Steinsorg (oberfränkisch: Schdah-sorch bzw. HaihausE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „schdānsorich“ bzw. „haihaus“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Mainleus im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Steinsorg liegt in der Gemarkung Buchau.

Geografie Bei der Einöde fließen der Dörflesbach und der Lopper Bach zum Motschenbach zusammen. Die Kreisstraße KU 6 führt zur Kreisstraße KU 4 bei Buchau (0,8 km südwestlich) bzw. nach Wüstenbuchau (0,6 km östlich).

Geschichte Steinsorg gehörte zur Realgemeinde Buchau. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Steinsorg aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Weismain aus. Das Giech’sche Amt Buchau war Grundherr der Sölde.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 585f.

1803 wurde das Anwesen „Sorg“ genannt, 1812 „Steinsorg“. Das Grundwort Sorg leitet sich von „zarge“ ab (mhd. für Seiteneinfassung, Rand, Saum, Grenze).E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 158f. Tatsächlich befand sich östlich des Ortes die Fraischgrenze des Hochstifts Bamberg zur Herrschaft Thurnau.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Steinsorg dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Buchau und der 1818 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 750. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Buchau im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Mainleus eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 4 5 6 3 2 10 3 12 9HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 wurden diese als „Wohngebäude“ bezeichnet. 1 1 1 1 1 1 2Quelle

Religion Steinsorg ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Buchau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Mainleus) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1803