mini|hochkant=1.3|Übersichtskarte von Berlin-Schlachtensee
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schlachtensee beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Schlachtensee mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
Überblick Beginnend am Mexikoplatz verläuft die Grenze des Ortsteils zunächst südlich entlang der Wannseebahn, dann Richtung Westen entlang der Potsdamer Chaussee, entlang der Wasgenstraße, entlang der Spanischen Allee, entlang der Straße Am Schlachtensee, am Waldrand oberhalb des Schlachtensees und dann entlang der Bundesautobahn 115, des Fischerhüttenwegs, des Elvirasteigs, und der Limastraße bis zum Mexikoplatz.
Die Hauptstraßen sind die am südlichen Rand des Ortsteils verlaufende Potsdamer Chaussee (Bundesstraße 1) und die Spanische Allee.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAhrenshooper Zeile ()890Ahrenshoop, Ostseebad in Mecklenburg-Vorpommern Die Straße zwischen Salzach- und Niklasstraße hieß von 1895 bis 1934 Friedrich-Wilhelm-Straße. 140px|Berlin-Zehlendorf Ahrenshooper ZeileAltvaterstraße () 1210 Altvatergebirge, Gebirge in Tschechien Die Straße zwischen Breisgauer Straße und Spanischer Allee wurde um 1894 von der Heimstätten AG angelegt und vor 1905 als Mariannenstraße nach der Prinzessin von Preußen Maria Anna benannt. Am 15. März 1939 erfolgte die antiroyalistische Umbenennung in Wahrmundzeile nach Adolf Wahrmund, einem Vordenker des Antisemitismus in Österreich-Ungarn. Im Rahmen der Entnazifizierung wurde 1947 der noch heute bestehende Name gewählt. Die Straße ist nur auf der Südseite bebaut, an der Nordseite liegt der Bahndamm und das Bahngebäude in Nummer 1. Westlich der Ernst-Ring-Straße wird die Straße als Fußweg (Zeichen 239) weitergeführt, dessen Fortsetzung ist eine von der Bahnlinie nach Süden abbiegende Straße, die den Anschluss an die Spanische Allee hat. Dieser Ast ist als Sackgasse und verkehrsberuhigt (keine Wendemöglichkeit für Lkw) ausgewiesen, an der Bahnlinie (mit Anschluss zum Fußweg mit dem Grundstück 25) endet sie in einem Wendehammer. An diesem westlichen Ast liegen die Grundstücke 27–35 (ungerade) und 30–36 (gerade).Adresssuche und Lageklärung mithilfe der Berlin-Karte 1:5000 hergestellt von den bezirklichen Vermessungsämtern 140px|Bahnhofgebäude am Ostende der Altvaterstraße 140px|Berlin-Schlachtensee AltvaterstraßeAm Heidehof ()300Heidehof, Gutshof des Ritterguts Düppel (Neuzehlendorf) Die Straße zwischen Bergengruen- und Niklasstraße wurde um 1925 als Leopoldstraße angelegt und bebaut. 140px|Am HeidehofAm Schlachtensee () 2600 Schlachtensee, im Grunewald gelegener Waldsee Die Straße verläuft mit den Grundstücken 22–60 (gerade) und 141–151 (ungerade) nördlich entlang der Bahnstrecke und begrenzt südlich den Park am Schlachtensee. Sie liegt zwischen Spanischer Allee und Limastraße. Die drei Grundstücke 144, 146 und 148 am westlichen Ende der Straße gehören zu Nikolassee. Die Straße war als Straße 618 des Bebauungsplans trassiert. Am 8. April 1933 wurde die Seestraße in Am Schlachtensee umbenannt. 140px|Am Schlachtensee / Ecke Krottnaurerstraße 140px|Bahnhof Schlachtensee
140px|Liegewiese am Bahnhof SchlachtenseeAn den Hubertshäusern () 280 Hubert, Königlicher Kammerrat, gründete 1772 im Auftrag von Friedrich II. auf 240 Morgen von Zehlendorfer Bauern erworbenen mageren Bodens eine Kolonie für ausgediente Soldaten, die der König vor 1780 der Gemeinde Zehlendorf vom als die Hubertshäuser übereignete (später: „Kolonie Neu-Zehlendorf“). Die Straße 623 des Bebauungsplans wurde in zwei Abschnitten, am 10. September 1965 und am 1. Dezember 1965, benannt. Die Straße liegt im Bogen nach Osten an der Kurstraße. Die Hubertushäuser oder Neu-Zehlendorf liegen südlich der Potsdamer Chaussee bis Königsweg, die Straße jedoch nördlich. Die Namenswahl nimmt Bezug auf die regionale Ortslage, aber Anlass war die Nähe zum evangelischen Krankenhaus Hubertus. 140px|Berlin-Schlachtensee An den HubertushäusernBergengruenstraße ()1140Werner Bergengruen (1892–1964), deutsch-baltischer Schriftsteller Die Straße liegt zwischen Salzachstraße und als Sackgasse über Am Heidehof hinaus. Angelegt wurde die Straße vor 1896 als Adalbertstraße und 1937 in Lagardestraße umbenannt. 140px|BergengruenstraßeBogotastraße ()390Bogotá, Hauptstadt von Kolumbien Die Straße liegt zwischen Am Schlachtensee und Klopstockstraße, parallel zur Limastraße.140px|BogotastraßeBreisgauer Straße () 900Breisgau, Region in Baden-Württemberg Die Straße verläuft zwischen Am Schlachtensee und Spanischer Allee (Guernicaplatz). Sie wurde um 1896 zwischen Bahnhof Schlachtensee und Potsdamer Chaussee als Viktoriastraße (Post Schlachtensee) angelegt, benannt nach der deutschen Kaiserin Viktoria. 1925 wurde die Verlängerung der Viktoriastraße in die Wannseestraße (seit 1939: Spanische Allee) einbezogen. Am 31. August 1937 wurde dieser „royalistische“ Straßenname durch Stöckerzeile abgelöst, benannt nach dem Theologen und Politiker Adolf Stoecker, der als Gründer der Berliner Bewegung Ende der 1870er Jahre den Antisemitismus in die deutsche Politik einführte. Im Rahmen der Entnazifizierung erfolgte 1947 die Umbenennung nach dem Breisgau. Bis 2011 befand sich im Haus Nr. 8 eine Bankfiliale, in der der Banküberfall Berlin-Zehlendorf 1995 stattfand. 140px|Berlin-Nikolassee Breisgauer Straße 140px|Berlin-Schlachtensee Breisgauer StraßeCassinohof ()250Cassino, Partnerstadt des Bezirks Zehlendorfbsz-spv.de Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf Amtsblatt für Berlin, Landesverwaltungsamt Berlin Der Weg erschließt ein Neubaugebiet zwischen Urselweg und Bahntrasse. 140px|CassinohofDubrowplatz ()150 × 60 Wilhelm Dubrow (1823–1907), Bauerngutsbesitzer, Gemeindevorsteher und Gemeindeschöffe in ZehlendorfZur Person Dubrow Der Platz liegt auf der Dubrowstraße zwischen Ilsensteinstraße und Eiderstedter Weg. Er wurde mit der Straße zwischen 1892 und 1894 von der Gemeinde und der Heimstätten AG auf Kosten der Anlieger angelegt. 1939 wurde er in Schemannplatz umbenannt und 1947 wieder rückbenannt. 140px|DubrowplatzDubrowstraße () 1200 Wilhelm Dubrow (1823–1907), Bauerngutsbesitzer, Gemeindevorsteher und Gemeindeschöffe in Zehlendorf Die Straße verläuft zwischen Spanischer Allee und Matterhornstraße. Sie wurde zwischen 1894 und 1899 von den Grundeigentümern (Zehlendorf-West AG) und Anwohnern als Elisabethstraße angelegt, in einem Gebiet mit Namen von Königinnen war sie benannt nach der Königin von Preußen Elisabeth Ludovika, Gemahlin von Friedrich Wilhelm IV. Am 15. März 1939 wurde diese und die Zehlendorfer Georgenstraße in Schemannzeile umbenannt. Namensgebend war der Übersetzer und Rassentheoretiker Karl Ludwig Schemann. Dieser Straßenname nach dem Ehrenmitglied des nationalsozialistischen Reichsinstituts für Geschichte des Neuen Deutschlands wurde dann 1947 im Zuge der Entnazifizierung in Dubrowstraße geändert, der Straßenverlauf bis zur Spanischen Allee blieb unverändert. Dubrow entstammte einer alteingesessenen Familie und war 1883–1889 ehrenamtlicher Gemeindevorsteher und 1872–1883 sowie 1889–1901 Gemeindeschöffe in Zehlendorf. 140px|Berlin-Schlachtensee DubrowstraßeEiderstedter Weg ()750Eiderstedt, Nordseehalbinsel in Schleswig-Holstein Die Straße liegt zwischen Matterhorn- und Niklasstraße. Sie wurde vor 1896 als Heinrichstraße angelegt und zwischen 1937 und 1947 als Dühringstraße benannt. 140px|Berlin-Zehlendorf Eiderstedter Weg 140px|Eiderstedter WegEitel-Fritz-Straße ()510 Eitel Fritz (1883–1942), preußischer Prinz Sie liegt zwischen Matterhorn- und Niklasstraße und wurde zusammen mit dem Eitel-Fritz-Platz zwischen 1895 und 1899 von der Heimstätten AG angelegt und hieß im Wilski-Übersichtsplan von 1912 noch Prinz-Eitel-Fritz-Straße. 140px|Eitel-Fritz-StraßeElvirasteig ()1090Elvira, weiblicher Vorname Die Straße liegt zwischen Matterhorn- und Fischerhüttenstraße. Die Ostseite des nördlichen Teils der Straße zwischen Limastraße und Fischerhüttenstraße mit den Hausnummern 31–51 gehört zum Ortsteil Zehlendorf. Um 1900 wurde die Straße 1891 durch die Heimstätten AG als Zietenstraße angelegt und erhielt zwischen 1938 und 1947 den Namen Hans-Knirsch-Weg nach einem deutschnationalen Politiker aus Österreich.140px|ElvirasteigErnst-Ring-Straße () 210 Ernst Ring (1850–1906), preußischer Ökonomieratzur Person Ring-Düppel Die Straße liegt zwischen Spanischer Allee und Altvaterstraße (bis zum Bahndamm). Das Gelände, auf dem sich die Straße befindet, ist zwischen 1894 und 1897 vom Prinzen Friedrich Leopold an die Heimstätten AG übergegangen. Danach wurde die Straße bis zum Jahr 1908 angelegt. 1910 war sie noch unbebaut, 1915 waren die westlichen Grundstücke 5 und 7 bebaut, die östlichen Grundstücke der parallelen Rolandstraße zugeordnet. 140px|Berlin-Schlachtensee Ernst-Ring-Straße 140px|Berlin-Schlachtensee Ernst-Ring-StraßeFlachsweg ()200Flachs, Faser- und Ölpflanze Die Straße liegt zwischen Terrassenstraße und Am Schlachtensee (Sackgasse). Sie wurde 1939 als Parlerstraße benannt und nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 umbenannt.140px|FlachswegGilgestraße ()280Gilge, Mündungsarm der Memel in Ostpreußen Die Straße geht als Sackgasse von der Niklasstraße südwärts zur Potsdamer Chaussee ab, das letzte Teilstück als Fußweg. Die Straße war um 1900 als Dessauer Straße von der Zehlendorf-West AG und Fürst Henckel von Donnersmarck als Unternehmerstraße angelegt worden. 1927 wurde sie als Böckelweg umbenannt und 1947 die Benennung nach dem antisemitischen Politiker ersetzt. In der Nr. 3 lebte von 1920 bis 1933 der preußische Ministerpräsident Otto Braun, an den ein Gedenkstein erinnert. 140px|Gilgestraße 7 140px|Gilgestraße 5Goethestraße ()290(im Ortsteil) Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter Der Abschnitt zwischen Elvirasteig und Limastraße liegt in Schlachtensee, ab dort verläuft die Straße in Zehlendorf bis zur Fischerhüttenstraße. Die Straße wurde um 1899 von den Anliegern und Eigentümern gemeinsam mit der Zehlendorf-West AG in zwei Bauabschnitten angelegt, zunächst erfolgte der Ausbau von der Fischerhüttenstraße bis zur Limastraße und dann bis zum Elvirasteig. Sie liegt im „Schriftstellerviertel“. 140px|GoethestraßeGünter-Pfitzmann-Platz () 30 × 35 × 45dreieckig Günter Pfitzmann (1924–2003), Schauspieler Der vorher unbenannte Platz zwischen Matterhornstraße, Wasgenstraße und Palmzeile erhielt am 8. April 2017 in Anwesenheit seiner Witwe Lilo Pfitzmann und seiner Söhne Andreas und Robert seinen Namen.Ehefrau und Nachbarn weihen Günter-Pfitzmann-Platz ein. In: Berliner Zeitung. 8. April 2017.140x140px|zentriert|Günter-Pfitzmann-PlatzGuernicaplatz () 90 × 70 × 70(Kreissegment) Gernika, Stadt im Baskenland (Spanien) Der vorher unbenannte Platz liegt an der Breisgauer Straße / Spanischen Allee. Von Westen mündet die Tewsstraße. Guernica wurde durch die im Spanischen Bürgerkrieg von Flugzeugen der deutschen Legion Condor erfolgte Bombardierung am 26. April 1937 und das mahnende Gemälde von Pablo Picasso bekannt. Die Benennung des Platzes erfolgte als Reaktion auf die 1939 bei der Rückkehr der Legion erfolgte Umbenennung der Spanischen AlleeHinweisschild am Guernicaplatz: „Die Stadt Guernica wurde von der deutschen Flugstaffel der Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg zerstört. Dieses Verbrechen forderte viele Opfer unter der Zivilbevölkerung. Die Spanische Allee erhielt ihren Namen anlässlich der Rückkehr der Legion Condor 1939.“ 140px|Berlin-Schlachtensee Guernicaplatz 140px|Berlin-Schlachtensee GuernicaplatzGuntersblumer Weg