Das Adams-Oliver-Syndrom ist eine sehr seltene autosomal-dominante vererbliche Erkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch Besonderheiten im Bereich des Schädels und der Extremitäten. Die Ausprägung der einzelnen Symptome kann bei betroffenen Menschen sehr unterschiedlich sein.

Symptome Im Einzelnen können auftreten:

Symptome im Bereich des Kopfes lokalisierte Hypotrichose (außer Kopfhaut) Ossifikationsstörung des Schädels Porenzephalie/Schizenzephalie assoziiert mit der Aplasia cutis congenita

Störungen der ZNS-Funktion und visuellen Systems auffälliges EEG mentale/psycho-motorische Retardierung muskuläre Hypertonie/Rigidität/Spastik Epilepsie Enzephalozele/Exenzephalie Hemiplegie/Hemiparese

Strabismus (Schielen) Mikrophthalmie Fehlbildung des Sehnervs und der Papille des Sehnerven

Veränderungen der Gliedmaßen Fehlbildung der Mittelhand Fehlbildung des mittleren Strahls/Spalthand ungleichmäßige Länge/Form der Finger Syndaktylie der Finger kurze Hände/Brachydaktylie kleine oder fehlende Fingernägel

kurzer Fuß/Brachydaktylie der Zehen Hohlfuß Klumpfuß/Knickfuß kleine oder fehlende Zehennägel

Sonstige angeborene Herzerkrankung Fehlbildung des Herzseptums Fallot-Tetralogie überzählige/akzessorische Mamillen (Brustwarzen) Frühgeburtlichkeit Cutis marmorata teleangiectatica congenita

Literatur F. M. Adams, C. P. Oliver: Hereditary deformities in man due to arrested development. In: J. Hered. 1945, 36, S. 3–7.

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