts als auch am Ende.

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. The Weeknd – Blinding Lights (10 Wochen) Mariah Carey – All I Want for Christmas Is You; 24kGoldn feat. Iann Dior – Mood (jeweils 5 Wochen) Bonez MC – Angeklagt; Apache 207 – Bläulich (jeweils 3 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. AC/DC – Power Up (4 Wochen) Fynn Kliemann – Pop (3 Wochen) Alle weiteren Alben waren entweder eine oder zwei Wochen auf Platz 1 gelistet.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Österreich Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. 24kGoldn feat. Iann Dior – Mood (11 Wochen) The Weeknd – Blinding Lights (8 Wochen) Jawsh 685 & Jason Derulo – Savage Love (Laxed – Siren Beat) (7 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Andreas Gabalier – A Volks-Rock‘n’Roll Christmas (4 Wochen) Alle weiteren Alben waren entweder eine oder zwei Wochen auf Platz 1 gelistet.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Schweiz Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. The Weeknd – Blinding Lights; Master KG feat. Burna Boy & Nomcebo Zikode – Jerusalema (Remix) (jeweils 13 Wochen) Jawsh 685 & Jason Derulo – Savage Love (Laxed – Siren Beat) (8 Wochen) DaBaby feat. Roddy Ricch – Rockstar (7 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. AC/DC – Power Up (6 Wochen) Bruce Springsteen – Letter to You; Verschiedene Interpreten – Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert (jeweils 3 Wochen) Alle weiteren Alben waren entweder eine oder zwei Wochen auf Platz 1 gelistet.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Vereinigtes Königreich Singles Position Alben Das Debütalbum des schottischen Songwriters erschien bereits 2019, dominierte aber die britischen Albencharts 2020 und verkaufte sich in diesem Jahr 456.000 mal. Insgesamt blieb es 77 Wochen in den Top-10 und stellte damit einen neuen Rekord auf. Pop Smokes Album Shoot for the Stars, Aim for the Moon war das erfolgreichste Debütalbum des Jahres und das erste posthume Debütalbum auf Platz 1 der britischen Charts.

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. The Weeknd – Blinding Lights (8 Wochen) DaBaby feat. Roddy Ricch – Rockstar; Joel Corry feat. MNEK – Head & Heart; Ariana Grande – Positions (jeweils 6 Wochen) 24kGoldn feat. Iann Dior – Mood (4 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Lewis Capaldi – Divinely Uninspired to a Hellish Extent; Dua Lipa – Future Nostalgia (jeweils 4 Wochen) Taylor Swift – Folklore (3 Wochen) Alle weiteren Alben waren entweder eine oder zwei Wochen auf Platz 1 gelistet.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Vereinigte Staaten Singles Position Alben Taylor Swift gelang es, in einem Jahr zweimal in derselben Woche mit einem Album und einer Single auf Platz 1 der US-amerikanischen Charts zu debütieren. Sie ist außerdem der erste weibliche Künstler, der mit acht Alben direkt auf Platz 1 einsteigen konnte

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Roddy Ricch – The Box (11 Wochen) DaBaby feat. Roddy Ricch – Rockstar (7 Wochen) 24kGoldn feat. Iann Dior – Mood (6 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Taylor Swift – Folklore (8 Wochen) Lil Baby – My Turn (5 Wochen) The Weeknd – After Hours (4 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Charts in weiteren Ländern

Musikpreise und Ehrungen Amadeus Austrian Music Award Song des Jahres: Herr Inspektor von Seiler und Speer Album des Jahres: ’S klane Glücksspiel von Voodoo Jürgens Live Act des Jahres: Bilderbuch FM4 Award: Anger Vollständige Liste der Preisträger

BRIT Awards Künstler des Jahres: Tyler, the Creator Künstlerin des Jahres: Billie Eilish Britischer Künstler des Jahres: Stormzy Britische Künstlerin des Jahres: Mabel Britischer Newcomer: Lewis Capaldi Britische Gruppe: Foals Liste der Preisträger

Grammy Awards Single des Jahres: Bad Guy von Billie Eilish Album des Jahres: When We All Fall Asleep, Where Do We Go? von Billie Eilish Song des Jahres: Bad Guy von Billie Eilish Bester neuer Künstler: Billie Eilish Vollständige Liste der Preisträger

MTV Europe Music Awards Bester Pop-Act: Little Mix Bester Rock-Act: Coldplay Bester Alternative-Act: Hayley Williams Bester Electronic-Act: David Guetta Bester Hip-Hop-Act: Cardi B Bester Künstler: Lady Gaga Bester Newcomer: Doja Cat Bester Song: BTS – Dynamite Bestes Video: DJ Khaled featuring Drake: Popstar starring Justin Bieber Vollständige Liste der Preisträger

MTV Video Music Awards Video of the Year: The Weeknd – Blinding Lights Artist of the Year: Lady Gaga Push Best New Artist: Doja Cat Best Pop Video: BTS – On Best Rock Video: Coldplay – Orphans Best Hip-Hop Video: Megan Thee Stallion – Savage Vollständige Liste der Preisträger

Preis der deutschen Schallplattenkritik Offenbach: Maître Péronilla / Markus Poschner (Note 1) Dina Ugorskaja: Franz Schubert: Klaviersonate B-dur D 960, 3 Klavierstücke D 946, Moments musicaux D 780. (harmonia mundi) Olivia Vermeulen & Jan Philip Schulze: Dirty Minds (Bertus) Les Espaces Électroacoustiques II. Masterpieces of electroacustic music – presented in 5.1 surround and stereo. (Naxos) Carla Bley, Andy Sheppard, Steve Swallow: Life Goes On (ECM Records) Aretha Franklin: Amazing Grace. DVD (Sony) Bob Dylan: Rough and Rowdy Ways (Sony) The Jayhawks: XOXO (Membran) The Düsseldorf Düsterboys: Nenn mich Musik (Bertus) Rufus Beck: Die Bibel (Deutsche Bibelgesellschaft/Der Audio verlag)

Rock-and-Roll-Hall-of-Fame-Aufnahmen Depeche Mode The Doobie Brothers Nine Inch Nails The Notorious B.I.G. T. Rex Whitney Houston

Weitere Musikpreise Billboard Music Awards: Post Malone Golden Globe – Beste Filmmusik: Hildur Guðnadóttir – Joker / Bester Filmsong: (I’m Gonna) Love Me Again aus Rocketman – Musik: Elton John, Text: Bernie Taupin Oscarverleihung – Beste Filmmusik: Hildur Guðnadóttir – Joker / Bester Filmsong: (I’m Gonna) Love Me Again aus Rocketman – Musik: Elton John, Text: Bernie Taupin Polar Music Prize: Diane Warren und Anna Netrebko Protestsongcontest: Dynomite – 1992

Musikwettbewerbe und Castingshows Eurovision Song Contest Aufgrund der Covid-19-Pandemie entfiel der Eurovision Song Contest 2020. Stattdessen wurde die Sendung Eurovision: Europe Shine a Light ausgestrahlt.