Reich-Volksordnung-Lebensraum (RVL) mit dem Untertitel «Zeitschrift für völkische Verfassung und Verwaltung» erschien von 1941 bis 1943 als geopolitisches und verwaltungswissenschaftliches Organ des Reichsforschungsrates.

Themen Themenschwerpunkte waren die Neustrukturierung der eroberten Länder, die Rassenpolitik und in Sachfragen verpackte interne Positionskämpfe der SS-Staatswissenschaft. Die Zeitschrift diente nicht der Indoktrination breiterer Schichten oder als Diskussionsforum für Staats- und Verwaltungsrechtler, sondern vor allem der Selbstverständigung der Führungszirkel der SS-Juristen.Michael Stolleis: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland: Weimarer Republik und Nationalsozialismus. C.H.Beck 2002, ISBN 3-406-48960-5, S. 309.

Programmatisch sollte die RVL nationalsozialistische Europapläne erläutern und die praktischen und wissenschaftlichen Anforderungen unter einheitlichen Leitgedanken erörtern, die die völkische Großraumordnung des gemeinsamen Lebensraumes mit sich brächte.Martin Moll, Heinz P. Wassermann: Reich, Volksordnung, Lebensraum. S. 2119.

Nachdem der Kriegsverlauf 1943 jede Großraumplanung obsolet gemacht hatte, wurde die Zeitschrift eingestellt.Martin Moll, Heinz P. Wassermann: Reich, Volksordnung, Lebensraum. S. 2124.

Literatur Martin Moll, Heinz P. Wassermann: Reich, Volksordnung, Lebensraum. In: Handbuch der völkischen Wissenschaften: Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Hrsg.: Michael Fahlbusch, Ingo Haar, Alexander Pinwinkler, De Gruyter 2017, ISBN 978-3-11-043891-8, S. 2118–2124.

Einzelnachweise

Kategorie:Verwaltungsfachzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Ersterscheinen 1941 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1943 Kategorie:Deutschsprachige Zeitschrift