Das Einsatzmodul Flood rescue using boats (FRB) ist eine im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens zur Abwehr von Hochwasserkatastrophen gebildete Einheit.

Die Einheit in Deutschland Gestellt wird diese Einheit in Deutschland durch eine Kooperation des Technischen Hilfswerks (THW) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Das Modul ist zur Hilfeleistung innerhalb der EU, bei entsprechend vorliegenden Voraussetzungen auch außerhalb der EU für EU-Hilfeleistungen, einsetzbar.

Laut DLRG wurde die Einheit zu Beginn 2026 als WSAR (Water Seach and Resceu) in eine DLRG eigene Einheit überführt.

Aufgabenspektrum Das Aufgabenspektrum und die notwendigen Kapazitäten werden vom Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union definiert. Sie umfassen: Bergungs- und Rettungseinsätze mit Booten bei Überschwemmungen Such- und Rettungsaktionen zu Wasser in städtischen und ländlichen Gebieten Bereitstellung lebensrettender Hilfe und lebenswichtiger Bedarfsgüter in überschwemmten Gebieten Fähigkeit zur Kombination von Rettungsmaßnahmen mit Lufteinsätzen (Hubschrauber und Flugzeuge)

Anforderungen an die Einheit mini|Symbolbild: DLRG-Einsatz bei Hochwasser Die Anforderungen an des FRB-Modul wird ebenfalls vom Katastrophenschutzverfahren geregelt: Das Modul verfügt über mindestens fünf Boote und muss mindestens 50 Menschen (zusätzlich zum Personal des Moduls) gleichzeitig transportieren können. Die Boote sollten auch unter kalten klimatischen Bedingungen eingesetzt werden können und stromaufwärts eine Geschwindigkeit von mindestens zehn Knoten erreichen. Die Einsatzbereitschaft muss rund um die Uhr für zehn Tage gesichert sein.

Besetzung der Einheit Das Modul muss mindestens über fünf Boote verfügen. Das deutsche Modul umfasst etwa 40 Helferinnen und Helfer mit 15 Fahrzeugen und elf Booten. Das belgische Modul umfasst 32 Personen und sechs Boote.

Die Einheit in Österreich Seit 2024 gibt es eine Einheit der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR), den Bundes-Wasserrettungszug, welcher Teil dieses Einsatzmodules ist. Diese Einheit besteht unter anderem aus:

11 Fahrzeuge (darunter Mannschaftsfahrzeuge, Boote und Hänger) 197 Freiwillige Mitglieder, in den Einsatz gehen 38 Ausrüstung (Auswahl): Zelte, Notstromaggregate, Feldküche, Sanitäranlagen, Boote, Tauchequipment

Die Ausrüstung wird aus den ÖWR Landesverbänden aus Kärnten, Salzburg, Tirol, Wien und Vorarlberg gestellt. Die Einheit wird von der EU aus über das BMI koordiniert und angefordert.

Der Bundes-Wasserrettungszug soll bis Sommer 2025 eine vollständig Zertifizierte Einheit werden.

Weblinks EU Modul „Flood Rescue using Boats“ (FRB) auf der Seite der DLRG Bericht zur gemeinsamen Ausbildungsveranstaltung 2017 von DLRG und THW FRB-Modul des belgischen Zivilschutzes Durchführungsbeschluss der Kommission vom 16. Oktober 2014 Evaluation Study of Definitions, Gaps and Costs of Response Capacities for the Union Civil Protection Mechanism

Einzelnachweise

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