Nina Ansari (geboren 1981 in Teheran) ist eine deutsch-iranische bildende Künstlerin.
Leben & Werk Nina Ansari schuf ein umfangreiches Œuvre von Installationen über Malerei und Skulptur, Zeichnungen, Drucke und Fotografie. Sie kam als Vierjährige mit ihrer Familie aus dem Iran nach Deutschland, wo sie aufwuchs und ihr Abitur machte. Danach entschied sie sich, Kunst zu studieren. 2002 nahm sie ihr Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main auf, wo sie Malerei und Fotografie studierte und den Schwerpunkt Experimentelle Raumkonzepte wählte. Seitdem beschäftigt sie sich in ihrer Kunst mit den Medien Fotografie, Film, Installation und Malerei. Während ihres Studiums hielt sie sich von 2007 bis 2008 in Barcelona im Rahmen eines Erasmus-geförderten Programms auf und vertiefte dort ihre Kenntnisse an der Faculty of Fine Arts Barcelona bei Professor Manolo Laguillo.
Nach dem Hintergrund zu der im Rahmen ihrer Diplomarbeit entstandenen Installation „War, Bedeutungsträger, Der Krieg“ gefragt, antwortete sie: „Mir war es damals nicht bewusst, dass ich mich mit den Erlebnissen im Iran auseinandersetzte. Ich wollte den Krieg aus meiner Sicht oder Perspektive von heute visualisieren. Allein aus meiner Erinnerung heraus.“
In den Jahren 2011 bis 2012 erhielt sie ein zweimonatiges Stipendium als Artist in Residence in Kapstadt. Dort entstand die Fotoserie I carry no Ca$h. Maximiliane Kolle wertete ihre aus ihrem Apartment aufgenommenen Fotografien von Passanten folgendermaßen: „Als Fotografin nahm sie sich zurück, um unbemerkt die Schönheit und auch die Gefahr festzuhalten. Resümierend kann man die Serie als eine Art visuelles Tagebuch verstehen.“ Die Fotoserie wurde 2018 in der Ausstellung GELD – WAHN – SINN 2018 in der Stiftung Reinbeckhallen Sammlung für Gegenwartskunst gezeigt.
Sie ist Mitglied des diversen Kunstnetzwerks SALOON Berlin; in dem einführenden Text über ihr Œuvre wird festgestellt, dass sie „an eine Tradition iranischer Künstlerinnen wie Shirin Neshat oder Parastou Forouhar erinnert.“
Im Laufe ihrer Karriere stellte sie mehrfach allein, aber auch in Gruppen aus. Ihre Werke waren unter anderem in Berlin, Riga und Chihuahau (Mexiko) zu sehen.
Seit 2019 erhält sie eine Atelierförderung vom Berufsverband bildender Künstler*innen Berlin e.V.
Ausstellungen (Auswahl) 2006 Fashiontype, Mode und Schrift, Klingspor Museum, Offenbach am Main 2011 Festiwalla, Haus der Kulturen der Welt, Berlin 2012 War, Galerie Kollaborativ, Berlin (Einzelausstellung) 2013 Anonymous Drawings, Temporary Art Centre, Eindhoven 2013 Rebel in Paradise, Aquabit Galerie und Kunstundhelden, Berlin (Einzelausstellung) 2013 Pophits & Alptraum, Halle für zeitgenössische Kunst, Offenbach am Main 2013 Anonymous Drawings, Kunstverein Tiergarten, Berlin 2014 Alptraum, Maribor Art Museum, Maribour 2014 Front, uqbar, Berlin (Einzelausstellung) 2015 Saloon, Sexauer Gallery, Berlin 2015 Raumschwärmer, SoundCloud, Berlin (Einzelausstellung) 2016 Pseudoscienza, Jan Arnold Gallery, Museumsquartier, Wien 2016 Identity’s Rule of Three, Marie-Laure Fleisch Gallery, Brüssel 2017 Drawing from the Future, 21er Haus Museum für zeitgenössische Kunst, Wien 2018 Geld Wahn Sinn, Reinbeckhallen Sammlung für Gegenwartskunst, Berlin 2018 Black Box, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken 2018 A word is worth a thousand images, Berlin Blueart, Berlin 2018 Akroma, Museum Arsenals of Riga, Lettland 2019 Wort zu Bild, Haus am Lützowplatz, Berlin 2019 Alptraum, Fine Art Complex 1101, Tempe, Arizona 2019 Alptraum, La Estacion Arte Contemporaneo Gallery, Chihuahua 2019, CHIMERA, Bern 2020 Alptraum, TAM Torrance Art Museum, Torrance
Weblinks Website (Eigene Seite) Stiftung Reinbeckhallen Sammlung für Gegenwartskunst Artfacts artatberlin
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Berlin) Kategorie:Iranischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Deutscher Kategorie:Iraner Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Frau