mini|Philipp Kester: Helly Tussmar – Auf der Tragfläche eines Flugzeugs sitzend, wenige Stunden vor ihrem Tod Helly Tussmar (auch Tußmar; eigentlich Barbara Gantner; * 1902 in München; † 16. Juni 1929 bei Chur) war eine der ersten deutschen Fallschirmspringerinnen. Sie trat in den 1920er Jahren bei Flugschauen auf, unter anderem gemeinsam mit Franz Staltner (1900–1944) als Sprungpartner und mit Ernst Udet als Pilot.
Unfall Am Sonntag, dem 16. Juni 1929, nahm sie an einem Flugtag im schweizerischen Chur in Graubünden teil. Ihr erster Absprung erschien als eine gelungene und saubere Ausführung. Jedoch wurde sie anschließend durch starken Wind abgetrieben. Dennoch gelang ihr eine geglückte Landung auf einer Wiese, die sich etwa einen Kilometer vom Flugplatz entfernt befindet.
Drei Stunden später, um 17:25 Uhr, erfolgte ein zweiter Versuch. Auch dieser verlief erfolgreich. Der Schirm öffnete sich zum rechten Zeitpunkt und Tussmar stürzte „ziemlich rasch“ zur Erde, wie Augenzeugen berichteten. Tussmar wurde von einer plötzlichen Windböe erfasst und in Richtung eines kleinen Waldes abgetrieben. Zuschauende berichteten, dass das begleitende Aeroplan weiterhin über der Landestelle kreiste. Die als „kühne Springerin“ bezeichnete junge Frau war im Rhein gelandet und wurde von der Strömung mitgerissen. Sie ertrank, bevor Hilfe geleistet werden konnte.
Weblinks
Fotos und Biografie von Helly Tussmar in der Sammlung des Münchner Stadtmuseums
Einzelnachweise
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