mini|Victor Shtivelberg vor seiner Galerie, 2017 Victor Shtivelberg (* 1960 in Odessa, Ukrainische SSR) ist ein in der ehemaligen Sowjetunion geborener Maler und Bildhauer.
Leben mini|Dialog, Öl auf Leinwand, 2007 mini|Lindauer Engel, Öl auf Leinwand, 2009 mini|hochkant|Ritter des Mondes, Gouache auf Papier, 1992 mini|hochkant|In guter Gesellschaft, Tusche auf Papier, 1997
Victor Shtivelberg wuchs als ältestes von zwei Kindern auf. Nach der Schulzeit nahm er ein Maschinenbaustudium auf. Während seiner Militärzeit entwickelte er autodidaktisch seine zeichnerischen und malerischen Fertigkeiten. Nach Ende der Militärzeit heiratete er und begann ein Kunststudium, die Ehe wurde später geschieden. Nach der bestandene Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule Odessa studierte er das Fach „Kunst und Grafik“ und beendete sein Studium 1987 mit einem Diplom.Ninelle Shtivelberg (Hrsg.): Victor Shtivelberg. Lindau, Pashmin Art Management, 2008. ISBN 3-9810115-5-4, S. 3–7 Die Perestroika veränderte ab 1986 die sozialen und politischen Bedingungen für die Künstler positiv, da sie nicht mehr wie zuvor dem Stil des Sozialistischer Realismus verpflichtet waren.Kunst der Glasnost-Zeit, Farbtupfer der Wahrheit tagesspiegel.de Diese Veränderungen ermöglichten Shtivelberg, seine Bilder öffentlich auszustellen und zu verkaufen.
Die ersten 30 Lebensjahre verbrachte Shtivelberg in seiner Heimatstadt Odessa, bis er 1991 nach Israel auswanderte und nach Safed zog, 2001 übersiedelte er nach Kanada und 2003 nach Deutschland ins hessische Dreieich. Einige Jahre später ging er nach Meersburg, die Heimat seiner Vorfahren, und eröffnete dort eine Galerie. 2007 ließ er sich in Lindau am Bodensee nieder,In Lindau ist Viktor Shtivelberg endlich angekommen schwaebische.de, 22. Oktober 2007, abgerufen am 12. Dezember 2020 wo er ebenfalls eine eigene Galerie gründete. 2009 nahm Shtivelberg an der caritativen Kunstauktion zugunsten der NCL-Stiftung für Kinderdemenz teil.LebensKünstler, 9. Februar 2009 Hamburg Marriott Hotel Sein Aufenthalt im Bodenseeraum spiegelt sich in den Werken, die ab dieser Zeit entstanden sind.
Werk Seinen eigenen Stil bezeichnet Shtivelberg als „transkriptiven Realismus“ und bezieht sich damit auf die „innere Realität“. Der Begriff „transkriptiv“ (von lateinisch trans = „hinüber“ und scribere = „schreiben“) konkretisiert für ihn das Phänomen, dass Bilder der inneren Imagination auf der Leinwand Gestalt annehmen. Shtivelbergs Werke sind in der Wahl ihrer Farben und Motive zwar fantasievoll und stellenweise surreal, bleiben jedoch stets der Gegenständlichkeit verpflichtet.https://issuu.com/top.magazin/docs/top-magazin-bodensee-fruehjahr-2017/97
Shtivelberg lädt in seinen Bildern Personen, Gegenstände, Landschaften mit symbolischen Bedeutungen auf, und er bevölkert gelegentlich seine Leinwände mit Riesen, Engeln und anderen Phantasiewesen.Chr. zu Mecklenburg: Das unergründliche Wesen Mensch. In: General-Anzeiger, Feuilleton, vom 20. September 2019 Seine südlichen Landschaftsbilder mit ihren Zypressenhainen und Landgütern spiegeln die vielfältig wechselnden Lichtstimmung der mediterranen Welt wieder.
Shtivelberg arbeitet als Graphiker und als Maler. Eine seiner bevorzugten Maltechnik ist die Pastellmalerei. Außerdem verwendet er sowohl Gouache- als auch Aquarellfarben. Während seiner Zeit in Israel entstanden einige Monumentalwerke im privaten und im öffentlichen Raum, sowie Keramiken und Schmuckstücke.
Ausstellungen (Auswahl) Von 1987 bis 1991 stellte Shtivelberg in der Sowjetunion, wie Odessa, Kiew, Moskau und Vilnius, sowie später in Japan, Großbritannien, Finnland, Ungarn, den USA und der Art Zürich aus.
Einzelausstellungen 2005: Balance. Galerie Windbraut, Bensheim 2007: Der geöffnete Käfig. Stadtgalerie Dreieich 2011: 25 KunstVolle Jahre. Fürstenlager, Bensheim-Auerbach 2012: Galerie Art Mathieu, Olten, Schweiz 2013: Kunst-Hingabe-Passion. 3 Galerien in Lindau 2014: Fremd und Vertraut. Münchner Künstlerhaus, München 2018: Melodie der Seele. Sinnterieur, Sinn 2019: Watching & Listening. Galerie Paque, BonnRheinland: Victor Shtivelberg in Bonn, Malte Sonnenfeld in Köln NRWision, abgerufen am 12. Dezember 2020
Gruppenausstellungen 1990: Minimalist Show, Toronto 1991: Galerie Art-X, New York 1991: Museum of Modern Art, Yokohama, Japan 1991: Biennale of Graphic Arts, Budapest 1992: Gordon tGallery, Tel-Aviv 1995: Exhibition of Jewish Art, Paris; Exhibition of Jewish Art, Nizza 1997: Art Expo California, Los Angeles 1999: Museum of Modern Art, Buenos Aires 1997–2000: Art Expo N. Y., New York 2001: Ramat-Gan Art Museum, Israel 2001: Jewish Culture Center, Paris 2007: Xtreme Opposition Against Genocide. Royal Gallery, Los Angeles 2009: Große Kunstausstellung, Schloss Lautereck, Sulzbach/Murr 2009: Kulturlichter Schönbühl 2009, Bodensee-Residenz, Lindau 2014: Maler Odessas-Selbstporträts. Museum of Western and Estern Art, Odessa, Ukraine 2012: Contemporary Istanbul, Istanbul 2016: Art Ankara, Ankara 2017: Art Busan, Busan, Korea 2018: Metamorphose mit Varianten. BBK Galerie, Frankfurt am Main 2018: G-Seoul, Seoul, Korea
Preise 2000: 1. Preis beim Nationalwettbewerb „Jerusalem-2000“ in Israel 2009: Preisträger beim Internationalen Wettbewerb von Cellcom Israel „Israelischer Akzent“
Werke in Sammlungen Odessa Fine Art Museum, Ukraine Odessa Museum of Western and Estern Art, Ukraine Museum of Modern Art, Yokohama, Japan Museum of Modern Art, Buenos Aires Bell Gallery, Toronto
Private Sammlungen in USA, Kanada, Großbritannien, Italien, Niederlande, Russland, Ukraine, Israel, Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, Liechtenstein
Literatur Ninelle Shtivelberg (Hrsg.): Victor Shtivelberg. Lindau, Pashmin Art Management, 2008. ISBN 3-9810115-5-4.
Weblinks
Website von Victor Shivelberg Vernissage Victor Shtivelberg Galerie Gabriele Paqué, archiviert vom Original am 29. September 2020 Victor Shtivelberg, Fremd und vertraut; Ausstellung Münchner Künstlerhaus
Einzelnachweise
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