Die 13. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften fanden am 5. März 1966 in der Kieler Ostseehalle statt.

Wettbewerbe Gelaufen wurde wie vor zwei Jahren, als die Veranstaltung ebenfalls in der Kieler Ostseehalle, stattgefunden hatte, auf einer 150 Meter langen Rundbahn. Die Länge der Sprintstrecke war ebenfalls wie 1964 für Frauen und Männer entsprechend der Möglichkeiten der Anlage mit 50 Metern um 10 Meter kürzer als im Vorjahr in der Stuttgarter Killesberghalle. Auch der Hürdensprint fand für beide Geschlechter über 50 Meter – 10 Meter weniger als 1965 – statt.

Der im Vorjahr zum ersten Mal für Frauen und Männer ausgetragene 200-Meter-Lauf verschwand 1966 und auch 1967 zunächst wieder aus dem Wettbewerbsprogramm, bevor er ab 1968 ständiger Bestandteil von Deutschen Hallenmeisterschaften wurde.

Das Frauenprogramm war wie auch bei den Freiluftveranstaltungen in diesen Jahren noch deutlich eingeschränkt. Im Bereich Lauf wurden mit den Rennen über 50 und 400 Meter diesmal wieder nur zwei Kurzstrecken durchgeführt. Auch der Hürdensprint wurde wieder angeboten. Außerdem gab es mit dem 800-Meter-Lauf als Mittelstrecke und mit der 4-mal-1-Runde-Staffel als Staffel im Bereich Lauf nur noch zwei weitere Frauendisziplinen. Es wurden weder eine Langstrecke noch eine Langstaffel ausgetragen, die bei den Männern im Gegensatz dazu über 3-mal 1000 Meter als zweiter Staffelwettbewerb schon seit 1955 Teil des Wettbewerbskatalogs war.

Im Bereich Sprung wurden der Stabhoch- und Dreisprung für Frauen erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm aufgenommen und wurden somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften für Frauen nicht angeboten.

Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung50 m Jürgen Schneider (SV Bayer 04 Leverkusen) 5,8 s Heinz Schumann (Werder Bremen) 5,8 s Jürgen Schröter (SC Charlottenburg) 5,8 s400 m Jörg Jüttner (VfL Wolfsburg) 49,7 s Leonhard Händl (TV 1861 Ingolstadt) 50,0 s Lutz Thielen (Flensburg 08) 50,9 s800 m Arnd Krüger (CSV 1910 Krefeld) 1:50,0 min Herbert Missalla (TSV Bayer Dormagen) 1:50,3 min Jochen Vollbehr (Holstein Kiel) 1:52,9 min1500 m Klaus Prenner (DJK Würzburg) 3:50,4 min Manfred Lubba (Recklinghäuser LC) 3:52,4 min Urs Lufft (KSV Hessen Kassel) 3:54,5 min3000 m Werner Girke (VfL Wolfsburg) 8:05,8 min Peter Kubicki (SC Charlottenburg) 8:06,0 min Wolfgang Zur (Rot-Weiß Wuppertal) 8:07,0 min50 m Hürden Hinrich John (Hannover 96) 6,7 s Hans Nerlich (Flensburger TB) 6,9 s Rolf Wiesenmüller(Osnabrücker Turnerbund) 7,0 s4 × 400 m 3:15,9 min 3:18,1 min 3:22,1 min3 × 1000 m 7:23,4 min 7:32,2 min 7:35,0 minHochsprung Wolfgang Schillkowski (TB Wülfrath) 2,10 m Carsten Meyer (Hamburger SV) 1,98 m Helmut Grolmann (Rot-Weiß Oberhausen) 1,98 mStabhochsprung Reiner Liese (KSV Hessen Kassel) 4,80 m Claus Schiprowski(SV Bayer 04 Leverkusen) 4,70 m Heinfried Engel (SV Siemens Nürnberg) 4,50 mWeitsprung Armin Baumert (SV Bayer 04 Leverkusen) 7,72 m Hermann Latzel (OSV Hörde) 7,63 m Joachim Eigenherr (TG Höchst) 7,62 mDreisprung Michael Sauer (USC Mainz) 16,02 m Günter Krivec (USC Mainz) 15,45 m Günter Zeiß (KSV Hessen Kassel) 15,31 mKugelstoßen Heinfried Birlenbach (Sportfreunde Siegen) 17,85 m Wolfgang Reiß (Osnabrücker TV 61) 16,98 m Werner Heger (USC Heidelberg) 16,90 m

Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung50 m Dorothee Sander (TuS 04 Leverkusen) 6,4 s Hannelore Trabert (OSC Berlin) 6,5 s Renate Meyer (Hannover 96) 6,5 s400 m Helga Henning (Hamburger SV) 58,6 s Christine Linz (Düsseldorfer SC 99) 59,1 s Maria Strickling (OSC Waldniel) 59,4 s800 m Karin Kessler (LG Alstertal-Garstedt) 2:13,3 min Antje Gleichfeld (LG Alstertal-Garstedt) 2:14,1 min Anni Pede (OSC Waldniel) 2:14,6 min50 m Hürden Inge Schell (TSV 1860 München) 7,2 s Gudrun Gülck (Hamburger SV) 7,3 s Ursula Wagner (MTV Braunschweig) 7,5 s4 × 1 Runde(1 Runde ≙ 150 m) 1:16,2 min 1:17,2 min 1:18,8 minHochsprung Ilia Hans (Stuttgarter Kickers) 1,67 m Marlene Schmitz-Portz (ASV Köln) 1,61 m Brigitte Geyer (TV Cannstatt) 1,61 mWeitsprung Heide Rosendahl(TSV Schwarz-Weiß Radevormwald) 6,25 m Dorothee Sander (TuS 04 Leverkusen) 6,20 m Hilde Schubert (SC Tegeler Forst) 6,12 mKugelstoßen Marlene Klein (Euskirchener SC) 15,74 m Liesel Westermann (Hannover 96) 14,88 m Brigitte Berendonk (USC Heidelberg) 14,28 m

Literatur Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Presseausschuß des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Hrsg.), Jahrbuch der Leichtathletik 1966, S. 115ff, Berlin-Charlottenburg, Verlag Bartels & Wernitz 1966

Weblinks Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB) Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de

#1966 Kategorie:Leichtathletikveranstaltung 1966 Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Kiel