Die Frenke ist ein knapp 19 km langer, südlicher und linker Nebenfluss der Ergolz im Schweizer Kanton Basel-Landschaft. Bis zur Einmündung der Hinteren Frenke wird der Fluss auch Vordere Frenke genannt. Der Fluss entspringt im Faltenjura und durchfliesst in etwa nordnordwestlicher Richtung das Waldenburgertal.

Name In der ersten schriftlichen Erwähnung wird der Fluss Frenchina (1145) genannt. Der Name leitet sich vom germanischen Wort *franka- für «mutig, rasch» ab und nimmt Bezug auf die Schnelligkeit des Wassers. Die Frenke ist eine der wenigen germanischen Flussbezeichnungen in der Deutschschweiz.Albrecht Greule, Die ältesten Gewässernamen der Regio Basiliensis, in: Die Regio Basiliensis von der Antike zum Mittelalter – Land am Rheinknie im Spiegel der Namen. Stuttgart 2013. S. 17.

Geographie Verlauf Die Frenke entspringt als Vordere Frenke am Bilsteinberg auf dem Gemeindegebiet von Langenbruck und fliesst rasch zur Passstrasse des Oberen Hauenstein, welcher schon von den Römern genutzt wurde. Danach fliesst sie der Passstrasse entlang durch das mittelalterliche Städtchen Waldenburg, wo sich die Endstation der Waldenburgerbahn befindet.

Sie durchfliesst dann weiter die Dörfer Oberdorf, Niederdorf, Hölstein und Bubendorf, wo von links die Hintere Frenke einmündet. Nach weiterem Verlauf nach Norden mündet sie schliesslich in Liestal in die Ergolz.

Ihr 18,7 km langer Lauf endet etwa 508 Höhenmeter unterhalb der Quelle ihres Hauptoberlaufs Vordere Frenke, was einem mittleren Sohlgefälle von circa 27 ‰ entspricht.

Einzugsgebiet Das 88,4 km² grosse Einzugsgebiet der Frenke liegt im Juragebirge und wird über die Ergolz und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 44,5 % aus bestockter Fläche, zu 44,8 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 10,3 % aus Siedlungsfläche und zu 0,4 % aus unproduktiven Flächen.

Flächenverteilung

Die mittlere Höhe beträgt Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Teileinzugsgebiete 2 km² (Bundesamt für Umwelt BAFU) und der höchste Punkt ist das Hinderi Egg mit im Süden des Einzugsgebietes.

Zuflüsse

Anführung aller Zuflüsse und Abzweigungen der Frenke (Strang Vordere Frenke→Frenke ) ab der Quelle der Vorderen Frenke bis zur Mündung der Frenke in die Ergolz, soweit sie im Geoportal des Kantons Basel-Landschaft namentlich genannt werden. Daten nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung. Die Längen in Kilometern (km), das Einzugsgebiet in Quadratkilometern (km²), der mittlere Abfluss (MQ) in Kubikmetern pro Sekunde (m³/s), die Koordinaten 15px|verweis=|Ort und der Ort der Mündung und die Mündungshöhe in Metern über Meer (m ü. M.)

Vordere Frenke, 15,4 km, 45,76 km², 0,69 m³/s Dürrenbergbach (links), 1,1 km, nordöstlich von Langenbruck-Dürrenberg, Untere-Mattbächli (links), 0,3 kmEigenmessung auf dem Server, nördlich von Dürrenberg, Chuenibach (links), 1,7 km, 1,04 km², in Langenbruck-Spittel, Holznachtbach (rechts), 0,6 km, in Spittel, Sunnenweidbächli (rechts), 0,1 km, nördlich von Spittel, Bilsteinbach (links), 0,9 km, südlich von Waldenburg-Lammet, Nünbrunnenbach (links), 1,7 km, 1,0 km², nördlich von Lammet, Brestenbergbächli (rechts), 0,5 km, in Waldenburg-Blümlisalp, Chapfbächli (rechts), 0,4 km, in Blümlisalp, Schellenbergbach (links), 2,3 km, 1,34 km², bei Blümlisalp, Gerstelbach (rechts), 1,9 km, 1,23 km², in Waldenburg, Wattelbach (links), 1,5 km, 1,34 km², in Waldenburg, Sennmattbächli (rechts), 0,9 km, in Waldenburg, Wilbächli (links), 0,8 km, in Oberdorf, Widenbächli (rechts), 1,2 km, in Oberdorf, Weigistbach (links), 4,1 km, 4,15 km², 0,07 m³/s, in Oberdorf, Rüttmattbächli (rechts), 0,3 km, westlich von Oberdorf-Rüttmatt, Leebächli (links), 1,1 km, 1,1 km², in Niederdorf, Grittbächli (rechts), 0,3 km, in Niederdorf, Holdenbächli (rechts), 0,3 km, in Niederdorf, Stutzbächli (rechts), 0,6 km, in Niederdorf, Mettlenbächli (links), 0,5 km, in Niederdorf-Burghalden, Zwischenflüebächli (links), 1,4 km, 0,7 km², bei Niederdorf, Chänelbächli (rechts), 1,6 km, 1,09 km², in Niederdorf-Buchmatten, Brunnenstigbächli (links), 0,2 km, nördlich von Buchmatten, Weidbächli (links), 0,4 km, bei Hölstein, Ödlisbergbächli (rechts), 0,4 km, bei Hölstein, Bennwilerbach (WalibachBezeichnung des Oberlaufes) (rechts), 7,2 km, 8,52 km², 0,13 m³/s, in Hölstein, Gassenbach (rechts), 1,0 km, in Hölstein, Gugenbächli (links), 0,1 km, in Hölstein, Hohlenbächli (links), 0,4 km, in Hölstein, Erlibächli (rechts), 1,2 km, in Hölstein, Leuenbergbächli (rechts), 0,4 km, nördlich von Hölstein, Holdenweidbächli (rechts), 1,2 km, 1,05 km², südwestlich Hölstein-Holdenweid, Bannholdenbächli (rechts), 1,0 km, 0,66 km², bei Hölstein-Wiesengrund, Galgenbächli (rechts), 0,3 km, in Wiesengrund, Loochbächli (rechts), 1,7 km, nordwestlich von Hölstein-Bärenmatten, Talbächli (links), 1,8 km, 1,87 km², nordwestlich von Hölstein-Bärenmatten, Imlisbergbächli (links), 1,2 km, nordöstlich von Bubendorf-Oberes Talhaus, Talholdenbächli (links), 0,4 km, bei Bubendorf-Talhaus, Teufelenbächli (rechts), 1,0 km, bei Bubendorf-Talhaus, Hintere Frenke (links), 12,6 km, 38,53 km², 0,58 m³/s, bei Bubendorf,

Frenke Sunnweidbächli (links), 0,5 km, zwischen Bubendorf und Liestal,

Anmerkungen

Gewässernamen nach dem Geoportal des Kantons Basel-Landschaft Bezeichnung Dürrenbergbach

Hydrologie Bei der Mündung der Frenke in die Ergolz beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 1,31 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist pluvial jurassienMartin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig: «Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung. 50. Jg., Nr. 3, Juni 2006, S. 116–123, hier S. 119 (PDF; 3,2 MB)., und ihre AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 24.

Nutzung Das Textilunternehmen Hanro baute einen Kanal neben der Frenke in Liestal, um Strom zu gewinnen. - Kanton Basel-Landschaft

Weblinks

Verlauf der Frenke auf dem Geoinformationssystem des Kantons Basel-Landschaft Fischfauna Frenke - Bestandesaufnahme 2018 Frenken - Biologische Untersuchung 2000/2001 Die Frenken - Eine Zustandsbeschreibung

Einzelnachweise

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