mini|Jesus am See Genezareth, Altarbild von 1952, Flussschifferkirche, Hamburg-Altstadt mini|Keramikrelief von 1955, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg-Ohlsdorf mini|hochkant|Drachensteigen von 1957, Hamburg-Lokstedt mini|Katze von 1961, Hamburg-Langenhorn mini|Brunnen von 1961, Uelzen mini|Lamm Gottes und Schöpfungsgeschichte von 1968, Hamburg-Lokstedt Nanette Lehmann (* 31. Dezember 1920 in Colbitz; † 27.Rita Bake: Nanette Lehmann auf hamburg-frauenbiografien.de, 28.Nanette Lehmann auf sh-kunst.de oder 29. DezemberMaike Bruhns: Lehmann, Nanette. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump. Ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, S. 263–264. 1999 in Hamburg) war eine deutsche Malerin, Grafikerin, Bildhauerin und Keramikerin.

Leben Nanette Lehmann wurde am 31. Dezember 1920 in Colbitz bei Magdeburg geboren. Nach einer Töpferlehre bei Otto Beyer in Thüringen besuchte sie von 1939 bis 1941 die Staatliche Keramische Fachschule in Bunzlau (heute Bolesławiec).Mit Keramikkunst bleibt Nanette Lehmann unsterblich. In: Die Welt, 30. Dezember 1999, welt.de Sie arbeitete zeitweilig bei Walter Rhaue in Görlitz.

1945, 1948 oder 1950 ließ sie sich in Hamburg nieder. Im Hamburger Adressbuch von 1951 ist sie erstmals verzeichnet, mit dem Zusatz Keramik und der Adresse Elbchaussee 72a am Rande von Hamburg-Ottensen.Hamburger Adressbuch 1951 In den Adressbüchern 1952 bis 1961 ist als Adresse die Elbchaussee 499a in Hamburg-Nienstedten genannt.Hamburger Adressbuch von 1952 Im Adressbuch von 1962 ist statt Keramikerin nun Bildhauerin zu lesen, auch hat sie ihr selbstgebautes Haus im Siegrunweg 18 in Hamburg-Rissen bezogen.Hamburger Adressbuch von 1962

Ab 1950 entwarf und fertigte sie Aufträge für Kunst am Bau in Hamburg. 1955 erhielt sie einen Förderungspreis der Deutschen Keramischen Gesellschaft, die ihren Sitz in Köln hat. Laut Hans Vollmer beschickte sie 1957 die Internationale Gartenbauausstellung in Hamburg mit zwei Glasmosaik-Brunnen, jedoch fand in diesem Jahr keine in Hamburg statt. Es ist möglich, dass entweder die Internationale Gartenbauausstellung 1953 in Hamburg gemeint war oder die Bundesgartenschau 1957 in Köln.

1964 zog ihr Lebenspartner, der Maler Herbert Spangenberg zu ihr in den Siegrunweg 18,Maike Bruhns: Spangenberg, Herbert. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump. Ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, S. 433.Andere Angaben von Maike Bruhs sind „1967“ in Spangenberg, Herbert in Kunst in der Krise, Band 2: Künstlerlexikon Hamburg 1933–1945, S. 365 und „Anfang der 1960er Jahre“ in Lehmann, Nanette. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump. Ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, S. 263 wo er in Klausur ohne Ausstellungstätigkeit und öffentliche Aufträge 80 großformatige Gemälde malte. Ihre beider materiellen Verhältnisse litten darunter. 1982 setzte ein chronischer Gelenkrheumatismus seiner Arbeit ein Ende.Maike Bruhns: Spangenberg, Herbert in: Kunst in der Krise. Band 2: Künstlerlexikon Hamburg 1933–1945. Dölling und Galitz, München/Hamburg 2001, ISBN 3-933374-95-2, S. 365. Nach seinem Tod 1984 verwaltete sie seinen Nachlass und machte sich um seinen Nachruf verdient.

Zu ihren letzten Arbeiten zählen bauplastische Werke in Hamburg-Allermöhe (oder Hamburg-Neuallermöhe). Zudem widmete sie sich die letzten Jahre der Monotypie.

Nanette Lehmann wurde auf dem Friedhof Blankenese beigesetzt.

Werke von ihr befinden sich unter anderem in der Sammlung Thiemann in Hamburg, im Düsseldorfer Hetjens-Museum, in einem Museum in Tokio und im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Nachlass und Möbel). Im Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befinden sich zudem ihre persönlichen Fotografien, ihr beruflicher Lebenslauf, Ausstellungs- und Wettbewerbsunterlagen, Auftragsarbeiten, Werkfotografien und Veröffentlichungen aus den Jahren 1944 bis 1999.Die Grafikerin Nanette Lehmann vor ihrer Monotypie "Ein Schmetterling für meine Katze" auf digiporta.net

Werke (Auswahl) 1951: Landkarte mit Wasserrohrverlauf und der Lage von 5 Brunnen, Keramikarbeit an einer Wand der Eingangshalle des Wasserwerks der Hamburger Wasserwerke, Tweeltenbek 12, Hamburg-LangenhornKleine Abbildung Landkarte 1951–1954: Hafenansicht (auch Industriestadt), Keramikmosaik links vor dem Haupteingang, altes Arbeitsamt Harburg, heute Jugendberufsagentur, Neue Straße 50, Hamburg-HarburgAbbildung Hafenansicht 1952: Jesus am See Genezareth, Altarbild, Holz, Flussschifferkirche, Binnenhafen, Hohe Brücke 2, Hamburg-Altstadt 1955: Keramikrelief am Nebengebäude des Wirtschaftshofes der Friedhofsgärtnerei, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg-Ohlsdorf 1956–1957: Pflanzenhaus, im Gebüsch zwischen Turnhalle und ehemaligem Schulkindergarten, Robert-Koch-Schule, Sengelmannstraße 50, Hamburg-Alsterdorf 1957: Katzengruppe, zwei Katzen, Keramik, Grandweg 103, Hamburg-LokstedtKatzengruppe auf sh-kunst.de 1957: Drachensteigen, Keramikarbeit, außen an der Treppenhauswand des Klassengebäudes E, Schule Hinter der Lieth 61, Hamburg-Lokstedt 1957: Seegelboote, Lappenbergsallee 1, Hamburg-Eimsbüttel 1959: Lebensbaum, raumhohes Ziegelbild an der Chorwand, Bethlehem-Kirche, Hamburg-EimsbüttelArchitekturflash – Bethlehemkirche Hamburg auf kirchbauinstitut.de 1961: Katze, Bronze, Heynemannstraße 5, Hamburg-Langenhorn (Eigentümerin: Baugenossenschaft Fluwog-Nordmark eG) 1961: Ohne Titel, Treppenhaus des Kreuzbaus, Ganztagsschule Fährstraße, Fährstraße 90, Hamburg-Wilhelmsburg 1961: Brunnen, auf dem Vorplatz der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg, Veerßer Straße 42, UelzenBettina Pauline Bombeck: Plätze und Platzgestaltung aus verkehrskultureller Sicht: Eine Analyse der Innenstadt Uelzens unter besonderer Berücksichtigung der Fußgängerbelange, Diplomica Verlag, 2012, ISBN 978-3-8428-3070-7, S. 49 1963: Formspiel, Pausenhalle, gegenüber dem Eingang, Förderschule Hirtenweg, Holmbrook 10, Hamburg-Othmarschen 1964: Wassermauer, Stein, Altenheim, Holstenkamp, Hamburg-Bahrenfeld 1964: Taufbecken, Acrylglas, Cornelius-Kirche, Dritte Meile 1, Hamburg-Neugraben-FischbekDas Taufbecken auf cornelius-kirche.de 1965: Geburt, Mann, Weib, Tod, vier quadratische Buchstaben-Wandreliefs an der Abschlussmauer im Innenhof der Kapelle 1, Kapellenstraße, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg-OhlsdorfKapelle 1. In: Helmut Schoenfeld: Die Kapellen auf dem Friedhof Ohlsdorf, August 2007, auf fof-ohlsdorf.deFoto 10 auf kulturkarte.de 1965 oder 1966Lehmann, Nanette. In: Heinz Zabel: Plastische Kunst in Hamburg – Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum, 2. Auflage, Dialog-Verlag, Reinbek 1987, S. 51.: Rieselbrunnen, Stein, Ladenzeile, Försterweg, Hamburg-Stellingen 1968: Lamm Gottes, Betonrelief am Giebel und Schöpfungsgeschichte, Relief an den Kupferportaltüren der Petruskirche, Winfridweg 22, Hamburg-LokstedtErklärung der Symbolik der Reliefs durch Nanette Lehmann auf kirche-lokstedt.de 1973–1974: Wandgestaltung, Wand Feierhalle-Unterstand, Friedhof Langenbek, Langenbek Friedhofsweg 6, Hamburg-Langenbek 1990: Stahlstele mit Schiffsschrauben, Am Born 15, Hamburg-Ottensen (Eigentümerin: Hamburg-Rahlstedter Baugenossenschaft eG)Schiffsschrauben. In: Bei uns. Wohnen mit Hamburger Genossenschaften, Hamburg-Rahlstedter Baugenossenschaft, März 2007, S. 3. 19??: Springbock auf Medaillon (Privatbesitz)Foto 1 auf kulturkarte.de 19??: Ein Schmetterling für meine Katze, Monotypie, ausgestellt 1989 in Schloss ReinbekAbbildung der Monotypie

Ausstellungen (Auswahl) Gemeinschaftsausstellungen 1951: Kunst-Krypta, BremenErwähnung in Zeitungsbericht von 1951Liste der ausgestellten Keramiker auf kunst-krypta.de 1962: Berufsverband Bildender Künstler, Hamburg 1963: Hamburger Kunst von 1912 bis heute, Kunsthaus Hamburg 1992: Sammlung Thiemann (Keramik), Schloss Reinbek

Einzelausstellungen 1989: Schloss Reinbek

Siehe auch

Liste von Bildhauerinnen

Publikationen Rolf Italiaander: 20 Jahre Museum Rade – Mit Beiträgen von Hanns Theodor Flemming und Nanette Lehmann, Edition Museum Rade am Schloss Reinbek, Reinbek 1990

Literatur Wilhelm Drobek: Wasserversorgung in Langenhorn, Hamburg 1952, S. 36–37 (Digitalisat) (dort fälschlicherweise Annette Lehmann statt Nanette Lehmann).

Lehmann, Nanette. In: Heinz Zabel: Plastische Kunst in Hamburg – Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum, 2. Auflage, Dialog-Verlag, Reinbek 1987, ISBN 3-923707-15-0, S. 37, 48, 51, 65 (Foto), 66, 102. Maike Bruhns: Kunst in der Krise. Band 1: Hamburger Kunst im „Dritten Reich“. Dölling und Galitz, München/Hamburg 2001, ISBN 3-933374-94-4, S. 12. Maike Bruhns: Kunst in der Krise. Band 2: Künstlerlexikon Hamburg 1933–1945. Dölling und Galitz, München/Hamburg 2001, ISBN 3-933374-95-2, S. 365. Maike Bruhns: Lehmann, Nanette. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump. Ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 263–264, 433 (dort Colditz statt Colbitz). Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg: Kunstwerke im öffentlichen Raum, Hamburg, 14. August 2018, S. 7, 14, 16, 20, 25, 29 (PDF-Datei).

Weblinks

Nanette Lehmann auf sh-kunst.de (dort Colditz statt Collbitz) Foto von Nanette Lehmann bei DigiPortA Nanette Lehmann auf hamburg-frauenbiografien.de, zusammengestellt von Rita Bake (dort Colditz statt Colbitz) Fotos einer ihrer Keramikvasen mit Signatur

Einzelnachweise

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