Romulus ist eine italienische, historische Dramaserie mit Andrea Arcangeli in der Hauptrolle und unter Regie von Matteo Rovere, die ihre deutsche Erstveröffentlichung am 1. Januar 2021 auf dem Streamingportal MagentaTV hatte. Die Serie erzählt die sagenhafte Frühgeschichte des Römischen Reichs von der Zeit vor der angeblichen Gründung der Stadt durch Romulus und Remus (die in der Serie jedoch andere Namen tragen) bis in die frühen Jahre der Stadt. Dabei wurde zwar auf einige historische Authentizität geachtet (so wird in der Originalfassung ausschließlich auf archaischem Latein gesprochen), aber auch eine recht freie Interpretation der Sagen versucht.Mord in die Sandalen geschoben – die Historienserie „Romulus“, Redaktionsnetzwerk Deutschland vom 29. Dezember 2020; Zugriff am 19. Mai 2024
Handlung Staffel 1 Im 8. Jahrhundert vor Christus begann die Geschichte des römischen Imperiums in der italienischen Region Latium. Hier herrscht das Gesetz der Götter und das Leben ist hart. König Numitor von Alba Longa, Herrscher über einen Bund aus 30 Stämmen (Latinerbund), sorgt sich um sein Volk, das bereits seit Längerem Hungersnöte erleidet. Ein Orakel rät ihm, den Thron auf- und an seine Enkel abzugeben: Enitos und Yemos. Doch sein Bruder Amulius akzeptiert diese Entscheidung nicht. Er will den Thron für sich selbst, tötet Enitos und beschuldigt Yemos, der Mörder zu sein. Yemos hingegen kann vor der Gewalt seines Großonkels entkommen.
Auf seiner Flucht in die gefürchteten, mystischen Wälder abseits der Zivilisation trifft Yemos auf eine Gruppe junger Männer, die von ihrer Heimatstadt als Erwachsenwerdungsritual in den Wald geschickt wurden. Der Gruppe gehört auch der verwaiste Sklave Wiros an. Wiros leidet unter den Misshandlungen des brutalen Anführers der Gruppe, findet in Yemos aber schnell einen Freund. Als Wiros eines Tages nach einem Streit ein anderes Mitglied der Gruppe aus Notwehr tötet, wollen seine Mitstreiter ihn töten. Yemos verhindert das, aber die beiden müssen nun auf sich gestellt flüchten. Auf der Flucht treffen sie auf eine Gruppe Händler, die sie zuerst auf ihrem Wagen mitnehmen. Nachdem diesen aber klar wird, dass Yemos der als vermeintlicher Brudermöder gesuchte Thronfolger ist, wollen sie die beiden Flüchtigen töten. Ein plötzlicher Überfall durch eine unbekannte Gruppe verhindert dies jedoch.
Diese unbekannte Gruppe entpuppt sich schließlich als ein im Wald lebender, nicht-latinischer Stamm, der die mysteriöse Wolfsgöttin Rumina verehrt und sich daher Ruminalier nennt. Sie nehmen Yemos und Wiros bei sich auf: Wiros, weil dieser ihr Zeichen auf seiner Haut trägt, Yemos, weil dieser mehrfach Wiros’ Leben gerettet hat. Wie sich herausstellt ist Wiros bei diesem Stamm aufgewachsen, hat an diese Zeit jedoch keine Erinnerungen mehr. Die beiden werden später in Kampftechniken und blutigen Ritualen unterwiesen. Außerdem erzählt Lupa, die Anführerin des Stammes, ihnen von ihrer Vision einer unbesiegbaren Stadt, in der alle Ausgestoßenen Zuflucht finden sollen: Ruma, das spätere Rom. Genau damit wird die Grundlage für eines der größten Imperien aller Zeiten geschaffen.
Währenddessen wird Amulius’ Tochter Ilia aus der Gruppe der Vestalinnen ausgeschlossen und soll lebendig begraben werden. Sie kann jedoch aus dem Erdloch, in das sie eingesperrt wurde, entkommen und schließt sich dem Kult um den Gott Mars an. Sie liebte heimlich Enitos und will nun dessen Tod rächen; die wahren Umstände um Enitos’ Tod kennt sie nicht. Nach ihrer Rückkehr nach Alba Longa schließt sie sich ihrem Vater an und gemeinsam führen sie einen Feldzug gegen Gabii. Dessen König Ertas stellt als einziger im Latinerbund Amulius’ Darstellung des angeblichen Brudermordes in Frage und wird bezichtigt, Numitor Asyl zu gewähren. Ertas wird enthauptet und Gabii niedergebrannt. Numitor und seine Tochter Rhea Silvia (die Mutter von Enitos und Yemos) wiederum, die tatsächlich bei Ertas Zuflucht gefunden hatten, können entkommen und werden von Ertas’ Sohn Lausus in Sicherheit gebracht. Sie finden Zuflucht bei dem griechischen Händler Eulinos. Der mit Amulius verbündete König von Velia, Spurius, wiederum erfährt von dem im Wald lebenden Stamm und beschließt kurzerhand, den Wald niederzubrennen, um die Ruminalier aus diesem herauszutreiben. Ein Teil der Gruppe gerät so in Gefangenschaft von Spurius, darunter auch Yemos und die Anführerin. Spurius lässt mehrere der Gefangenen, darunter auch die Anführerin, töten. Die übrigen Ruminalier, darunter auch Wiros, können auf einem anderen Weg vor dem Feuer flüchten und somit der Gefangenschaft entgehen. Sie erreichen Eulinos’ Dorf und erhalten bei diesem Asyl.
Wiros, inzwischen von den Ruminaliern zu ihrem König ernannt, verbündet sich mit Numitor und gemeinsam mit Eulinos können sie Gabii befreien. Ilia gelingt es aber, nach der verlorenen Schlacht zu ihrem Vater nach Alba Longa zu fliehen. Nach dem Erfolg in Gabii beschließen Numitor, Wiros und die anderen nun, Amulius zu stürzen und somit dessen unrechtmäßige Herrschaft zu beenden. Spurius wiederum erkennt Yemos unter seinen Gefangenen und plant, diesen an Amulius auszuliefern. Bei der Überführung kann sich Yemos jedoch befreien und tötet Spurius. Er flüchtet zu den anderen und trifft so wieder auf Numitor und seine Mutter Rhea Silvia. Von der Rückkehr des rechtmäßigen Königs von Alba Longa ermutigt versucht Numitor, ein Bündnis mit einigen der 30 Könige gegen Amulius zu schließen, was jedoch erst durch eine List von Wiros gelingt. Amulius wiederum verzweifelt zusehends aufgrund der sich immer weiter verschlechternden Lage und ist zudem verbittert, da sich seine Frau Gala während einer schweren Krankheit das Leben nahm. Die Vogelschau verheißt ihm nichts Gutes und so müssen Ilia und er annehmen, dass die Götter ihm nicht wohlgesonnen seien.
Die Verbündeten ziehen nach Alba Longa und fordern Amulius zur Kapitulation auf, andernfalls würden sie die Stadt am folgenden Tag gewaltsam einnehmen. In der Nacht geht Ilia alleine zu den Belagerern und fordert Yemos zum Duell heraus. Während des Kampfes offenbart er ihr die wahre Geschichte um die Ermordung seines Bruders. Ilia kehrt sofort in die Stadt zurück und konfrontiert ihren Vater mit dieser Information. Amulius gibt seine Tat zu. Sie übernimmt das Kommando über Alba Longa, behauptet ihren Vater hingerichtet zu haben und kapituliert am nächsten Morgen gegenüber Yemos, welcher nun endlich sein rechtmäßiges Erbe als König antreten kann. Gegenüber den anderen Königen versucht er, deren Anerkennung der Ruminalier zu erreichen; zudem möchte er die Stadt auch der Göttin Rumina weihen, um den Ruminaliern als Dank für ihre Unterstützung in Alba Longa eine neue Heimat zu geben. Er kann sich mit seinem Vorschlag jedoch nicht durchsetzen, sehr zum Missfallen Wiros’. Yemos beschließt daraufhin, als König von Alba Longa abzudanken und gemeinsam mit Wiros in Velia eine neue Stadt zu gründen: Ruma. In der Schlussszene ist Amulius zu sehen, wie er nach Cures im Land der Sabiner flieht.
Staffel 2 Die zweite Staffel mit dem vollständigen Titel Romulus II – Der Krieg um Rom beginnt im Jahr 753 v. Chr., dem mythologischen Gründungsdatum Roms. Viele Könige haben nicht akzeptiert, dass die Stadt Velia der (aus ihrer Sicht) grausamen und wilden Göttin Rumina geweiht wurde, weshalb sie das Bündnis der dreißig Könige verließen, das infolgedessen zerbrach. In Ruma herrschen Yemos und Wiros wie Brüder als zwei gleichberechtigte Könige, Ilia, die nach den Ereignissen in Alba Longa mit den Ruminaliern gezogen war, bildet die Krieger Rumas aus. Die Stadt wächst, unter anderem auch, weil die versprochene Gleichberechtigung aller Menschen viele Außenstehende anzieht, die sich in der neuen Gemeinschaft ein besseres Leben versprechen. Diese Verheißung spricht sich bis ins Land der Sabiner herum, wo in Cures zwei entflohene Sklavinnen gefangen genommen und König Titus Tatius vorgeführt werden. Nachdem der König und die ihn beratenden Priesterinnen des Gottes Sancus erfahren, wohin die beiden Sklavinnen fliehen wollten, lässt Titus Tatius sie von Bogenschützen hinrichten.
Der König von Cures lädt Yemos und Wiros ein, um die beiden Könige der aufstrebenden Stadt kennenzulernen, doch schon das erste Treffen verläuft alles andere als optimal. Die Könige samt Gefolgschaft aus Ruma werden vor den Toren Cures’ mit dem dort lagernden Heer der Sabiner konfrontiert, erfahren, dass sie die Stadt als Fremde nicht betreten dürfen und Titus Tatius, der als Sohn des Gottes Sancus verehrt wird, ihnen bald außerhalb der Stadt begegnen werde. In der folgenden Nacht werden die Frauen von den Sancus-Priesterinnen aufgesucht und Deftri, die inzwischen in einer Beziehung mit Wiros lebt, wird auserwählt, in einer Zeremonie am nächsten Tag als Braut des Sancus mitzuwirken, worauf sie sich nach kurzem Zögern einlässt. Doch noch in der Nacht wird sie während einer rituellen Reinigung von den Priesterinnen getötet. Yemos und Wiros hingegen treffen endlich auf Titus Tatius, der sie, insbesondere Wiros, allerdings demütigt, da es aus seiner Sicht keine zwei Könige einer Stadt geben könne und folglich nur einer von ihnen der wahre König sei, eine Rolle, die er aufgrund seiner königlichen Herkunft Yemos zugesteht, nicht hingegen dem vormaligen Sklaven Wiros. Die beiden lassen sich jedoch nicht durch Titus' Versuche, ihre Einigkeit zu untergraben, beeinflussen, sehr zum Missfallen des Sabiner-Königs. Am folgenden Morgen versammeln sich Ruma und Sabiner für die Zeremonie, die das friedliche Zusammenleben ihrer Völker gewährleisten soll. Als aber die Priesterinnen die tote Deftri vorführen, eskaliert die Situation. Wiros attackiert Titus Tatius, der wiederum befiehlt, alle Ruma zu töten. Die Flucht gelingt den zahlenmäßig weit unterlegenen Ruma allein dadurch, dass sie die Sancus-Priesterinnen als Geiseln nehmen und mit ihnen gemeinsam aus der Stadt fliehen (siehe Raub der Sabinerinnen). Seiner wichtigsten Beraterinnen beraubt, schwört Titus Tatius Rache an der Stadt Ruma und ihren Einwohnern.