Hermann Blomeier (* 19. Mai 1907 in Gelsenkirchen; † 8. August 1982 in Konstanzgenaue Lebensdaten in: Anke Blümm, Patrick Rössler: Eine „schulbildende“ Wirkung des Unterrichts? Architekturstudierende am Bauhaus unter Ludwig Mies van der Rohe 1930–1933. Eine quantitativ-qualitative Untersuchung. In: architectura. Zeitschrift für Geschichte der Baukunst / Journal of the History of Architecture. Bd. 48 (2018), Nr. 1+2, S. 56–74, hier: S. 69.) war ein deutscher Baumeister.

Leben Hermann Blomeier schrieb sich nach der Mittleren Reife gegen den Willen seiner Eltern bei der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Dortmund ein. Er wurde dort zum Maurer ausgebildet. Danach wechselte er an die Braunschweigische Landesbaugewerbeschule in Holzminden. Nach seinem Abschluss bewarb er sich beim Bauhaus in Dessau, wo er als Meisterschüler von Ludwig Mies van der Rohe studierte und 1932 sein Diplom erhielt.

Nach Studienreisen 1932/33 in Deutschland, Italien und der Schweiz zog Hermann Blomeier nach Konstanz, wo er Mitarbeiter im Architekturbüro Hermann Ganter wurde. Von 1937 bis 1943 war er Partner im Architekturbüro Ganter & Blomeier, 1943 gründete er ein eigenes Architektenbüro. Ab 1975 hieß sein Architekturbüro Blomeier & Partner, von seinem Sohn Christoph Blomeier wurde es fortgeführt.

Von 1947 bis 1949 war Blomeier Schriftleiter und dann Herausgeber der Zeitschrift Bauen und Wohnen.

Werk (Auswahl) mini|Kreuzkirche in Konstanz-Allmannsdorf mini|Melanchthonkirche in Gaienhofen 1933/34: Wohnhaus Lahme in Zürich 1937/38: Filmtheater Scala in Konstanz 1949–1953: Randbebauung Fährhafen („Ländebauten“) Konstanz 1951–1953: Randbebauung Fährhafen mit Wartepavillon an der Mole (heute Café) Meersburghttps://www.db-bauzeitung.de/150-jahre-db/in-die-jahre-gekommen-wartepavillon/ (11/2016) 1955: Werkhalle der Stuttgarter Gardinenfabrik in Herrenberg 1955/56: Clubhaus Ruderverein Neptun in Konstanz 1955–1957: Landeskreditanstalt Karlsruhe 1956/58: Seepumpwerk bei Sipplingen 1957: Kreuzkirche (ev.) in Konstanz-Allmannsdorf 1961–1967: Gewächshäuser und Botanisches Institut der Universität Tübingen 1962/63: Volksschule in Büsingen am Hochrhein 1963–1968: Handelslehranstalten (Wessenberg-Schule) in Konstanz 1964/65: Melanchthonkirche (ev.) in Gaienhofen 1964–1967: Studentenwohnheim Thomas-Blarer-Haus in Konstanz 1976–1979: Konstruktionsbüro Gartner Gundelfingen an der Donau 1978–1984: Tropicarium im Palmengarten Frankfurt

Literatur Denkmalstiftung Baden-Württemberg (Hrsg.): Baumeister Hermann Blomeier (1907–1982). In: Denkmalstimme. Nr. 4/2020, S. 11–12. (mit Foto). Andreas Schwarting: Bauen nach dem Bauhaus. Zu drei Projekten des Architekten Hermann Blomeier (1907–1982). In: architectura. Zeitschrift für Geschichte der Baukunst / Journal of the History of Architecture. Bd. 48 (2018), Nr. 1+2, S. 154–183.

Weblinks

Hermann Blomeier (1907–1982) beim Karlsruher Institut für Technologie

Einzelnachweise

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