mini|hochkant|Leipziger Straße 88 in Glauchau Die Liste der Stolpersteine in Glauchau enthält sämtliche „Stolpersteine“ in Glauchau im Landkreis Zwickau. Im Jahre 2009 wurden die ersten neun Gedenksteine mit Messingplatten von einer Glauchauer Bürgerinitiative „nach der Art des Künstlers Gunter Demnig“ gestaltet. Bis 2021 wurden weitere 13 Steine in Gedenken an insgesamt 22 jüdische Opfer verlegt.Günther Bormann: 1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland, in: StadtKurier Glauchau, Nr. 15 / 2021
Hintergrund
Die Gedenksteine wurden lediglich inspiriert vom Stolpersteine-Projekt des Künstlers Gunter Demnig und nicht von ihm hergestellt oder verlegt. Sie sind daher kein direkter Teil seines Projekts und Glauchau wird bisher nicht in dessen Chronik geführt.
Anlass der Recherchen war der 70. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 2008. Dabei kooperierten Glauchauer Bürger mit Schülern der Arbeitsgemeinschaft Geschichte des Georgius-Agricola-Gymnasiums in Glauchau, organisiert im AG Geschichte e. V. Die Gedenksteine wurden von den Schülern in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Peter Dresler verlegt. Die Messingplatten für die Gedenksteine wurden von Auszubildenden des Volkswagen-Bildungsinstituts mittels CNC-Maschinen hergestellt.
Die neun Steine in der Leipziger Straße wurden in drei Dreiergruppen verlegt, die leicht versetzt nebeneinander liegen.
Liste der Stolpersteine
Bild Adresse Verlegedatum Name, Inschrift Kurzvita/Anmerkungen 16px|verweis=d:Q125663633 150px150px150pxrowspan="9" Herta Jäger (* 1898, † 1943 im KZ Auschwitz) 16px|verweis=d:Q125962219 Siegfried Jäger, Kaufmann, Ehemann von Margarete Jäger 16px|verweis=d:Q125962220 16px|verweis=d:Q125962221 Johannes Lothar (* 15. März 1937 in Glauchau, † 1942 im KZ Belzec), Sohn von Margarete & Siegfried Jäger und Zwillingsbruder von Ruth Jäger 16px|verweis=d:Q125962223 Margarete Jäger, geb. Gassenheimer (* 23. August 1902 in Themar, † Mai 1942 im KZ Belzec), Ehefrau von Siegfried Jäger 16px|verweis=d:Q125962225 Ruth Fanny/Fanni Jäger (* 15. März 1937 in Glauchau, † Mai 1942 im KZ Belzec), Tochter von Margarete & Siegfried Jäger und Zwillingsschwester von Johannes Jäger am 10. Mai 1942 deportiert 16px|verweis=d:Q125962227 16px|verweis=d:Q125962229 Louis Jäger (* 12. Oktober 1870, † 1943 im KZ Theresienstadt) 16px|verweis=d:Q125962230 16px|verweis=d:Q127806748 Theaterstraße 55 ermordet 1943 im KZ Theresienstadt 16px|verweis=d:Q127806997 Waldenburger Straße 16 ermordet 1942 im KZ Auschwitz 16px|verweis=d:Q127807094 Mühlenstraße 11 b Arzt in Niederlungwitz, gefallen im Kampf der französischen Resistance 1944 16px|verweis=d:Q127807189Hoffnung 41 ermordet 1944 im KZ Klooga 16px|verweis=d:Q127807278 ermordet 1942 im KZ Auschwitz 16px|verweis=d:Q127807362 Agricolastraße 14(ehem. Augustusstraße 14) ermordet 1943 im KZ Auschwitz 16px|verweis=d:Q127807431Schlossplatz 4 ermordet 1942 im KZ Riga 16px|verweis=d:Q127807544 ermordet 1942 im KZ Riga 16px|verweis=d:Q127807642 Heinrichstraße 8a ermordet 1942 im KZ Belzec 16px|verweis=d:Q127807719Am Graben 3 ermordet 1942 im KZ Raasiku 16px|verweis=d:Q127807978 für tot erklärt 1945 16px|verweis=d:Q127807792 für tot erklärt 1945 16px|verweis=d:Q127808043 für tot erklärt 1945
Literatur Günther Bormann: Die Glauchauer Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, in: Streiflichter auf 775 Jahre Glauchauer Stadtgeschichte, Große Kreisstadt Glauchau, 2015, S. 107–114
Einzelnachweise
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