mini|hochkant|Yoshioka Yayoi, 1931 Yoshioka Yayoi (, Kyūjitai: , wirklicher Name: Washiyama Yayoi (); geboren 29. April 1871Bei der häufig zu findenden Angabe 10. März handelt es sich nicht um eine Angabe nach dem gregorianischen Kalender. in Hijikata (heute: Kakegawa), Provinz Tōtōmi (heute: Präfektur Shizuoka); gestorben 22. Mai 1959 im Stadtbezirk Setagaya Präfektur Tokio) war eine japanische Ärztin, Pädagogin und Frauenrechtsaktivistin. Sie gründete 1900 die Tokyo Women’s Medical University (), die erste medizinische Hochschule für Frauen in Japan. Sie war Trägerin des fünften Verdienstranges. Außerdem wurde sie mit der Ehrenmedaille am grünen Band als Persönlichkeit mit besonderem sozialen Engagement geehrt.
Leben und Schaffen mini|hochkant|Yoshioka Yayoi um 1941 Sie wurde 1871 als Tochter des Arztes für chinesische Medizin Yosai Washiyama geboren. 1889 zog sie nach Tokio und besuchte die Saisei-Gakusha () (heute: Nippon Medical School), eine der ältesten medizinischen Privatschulen.
1889 bestand sie als 27. Japanerin die medizinische Zulassungsprüfung des Ministeriums für Innere Angelegenheiten. Da ihre Aussichten zu jener Zeit als Medizinerin in Japan zu praktizieren gering waren, arbeitete sie tagsüber und unterrichtete abends Deutsch an der Schule Tokio Shisei Gakuin (). Im selben Jahr heiratete sie Arai YoshiokaLinda Johnson gibt im Artikel der Encyclopedia.com abweichend den Namen Arata Yamada an.Arai starb 1922 an Diabetes., den Leiter der Schule. Am 5. Dezember 1900 gründete sie die Tokyo Women’s Medical School.1998 umbenannt in Tokyo Women’s Medical University. Bis 1912 erhielten die Absolventinnen kein Examen und durften auch nicht praktizieren. 1920 wurde die Ausbildungsstätte vom Kultusministerium (Mombu-shō) als Schule anerkannt.
Yayoi war ihr gesamtes Leben lang stets politisch aktiv. Sie setzte sich für die Verbesserung der gesellschaftlichen Stellung von Frauen und für Sexualerziehung ein. 1928 nahm Yayoi als Vertreterin des japanischen Ärztinnenverbandes () an der Pan-Pacific Women’s Conference in Honolulu teil. 1933 wurde sie in den Untersuchungsausschuss für soziale Erziehung des Kultusministeriums () berufen. 1937 dann wurde sie Mitglied des beratenden Erziehungsausschusses der japanischen Regierung. Während des Krieges war Yayoi Vorsitzende der Tokio Fujinkai (, etwa: Tokioter Frauenverband) und in der Aikoku fujinkai (, etwa: Verband patriotischer Frauen) aktiv.
1955 wurde Yayoi mit dem Orden der Edlen Krone (4. Klasse) ausgezeichnet. Sie starb zuhause in Setagaya im Alter von 88 Jahren.
Postum wurde sie 1959 mit dem Orden des Heiligen Schatzes geehrt. 1977 sendete NHK die Fernsehserie Sakura sakura (), die Yayois Leben und Schaffen zum Gegenstand hat. Die Japan Medical Women’s Association benannte nach ihr den Yoshioka-Yayoi-Preis,. Im September 2020 war ihr Konterfei zusammen mit dem von Naruse Jinzō und Tsuda Umeko auf der 80 Yen Sondermarke abgebildet. Auf dem Campus in Kawada erinnert ein nach ihr benannter Vorlesungssaal an Yayoi. In Kakegawa wurde im November 1998 ein Museum, das Kakegawa-shi Yoahioka Yayoi kinenkan () zum Gedenken an ihr Leben und Schaffen eröffnet.
Yayoi hatte zwei ältere Brüder und einen Sohn namens Hiroto (1902–1991).
Am 23. November 1999 wurde der Asteroid (6199) Yoshiokayayoi nach ihr benannt.
Werke 1900 Wabun dokuyaku doitsu sakubun dokushū (, etwa: Japanisch-deutsche Übersetzung, Deutsch schreiben im Selbststudium) 1912 Fujin no eisei (, etwa: Hygiene für Frauen) 1915 Katei no eisei (, etwa: Hygiene im Haushalt) 1916 Kateikango no shiori (, etwa: Ratgeber für die Hauspflege) 1917 Nichijō eisei wakaki fujin no kokoroe (, etwa: Ratgeber zu täglichen Hygiene für junge Frauen) 1919 Kekkon yori ikuji made (, etwa: Von der Hochzeit zur Kinderpflege) 1919 Katei eisei fujin isshō no kokoroe (, etwa: Ratgeber für das Leben der Frauen zur Hauspflege) 1921 Watashi no jikkenshitaru anzan to ikuji () 1925 Katei ni okeru kango no chishiki (, etwa: Pflegekenntnisse für den Haushalt) 1936 Joi no shōrai to shishimei (, etwa: Zukunft und Aufgaben der Medizinerinnen) 1937 Kuru mono no tame ni (, etwa: Der kommenden (Dinge) wegen) 1938 Haha no kyōiku ninshin yori ikuji made (, etwa: Mütterliche Erziehung – von der Schwangerschaft zur Kinderpflege) 1939 Ninshin to anzan no kokoroe (, etwa: Ratgeber für die Schwangerschaft und eine leichte Entbindung) 1941 Josei no shuppatsu (, etwa: Aufbruch der Frauen) 1952 Kono jūnenkan Yayoi Yoshioka shōden (, etwa: Die (letzten) 10 Jahre Biografie von Yayoi Yoshioka)
Anmerkungen
Literatur
S. Noma (Hrsg.): Yoshioka Yayoi. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1761.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Frauenrechtler (Japan) Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Trägerin des Ordens der Edlen Krone Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1959 Kategorie:Frau Kategorie:Person (Präfektur Tokio)