Emil Flurschütz (* 28. Oktober 1904;Wilhelm Kneule: Kirchengeschichte der Stadt Bayreuth: Das 19. und 20. Jahrhundert 1810-1970 Verlag Degener, Neustadt an der Aisch 1973, S. 206. † 1995) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher.

Leben und Wirken Als ältester Sohn des Land- und Gastwirts Louis Otto Flurschütz (s.a Liste ehemaliger Brauereien in Bayern) und dessen Frau Christiana wuchs Flurschütz in einer streng lutherischen Familie in Westheim bei Haßfurt (Unterfranken) auf. Das Studium der Theologie absolvierte er in Erlangen, Rostock und Heidelberg. Seit 1923 gehörte er der Burschenschaft der Bubenreuther Erlangen an.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 122. Er bekleidete neben verschiedenen anderen Stationen als jüngster bayerischer Dekan seiner Zeit das Amt des Dekans im Dekanat Bad Berneck (1939–1948).Ehemaliges Dekanat Bad Berneck. Eine Bestandsaufnahme zum 200. Gründungsjubiläum im Jahr 2010. Website des Dekanats Bayreuth-Bad Berneck, abgerufen am 9. Dezember 2020. Flurschütz musste sich in diesem Amt während des Zweiten Weltkrieges gegen nationalsozialistische Maßnahmen zur Wehr setzen, die ihm die Ausübung seines Berufes – vor allen Dingen die freie Predigt – zu erschweren suchten.

Nachdem er ab 1948 Dekan im Dekanat Ansbach gewesen war,Vorwort zum Findbuch Dekanat Ansbach im Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wurde er 1961 Oberkirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und Kreisdekan (Regionalbischof) im Kirchenkreis Bayreuth., abgerufen am 9. Dezember 2020. Bei der Reform der EKD-Grundordnung Anfang der 1970er Jahre setzte er sich für die Gewichtung der Bekenntnisse als „uneingeschränkt verbindliche Grundlage für Verkündigung und Lehre“ ein.Peter Beier: "Kirchwerdung" im Zeichen der deutschen Teilung. Die Verfassungsreformen von EKD und BEK als Anfrage an ihre "besondere Gemeinschaft". Vandenhoeck & Ruprecht 2004, ISBN 3-525-55737-X.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 1973 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.Website des Bayerischen Verdienstordens.

Familie Zusammen mit seiner Frau Ingeborg hatte Flurschütz vier Töchter und einen Sohn. Unter seinen Nachkommen sind zahlreiche Pfarrer. Flurschütz’ Bruder war Organist und Kantor in deren Heimatgemeinde Westheim; seine Schwester lebte als Diakonisse in Neuendettelsau.Andreas Flurschütz: Evangelisches Familienbuch des Dorfes Westheim bei Haßfurt 1650–1900. Nürnberg 2008 (Fränkische Ahnen, 7), ISBN 978-3-929865-38-7.

Flurschütz' Familie stammte aus dem ehemaligen Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, aus dem sein Vater 1886 zugezogen war. Zu seinen Verwandten zählten u. a. der Coburger Prinzenerzieher Johann Christoph Florschütz sowie der Hannoveraner Konsistorialpräsident Georg Emil Florschütz.

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Person (Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern) Kategorie:Kirchenkreis Bayreuth Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1995 Kategorie:Mann