Die Liste der Stolpersteine im Main-Tauber-Kreis beschreibt besondere Pflastersteine in Gehwegen, die an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur im Main-Tauber-Kreis im baden-württembergischen Regierungsbezirk Stuttgart in Deutschland erinnern sollen. Die Stolpersteine wurden vom Künstler Gunter Demnig konzipiert und werden von ihm in fast ganz Europa verlegt.
Bis zur Zeit des Nationalsozialismus bestanden einst 28 jüdische Gemeinden im Main-Tauber-Kreis, von deren ehemaligen Gemeindemitgliedern etwa 700 Opfer des Holocaust bekannt sind. Bis Mai 2026 wurden insgesamt 206 Stolpersteine im Main-Tauber-Kreis verlegt (siehe Verteilung).
Stolpersteine im Main-Tauber-Kreis Bad Mergentheim
Am 4. April 2019 wurden auf Initiative des Vereins Stolpersteine Bad Mergentheim e. V. die ersten Stolpersteine auf öffentlichem Grund in Bad Mergentheim verlegt. Bereits zuvor wurden am 23. März 2009 auf dem Gelände der Schule St. Bernhard Stolpersteine verlegt.
Im Rahmen der jüdischen Kulturtage 2026 werden am 19. Juni 2026 zehn weitere Stolpersteine durch die Künstlerin Katja Demnig verlegt.
Creglingen
Am 18. September 2015 wurden in der historischen Altstadt von Creglingen zwölf Stolpersteine verlegt. Zuvor hatte der Creglinger Gemeinderat einstimmig diese Aktion beschlossen.
Am 16. September 2024 wurden elf weitere Stolpersteine in Creglingen sowie im Stadtteil Archshofen verlegt.Fränkische Nachrichten: Elf Gedenksteine verlegt. Stolpersteine erinnern an die Ermordung unschuldiger Menschen. 18. September 2024. Abgerufen am 19. Mai 2026.
Igersheim
Am 23. März 2009 wurden in Igersheim fünf Stolpersteine an zwei Adressen verlegt.
Külsheim
Am 10. Juli 2014 wurden die ersten acht Stolpersteine in Külsheim verlegt. Am 17. Juli 2020 wurden sieben weitere Stolpersteine in Külsheim verlegt.
Tauberbischofsheim
Am 17. Mai 2026 wurden in der Innenstadt von Tauberbischofsheim zwölf Stolpersteine verlegt.
Weikersheim In Weikersheim wurden 20 Stolpersteine an den folgenden Terminen verlegt: Am 10. März 2022 (16 Stolpersteine im Weimersheimer Stadtgebiet) und am 30. Juni 2023 (vier Stolpersteine im Weimersheimer Teilort Bronn).
Wertheim
In Wertheim wurden 73 Stolpersteine an den folgenden Terminen verlegt: 29. September 2009, 26. April 2010, 23. September 2010, 18. November 2011, 10. November 2012 und 27. April 2013.
Verteilung nach Kommunen und jüdischen Gemeinden Die bisher verlegten Stolpersteine (Stand: Mai 2026) im verteilen sich wie folgt auf die 18 Städte und sonstigen Gemeinden des Main-Tauber-Kreises sowie auf die Orte mit den 28 ehemaligen jüdischen Gemeinden im Kreisgebiet: Stadt/Gemeinde Jüdische Gemeinde Opfer des Holocaust(bekannt)Betrifft die im jeweiligen Ort geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen, die in der NS-Zeit umgekommen sind (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945.) Verlegte Stolpersteine Ahorn Jüdische Gemeinde Eubigheim 5 — Assamstadt — —Opfer des Holocaust mit Bezug zu diesem Ort sind nicht bekannt. — Bad Mergentheim Jüdische Gemeinde Edelfingen 47 17 (siehe Liste) Jüdische Gemeinde Markelsheim 11Möglicherweise gab es mehr Opfer des Holocaust mit Bezug zu "Markelsheim"; Mehrere Namen aus den genannten Verzeichnissen wurden jedoch nicht aufgenommen, da möglicherweise Verwechslungen zwischen Markelsheim und "Markenhof" u. a. vorliegen. — Jüdische Gemeinde Mergentheim 91 38 (siehe Liste) Jüdische Gemeinde Neunkirchen 1 — Jüdische Gemeinde Wachbach 8 3 (siehe Liste) Boxberg Jüdische Gemeinde Angeltürn 6 — Jüdische Gemeinde Unterschüpf —Die jüdische Gemeinde wurde bereits einige Jahre vor der Zeit des Nationalsozialismus aufgelöst. Opfer des Holocaust mit Bezug zu diesem Ort sind nicht bekannt. — Creglingen Jüdische Gemeinde Archshofen 26 6Fränkische Nachrichten: Elf Gedenksteine verlegt. Stolpersteine erinnern an die Ermordung unschuldiger Menschen. 18. September 2024. Abgerufen am 19. Mai 2026. (siehe Liste) Jüdische Gemeinde Creglingen 39 17 (siehe Liste) Freudenberg Jüdische Gemeinde Freudenberg 26Möglicherweise gab es mehr Opfer des Holocaust mit Bezug zu "Freudenberg"; In den Listen der Opfer kommt es immer wieder zu Verwechslungen zwischen "Freudenberg" und "Freudenburg". — Großrinderfeld — — — Grünsfeld Jüdische Gemeinde Grünsfeld 18 — Igersheim Jüdische Gemeinde Igersheim 6 5 (siehe Liste) Königheim Jüdische Gemeinde Gissigheim 6 — Jüdische Gemeinde Königheim 19 — Külsheim Jüdische Gemeinde Külsheim 41 15 (siehe Liste) Lauda-Königshofen Jüdische Gemeinde Königshofen 5 — Jüdische Gemeinde Messelhausen 18 — Niederstetten Jüdische Gemeinde Niederstetten 67 — Tauberbischofsheim Jüdische Gemeinde Dittigheim — — Jüdische Gemeinde Hochhausen 9 — Jüdische Gemeinde Impfingen 5 — Jüdische Gemeinde Tauberbischofsheim 78 12Fränkische Nachrichten: Gegen das Vergessen. Zwölf Stolpersteine in Tauberbischofsheim zum Gedenken an jüdische Opfer verlegt. Fast 300 Menschen waren auf den Marktplatz der Kreisstadt gekommen, um der Installation des dezentralen Mahnmals beizuwohnen. 19. Mai 2026. Abgerufen am 19. Mai 2026. (siehe Liste) Weikersheim Jüdische Gemeinde Laudenbach 27 — Jüdische Gemeinde Weikersheim 2520Stadt Weikersheim: Jüdische Geschichte. Abgerufen am 19. Mai 2026. Werbach Jüdische Gemeinde Wenkheim 34 — Wertheim Jüdische Gemeinde Dertingen 873 (siehe Liste) Jüdische Gemeinde Wertheim 75 Wittighausen — — —
Weblinks
stolpersteine.eu
Anmerkungen
Einzelnachweise
Main-Tauber-Kreis Kategorie:Kultur (Main-Tauber-Kreis) Kategorie:Judentum im Main-Tauber-Kreis