Alea Aquarius ist eine Jugendbuch-Reihe von Tanya Stewner, die seit 2015 beim Verlag Friedrich Oetinger erscheint. Zentrales Thema ist die Zerstörung und Verschmutzung der Ozeane durch den Menschen und wie diese aufzuhalten ist. Die Hauptfigur Alea Aquarius gehört zu den letzten überlebenden „Meermenschen“, die entgegen dem Willen des Dr. Orion die Meermenschenzivilisation wieder auferstehen lassen möchte.

Basierend auf der ursprünglichen Reihe gibt es Hörbücher (teils adaptiert, teils ungekürzt). Tanya Stewner schrieb zudem gemeinsam mit Simone Hennig mehrere kurze Bücher für Leseanfänger, deren Handlung unabhängig von der der Haupthandlung ist. Seit spätestens Herbst 2019 ist eine Fernsehserie basierend auf den Büchern in Arbeit.

Alea Aquarius ist die dritte Buchreihe, die Tanya Stewner schrieb. Als erstes ihrer Reihenwerke richtet es sich an ein etwas älteres Publikum und wird vom Verlag als Jugendbuch klassifiziert. Claudia Carls zeichnet für alle Publikationen die Illustrationen und Vignetten.

Inhalt Die Handlung der Bücher für Leseanfänger ist nicht konsistent zur Handlung der Hauptreihe und wird im folgenden Abschnitt nicht berücksichtigt.

Handlung Ausgangspunkt der Handlung ist die verborgene Welt der Meermenschen. Die Meermenschen besitzen Eigenschaften, wie sie von Wassermenschen oder Nixen aus diversen insbesondere europäischen Mythologien bekannt sind: Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen, Kiemen zum Atmen unter Wasser, verbesserte Sichtfähigkeiten. Die Meermenschen leben in allen Meeren und Ozeanen und haben verschiedene magische Fähigkeiten und Objekte. Außerdem arbeiten sie mit den Magischen (Tieren) zusammen, magischen Meereswesen mit menschenähnlicher Intelligenz, die bestimmte Fähigkeiten haben. Doktor Orion erschuf elf Jahre vor dem Beginn der Handlung der Bände ein Virus, das innerhalb kürzester Zeit alle Meermenschen tötete; dass er der Erschaffer des Virus ist, wussten die Meermenschen jedoch nicht.

Alea wird während dieser Ereignisse von ihrer Mutter Nelani als einjähriges Baby an Marianne abgegeben; das Jugendamt lässt Marianne Alea behalten, da Nelani nicht aufzufinden ist. Ihre Mutter möchte sie damit vor dem Virus beschützen und rechnet für sich selbst damit, in Kürze umzukommen. Nelani erzählt Marianne daher, dass Alea Kälteurtikaria habe, eine seltene Krankheit, durch die die Haut allergisch auf kaltes Wasser reagiert. Alea wächst bei Marianne auf und lernt als wichtigste Regel, kaltes Wasser unbedingt zu vermeiden.

Der Ruf des Wassers Der Ruf des Wassers als exponierendes Werk befasst sich mit Alea, die entdeckt, dass sie ein Meermädchen ist. Sie und die anderen Alpha-Cru-Mitglieder Lennox, Ben, Tess und Sammy, die in der Funktion von Protagonisten oder wichtigen Nebenpersonen auftreten, treffen aufeinander.

Als eines Tages Marianne einen Herzinfarkt erleidet, lernt das Meermädchen die Alpha Cru, bestehend aus Ben und seinem kleinen Bruder Sammy sowie Tess, kennen. Trotz anfänglichen Zögerns verbringt sie ein Abendessen mit ihnen auf dem Schiff Crucis und tritt der Bande bei. Sie erhält den Bandennamen Aquarius (Wassermann, siehe auch unten). Sie besuchen zusammen Marianne im Krankenhaus, die nun erstmals offenbart, wie sie Aleas Pflegemutter geworden ist. Sie erlaubt Alea, sich der Alpha Cru vorerst anzuschließen. Die Crucis nimmt Kurs auf Holland, wo sie sich auf die Suche nach Aleas wahrer Herkunft machen wollen.

Während eines Sturms aktiviert Alea unwissentlich erstmals den Elvarion-Modus, welcher ihr Führungsstärke und logisches Denken ermöglicht. Dennoch verhält sie sich unvorsichtig und wird schließlich über Bord geworfen. Statt einem allergischen Schock zu erliegen, verwandelt sich Alea allerdings in ein Meermädchen. Sie bekommt Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen und Kiemen hinter den Ohren. Aus eigener Kraft schafft sie es zurück zum Boot. Alea entdeckt am darauffolgenden Tag ihre Fähigkeit, Gefühle im Wasser lesen zu können. Sie versucht, der Cru von ihren neugewonnenen Fähigkeiten zu berichten, kann sich aber nicht überwinden.

In Amsterdam hat Alea ihren ersten musikalischen Auftritt mit der Alpha Cru. Tess spielt auf ihrem Akkordeon, Sammy auf seiner Trommel, Alea auf mit Wasser befüllten Weingläsern und Ben auf seiner Gitarre, später auf dem Bass.

Tess beichtet den anderen, dass ihre Eltern nicht wissen, wo sie ist, die anderen haben jedoch Verständnis. Lennox lenkt später mit seinem Gitarrenspiel Aleas Aufmerksamkeit auf sich. Sie spürt instinktiv eine Verbindung zu ihm und folgt ihm; unter einer Brücke unterhalten sie sich das erste Mal richtig. Trotz Misstrauen und Spannung schließt Lennox sich der Alpha Cru an und erhält den Beinamen Scorpio (Skorpion, siehe auch unten).

Nachdem die Crucis Amsterdam verlässt, trifft Alea beim Schwimmen zum ersten Mal auf Wale, Finde-Finjas und Wasserkobolde. Weil Lennox sie aufgrund seines Beschützerinstinktes dabei beobachtete, kommt er mit dem Regen in Kontakt und wird wegen des noch unbekannten Virus schwer krank. Nachdem er erfolglos von einem holländischen Arzt untersucht wurde, macht Alea sich im Meer auf die Suche nach einem Heilmittel und findet Rofus, zunächst Rotfarn genannt, mit dem sie Lennox heilen kann. Alea vertraut Lennox ihr Meermädchensein an, und Lennox erzählt genauer von seinen Oblivionenfähigkeiten, deren Herkunft ihm unbekannt sind. Diese befähigen ihn zur Unauffälligkeit und der Gabe, andere Menschen Geschehnisse vergessen zu lassen.

Nachdem Marianne die genaueren Umstände von Aleas Adoption wieder einfallen, nimmt die Crucis Kurs auf Renesse, was aufgrund der Windstille mit Motor geschieht. Nur wenige Stunden später verhaken sich Plastikteile in der Schraube der Crucis, doch der Motor lässt sich nicht ausschalten. Ben will das Plastik mit einem Messer losschneiden, womit er sich in große Gefahr begibt. Als die Bande ihm folgt, lüftet sie Aleas Geheimnis. Alea holt mit einer Finde-Finja Wasserkobolde zur Hilfe, die die Situation entschärfen können. Die Kobolde meinen noch zu Alea, dass die Meermenschen fort seien. Alea erzählt den anderen die gesamte Wahrheit über sich.

In Renesse suchen die Freunde das Jugendamt auf, aber Alea merkt anhand ihrer Fähigkeiten, dass sie angelogen werden. Lennox nutzt wiederum seine Fähigkeiten, um die vorenthaltenen Dokumente zu lesen, muss aber abbrechen. Er findet lediglich heraus, dass Alea ein Geschwisterkind hat. Alea entdeckt am Strand einen gestrandeten, toten Wal, aus dessen Bauch eine Schneekugel zum Vorschein kommt. Diese fordert dazu auf, nach Loch Ness zu kommen, woraufhin sich die Alpha Cru auf den Weg macht.

Die Farben des Meeres In Die Farben des Meeres ist der zentrale emotionale Konflikt Aleas Beziehung zu Lennox, die sich durch die auftretende Geschwistervermutung verkompliziert. Äußerlich erreichen Alea und Lennox nach vielen Hindernissen endlich Rach Turana in Loch Ness, wo sie erste Informationen über die Meermenschenwelt im Allgemeinen sowie ihre Eltern im Speziellen erhalten.

Tess meint im Gespräch mit Alea, Lennox sei nicht in sie verliebt. Bei einem Tauchgang findet Alea durch eine Finde-Finja ein Rofusfeld, daneben ein verlassenes Meermenschendorf, welches von Skorpionfischen getarnt wird. Als eine Gruppe Schweinswale vorbeizieht, spürt Alea zum ersten Mal den Instinkt der Walwanderer (der Meermenschen-Stamm, dem sie angehört), mit den Tieren mitzuschwimmen, doch Ben kann sie gerade so noch davon abhalten. Nachdem Alea Ben gegenüber zugibt, dass sie in Lennox verliebt ist, rekonstruiert er, dass es möglich sei, dass die beiden Geschwister wären. Alea erfährt weiterhin von Marianne, dass sie nach dem Sommer eine neue Pflegefamilie bekommen soll, was sie schwer trifft, aber Sammy kann sie wieder aufmuntern.

Als Alea erneut das Meermenschendorf aufsuchen will, kommen ihr sogenannte Gretzer in den Weg. Lennox rettet sie von den Männern, die Giftmüll im Meer abladen, führt diese aber zurück zur Crucis. Da die Männer die Kinder bewaffnet angreifen, setzt Lennox zum ersten Mal seine Fähigkeit ein, Landgänger Dinge vergessen zu lassen. Er erzählt den anderen von seinen magischen Fähigkeiten. Alea überzeugt weiterhin Lennox, mit seinem Vater zu sprechen, woraufhin sie erfahren, dass Lennox' Mutter Xenia eine Postkarte aus Schottland schickte; ein Hinweis auf deren Aufenthalt am Loch Ness.

Die Cru erreicht Edinburgh. Wegen finanzieller Probleme bietet sich Tess trotz ihrer Unsicherheit an, ihr eigenes Geld vom Schiff zu holen. Auf dem Rückweg wird sie jedoch von Möwen angegriffen – vor denen sie panische Angst hat – und der Barmann eines Pubs, welchen Alea zuvor als Meermensch identifizierte, rettet sie. Er bekommt jedoch er kurz darauf Fiebersymptome und stirbt fast an dem für Alea nicht bekannten Virus. Tess fühlt sich sehr unsicher, da sie sich für den Beinahetod des Mannes verantwortlich fühlt und außerdem sich für viel ängstlicher als die anderen Bandenmitglieder hält. Die anderen widersprechen dem jedoch und betonen ihren außergewöhnlichen Mut. Als Tess' Mutter sie wieder anruft, fliegt Tess auf und rechnet damit, die Crucis verlassen zu müssen. Damit Alea und Lennox so schnell wie möglich nach Loch Ness kommen, trennen sie sich von den anderen und nehmen den Landweg.

In Edinburgh verdienen Alea und Lennox zwar viel Geld mit Straßenmusik, werden aber deswegen von einer Straßengang angegriffen. Alea aktiviert unwissentlich den Elvarion-Modus und gibt den Jungen das Geld. Obwohl sich Alea und Lennox aussprechen und so nahe kommen wie nie zuvor, vermeidet es Alea aus gegebenen Gründen, den letzten Schritt zu gehen. Am nächsten Morgen versuchen sie, mit einem Zug schwarz nach Norden zu fahren, werden jedoch bemerkt und müssen aus dem Zug springen. Zu Fuß erreichen sie einen Fluss. Obwohl Lennox Alea küssen möchte, vermeidet sie es und erzählt ihm von ihrer Geschwistervermutung. Als Lennox und Alea am nächsten Tag in einem Dorf vergeblich nach Essen betteln, versuchen sie, aus dem Müll zu stehlen, werden daraufhin vom Hund des Restaurantbesitzers verfolgt. Im Fluss schafft es Alea, erneut im Elvarion-Modus Zavana Ravanda zu schicken und wird von Isibellen („Bachgeistern“) gerettet. Auch diese können ihr nicht erklären, was mit den Meer- und Flussmenschen geschah.

Die beiden erreichen Loch Ness, wo sich am Seeufer ein magischer Tunnel zum Seegrund bildet. Alea und Lennox betreten am Grund von Loch Ness die Meerstadt Rach Turana, wo sie von Artama begrüßt werden, einer der letzten überlebenden Meerfrauen. Die beiden erfahren die wichtigsten Dinge über die Meerwelt, das Virus und die überlebenden Meerkinder, auch, dass Lennox und Alea tatsächlich nicht verwandt sind. Daraufhin beginnen Alea und Lennox eine Beziehung. Zusätzlich erfahren sie, dass Alea eine Elvarion ist, welche dazu bestimmt sind, die Meerkinder ihrer Generation anzuführen. In der Bibliothek von Rach Turana erhält Alea eine Botschaft von ihrem Vater Keblarr, der sich in Island vor dem Virus gerettet hatte. Außerdem habe sie eine Zwillingsschwester namens Anthea. Für Lennox hat Xenia eine Nachricht aufgenommen, sie liegt aber zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits im Sterben. Die Crucis erreicht den Loch Ness und überraschenderweise darf Tess auf dem Schiff bleiben. Sie nehmen Kurs auf Island, um Keblarr aufzusuchen.

Das Geheimnis der Ozeane Im Geheimnis der Ozeane steht auf der inneren Seite das Liebesdreieck Lennox-Alea-Tess im Zentrum. Auf der äußeren Seite findet Alea ihren Vater, und Doktor Orion tritt auf, welcher in einer fundamentalen Wendung als zentraler Antagonist eingeführt wird.