Pulvermühle (oberfränkisch: Bulfe-mielE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bulfemīl“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Kasendorf im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Pulvermühle liegt in der Gemarkung Döllnitz.

Geographie Die Einöde liegt am Friesenbach. Über einen Anliegerweg gelangt man über eine Gemeindeverbindungsstraße nach Döllnitz zur Kreisstraße KU 5 (0,3 km nordwestlich).

Geschichte Pulvermühle ist wahrscheinlich identisch mit der Oberen Hammermühle. Als „Pulvermühle“ wurde sie 1720 erstmals namentlich erwähnt.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 133.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Pulvermühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das Giech’sche Herrschaftsgericht Thurnau aus. Das Amt Thurnau war Grundherr der Pulvermühle mit zugehöriger Salpetersiederei.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 631.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Thurnau. Mit dem Gemeindeedikt wurde Pulvermühle dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Peesten und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Döllnitz zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 751f. Am 1. Januar 1972 wurde Pulvermühle nach Kasendorf eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 37: Ehemalige Pulvermühle

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 10 9 7 7 5 9 6 7 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Pulvermühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes (Kasendorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kasendorf) Kategorie:Ersterwähnung 1720