Veresegyház [] ist eine ungarische Stadt im Kreis Gödöllő im Komitat Pest.
Geografische Lage Veresegyház liegt 25 Kilometer nordöstlich des Zentrums der Hauptstadt Budapest und 7,5 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Gödöllő. Nachbargemeinden sind Őrbottyán, Erdőkertes, Szada, Mogyoród und Csomád.
Geschichte Verschiedene Funde scheinen die Besiedlung des Ortes in der Urzeit zu belegen. Eine Kirche soll zur Zeit der Árpáden errichtet worden sein. Der Name – etwa „Rotkirche“ – wird auf die Mongoleneinfälle im Jahre 1241 zurückgeführt. Der Legende nach färbte das Blut der in der Kirche getöteten Bewohner die Wände rot.
Seit 1375 ist der Ort urkundlich erwähnt. Die Kirche aus jener Zeit wurde durch die noch heute dort stehende spätbarocke Kirche ersetzt. Im Laufe der Geschichte wurde Veresegyház mehrmals verwüstet, wurde aber stets wieder zu einem wichtigen Bezugspunkt der Umgebung, besonders durch die Märkte. Heute gehört sie zum Speckgürtel von Budapest.
Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Großgemeinde 411 Häuser und 2208 Einwohner auf einer Fläche von 5962 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Vácz im Komitat Pest-Pilis-Solt-Kiskun.
Etwa seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gilt Veresegyház als Ausflugs- und Erholungsort. Ab 1929 wurde der Ort als solcher in Budapest beworben. Als ländliche Großgemeinde erhielt Veresegyház 1999 die Stadtrechte, nachdem die entsprechenden Infrastrukturanforderungen erfüllt wurden. Sie gilt als aufstrebender Ort, da zahlreiche sehr wohlhabende Bürger Budapests in die neu erbauten Vorortsiedlungen (Villenparks) gezogen sind.
Städtepartnerschaften Es bestehen folgende Städtepartnerschaften: Atia, Rumänien, seit 1998 Corund, Rumänien, seit 2023 Šahy, Slowakei, seit 2012 Schneeberg, Deutschland, seit 1996 Neben den offiziellen Städtepartnerschaften bestehen kulturelle und wirtschaftsfördernde Beziehungen zu einer Reihe von anderen ausländischen Orten.
Wirtschaft Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit liegt auf Dienstleistungen (vielfältige Einkaufsmöglichkeiten), ergänzt durch relativ bedeutende Industrieansiedlungen (z. B. Mey, GE) und die Beschäftigungsmöglichkeit in der benachbarten Großstadt. Neue Bestrebungen gelten dem Tourismus, wobei die bisher wenig genutzte Seenlandschaft mit kleinem Strand und Angelgelegenheiten genutzt werden soll. Außerdem soll das Thermalbad, dessen Wasser mit dem des Széchenyi-Bads in Budapest verglichen wird, modernisiert werden. Vom Bahnhof Veresegyház verkehren Nahverkehrszüge über die Bahnstrecke Rákospalota-Újpest–Vác zum Bahnhof Budapest-Nyugati.
Sehenswürdigkeiten und Freizeit Bären- und Wolfsgehege (Medveotthon) Baptistenkirche, erbaut 2008–2010 Heimatmuseum (Tájház) Märkte (mittwochs und samstags) Reformierte Kirche, erbaut 1784–1798 Römisch-katholische Kirche Árpád-házi Szent Erzsébet, erbaut 1778 im Zopfstil Golgota-Standbilder (Golgota szoborcsoport) im Garten der Kirche Römisch-katholische Kirche Szentlélek Strandfest am 20. August Thermalbad Weinlesefest (an einem Septembersonntag) Am Sonntag nach dem 19. November Kirchweihfest mit Trachtenaufzug, am Montag darauf Zigeunerball
Einzelnachweise
Weblinks
Veresegyhaz