Carla Degenhardt (* 18. März 1963 in Buenos Aires, Argentinien) ist eine argentinisch-österreichische bildende Künstlerin.
Leben und Werk Carla Degenhardt studierte von 1981 bis 1986 an der Escuela Nacional de Bellas Artes Prilidiano Pueyrredón in Buenos Aires, wo sie mit einem Diplom für Malerei und Graphik abschloss. Später besuchte sie an der Akademie der bildenden Künste Wien die Meisterklassen für Malerei bei Arnulf Rainer (1990/1991) und für Bildhauerei bei Michelangelo Pistoletto (1994). Bei Beverly Piersol studierte sie 1991 an der Akademie für angewandte Kunst Wien. Die Künstlerin arbeitet in vielen Techniken, zum Beispiel Collage, Farbfotografie, Fotografie, Installation, Kontextuelle Kunst, Objektkunst, Performance und Video. Degenhardt schuf Illustrationen für Bücher von Franzobel und entwarf Bühnenbilder für das Landestheater Linz.
1989 erhielt die Künstlerin ein Stipendium des P.A.D., Heidelberg. 1993 und 1998 folgten Auslandsstipendien vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur für Ateliers in Paris und Rom. 1997 nahm Degenhardt am Whitney Museum of American Art Independent Study Program, New York teil. Sie ist in zahlreichen Museen und Sammlungen vertreten. Carla Degenhardt lebt und arbeitet in Wien.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2003: Carla Degenhardt. blinde taste, Öffentlicher Raum Wien, Wien 2011: Carla Degenhardt. Circe, Galerie Rimmer, Kunst Etagere mit Seeblick, Velden, Österreich
Ausstellungsbeteiligungen 1993: 5 junge Künstlerinnen, ON Galerie Poznan, Polen 1998: Apasionado Apasionada, Galerie Steineck, Wien 1999: Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz und Art Frankfurt, Frankfurt/Main 2001: Der ironische Blick, Landesgalerie Linz 2003: Taste 0-20. Schauen auf einen begrenzten Ort, Öffentlicher Raum Wien, Wien, Österreich und Webster University, Thomas K. Lang Gallery, Wien, Österreich 2003: Mimosen-Rosen-Herbstzeitlosen. Künstlerinnen. Positionen 1945 bis Heute, Kunsthalle Krems, Krems 2006: Realitäten III – Ausnahmesituationen, Fotogalerie Wien 2006: gefangene seelen – gefüllte schwänze, Deutschvilla, Strobl 2006: latin lobby, freiraum Q21, Wien 2007: go to hell money!, Denkraum Wien 2008: Telenovela, Akademie der bildenden Künste Wien, Wien 2011: Gehen in Bratislava, MAG3, Wien 2016: sightSEEING II, Fotoforum Braunau - Zeitgenössische Fotografie und Videokunst, Braunau am Inn 2016: art & function, Kunsthaus Mürzzuschlag, Mürzzuschlag 2016: nowhere, Cité Internationale des Arts Paris, Open Studio 2017: Walking through … Thessaloniki/Vienna, Künstlerhaus 1050, Wien und Museum of Byzantine Culture, Thessaloníki 2018: Subversive Imagination, Wien Museum MUSA, Wien 2018: Schilling, Mark, Dollar, Euro und ... Geld in der Kunst, Galerie im Traklhaus, Salzburg; Schilling, Mark, Dollar, Euro und … Geld in der Kunst; abgerufen am 9. Dezember 2020 2019: Schwerpunkt Design II , Galerie im Traklhaus, SalzburgBericht auf salzburg.gv.at Schwerpunkt Design II; abgerufen am 8. Dezember 2020 2019: Maske Rolle Metamorphose, Museum in der Fronfeste, Neumarkt am WallerseeBericht vom 25. November 2019 auf neumarkterstadtschreiber.wordpress.com „Hiermit erkläre ich dieses Ding, was auch immer es ist, für eröffnet“ (Prinz Philip, 1969); abgerufen am 9. Dezember 2020 2020: Grenze und Freiheit, Schloss Goldegg
Bühnenbilder 1998 Nathans Dackel Uraufführung von Franzobel, Landestheater Linz. 2000 Volksoper Uraufführung von Franzobel, Landestheater Linz. 2001 Bernarda Albas Haus von Lorca, Landestheater Linz.
Filmographie, Video, Performance 2000: Franzobel, Carla Degenhardt, EXPO 2000, Hannover, Deutschland 2004: heimat ist dort – wo mein bett steht?, Film von Barbara Unger-Wiplinger und Carla Degenhardt, „Erinnerungstheaterfestival“, Wien und „Der neue Heimatfilm“, Freistadt 2006: Carla Degenhardt. Leben hinter dem Balkon 2006: WEIL ICH EINE ÖSTERREICHERIN BIN ..., Kunsthalle WienBericht Kunsthalle Wien, Museumsquartier; WEIL ICH EINE ÖSTERREICHERIN BIN ..., Carla Degenhardt 2000, abgerufen am 9. Dezember 2020.
Auszeichnungen/Stipendien 1989: Stipendium des P.A.D., Heidelberg, Germany 1993: Stipendium des Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Cité des Arts, Paris 1997: Whitney Museum Independent Study Program, New York 1998: Stipendium des Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Rom
Veröffentlichungen, Illustrationen 1994: RANKEN, Franzobel und Carla Degenhardt, Illustrationen von Carla Degenhardt, edition selene, Klagenfurt, ISBN 978-3-85266-012-7. 2000: Sony Monster lebt, oder, Wie werde ich eine Videokünstlerin, Franzobel, Illustrationen von Carla Degenhardt, Ritterverlag, Wien, ISBN 3-85415-282-5. 2002: Mundial: Gebete an den Fussballgott, Franzobel, Fotoarbeiten von Carla Degenhardt, Literaturverlag Droschl, Graz, ISBN 978-3-85420-592-0.
Literatur Carla Degenhardt, Anna Gerlitz, Sabine Marte, Chia Ling Shen, Frederike Schweizer, Herausgeber Hochschule dür Angewandte Kunst, Wien, 1993
Weblinks Carla Degenhardt bei Basis Wien Opferstock, Carla Degenhardt mumok Wien Bericht in der Wiener Zeitung vom 3. März 2017, Carla Degenhardt; abgerufen am 9. Dezember 2020 Bericht auf sn.at vom 20. August 2020, Die Dirndlburka - Wie Fremdes vertraut werden kann; abgerufen am 9. Dezember 2020
Einzelnachweise
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