Abraham Nilsen Hovland (* 27. Februar 1876 in Tønsberg;Kaptein Hovland og hans krypteringsmaskin in Hallo Hallo Nr. 121 (1/13), 29. Jahrgang, März 2013, S. 40. † 8. Mai 1957 in Oslo)Abraham Nilsen Hovland bei MyHeritage.de, abgerufen am 19. Dezember 2020.Hovland, Abraham Nilsen, marinekaptein (1876-1957) (norwegisch), abgerufen am 19. Dezember 2020. war ein norwegischer MarineoffizierSøknad fra pensjonert marinekaptein Abraham Nilsen Hovland bei Stortinget.no (norwegisch), abgerufen am 19. Dezember 2020. und Erfinder.
Leben Geboren als Sohn von Nicolai Bernhard Nilsen (1843–1912) und dessen Ehefrau Birgitte Marie Nilsen (* 1842), geb. Torgersen, hatte Abraham Nilsen Hovland sieben Geschwister. Er war verheiratet mit Sofie Nilsen Hovland, geb. Beylgaard, und wohnte in Melsomvik, heute ein Ortsteil von Sandefjord, und etwa ab 1910 in Christiania, wie die norwegische Hauptstadt Oslo in der Zeit von 1624 bis 1924 hieß.
Neben seiner Laufbahn als Marineoffizier war er als vielseitiger Erfinder tätig und erhielt zahlreiche Patente. Dazu gehörten höchst unterschiedliche Dinge, wie Signalübertragungsgeräte, Chiffriermaschinen, Flugzeuge und Fallschirme.
Darüber hinaus konstruierte Hovland die Torpedovisiereinrichtung, mit deren Hilfe am 9. April 1940, während des „Unternehmens Weserübung“ der Wehrmacht, also der deutschen Invasion Norwegens im Zweiten Weltkrieg, der Schwere Kreuzer Blücher der Kriegsmarine, nach Beschuss durch Küstengeschütze von der norwegischen Festung Oscarsborg, im Oslofjord durch zwei präzise treffende Torpedos versenkt wurde.Torpedosiktet brukt til a senke Blucher 9. april 1940 – konstruert av Abraham Nilsen Hovland bei Lop.no (norwegisch), abgerufen am 19. Dezember 2020.
Im Jahr 2013 wurde Hovland fälschlicherweise die „Ersterfindung“ einer Rotor-Chiffriermaschine bereits in der Zeit zwischen 1904 und 1910 zugeschrieben.Historical Rotor Machines „A Political Thriller?“ bei Uni Mainz (englisch), abgerufen am 19. Dezember 2020. Dies beruhte allerdings auf einer Fehlinterpretation eines seiner Patente, was inzwischen aufgeklärt wurde. Tatsächlich hatte Hovland im Jahr 1911 in den Vereinigten Staaten und im Deutschen Kaiserreich zwar ein Chiffriergerät zum Patent angemeldet, allerdings handelte es sich bei seiner Erfindung um keins mit polyalphabetischer Substitution, sondern um ein Gerät, das unterschiedliche monoalphabetische Substitutionen nutzte, die mithilfe von sechs Drehschaltern gewechselt werden konnten. Diese wurden wohl 2013 irrtümlich als Chiffrierwalzen interpretiert.2013 Cryptologic History Symposium „Tom Vidar Olsen: Holvand and the Invention of the Rotor Machine, 1904–1910“ (englisch), abgerufen am 19. Dezember 2020.
Die Ersterfinder einer Rotor-Chiffriermaschine bleiben damit die beiden niederländischen Marineoffiziere Theo van Hengel (1875–1939) und Rudolf Spengler (1875–1955) im Jahr 1915.Karl de Leeuw und Jan Bergstra (Hrsg.): The History of Information Security – A Comprehensive Handbook. Elsevier B.V., Amsterdam, Niederlande, 2007, S. 389, ISBN 978-0-444-51608-4.Tom Perera, Dan Perera: Inside Enigma. 2. Auflage, Radio Society of Great Britain (RSGB) 2019, S. 19, ISBN 978-1-910193-71-6.
Kapitän Abraham Nilsen Hovland wurde 81 Jahre alt.
Patente (Auswahl)
Weblinks Kaptein Hovland og hans krypteringsmaskin (norwegisch für: „Kapitän Hovland und seine Verschlüsselungsmaschine“) in Hallo Hallo Nr. 121 (1/13), 29. Jahrgang, März 2013, S. 40–43 PDF; 32 MB. 2013 Cryptologic History Symposium. PDF; 340 kB.
Einzelnachweise
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