See (, oberfränkisch: SieE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „sī“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). See liegt in der Gemarkung Neuenmarkt.
Geographie Das Dorf bildet mit Oberlangenroth im Südosten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt am Fuße des Kulmbergs (, 1 km südwestlich) und ist weitestgehend von Acker- und Grünflächen umgeben. Im Westen entspringt die Fölschnitz, ein linker Zufluss des Weißen Mains. Die Kreisstraße KU 21 führt nach Fölschnitz zur Staatsstraße 2182 (2,1 km westlich) bzw. nach Hegnabrunn (2,7 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße zweigt von der KU 21 ab und führt nach Raasen (1,2 km nördlich). Von dieser zweigt wiederum ein Anliegerweg nach Unterlangenroth ab (0,6 km östlich).
Geschichte 1369 wurde ein Zinshof „zu dem See“ urkundlich erwähnt. Dies ist zugleich der erste Beleg für den Ort. Namensgebend ist See. Zu dieser Zeit wurde jede Wasseransammlung so bezeichnet, auch solche, die man heute als Teich bezeichnen würde. Ob der damalige kleine See identisch ist mit dem See zwischen Ober- und Unterlangenroth, bleibt unklar.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 153f.
See bildete mit Lettenhof und Raasen eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand See aus 21 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (4 Tropfgütlein), der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (1 Hof), das Klosteramt Kulmbach (3 Drittelhöfe, 2 Viertelhöfe), das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Halbhof, 1 Tropfhäuslein), die Verwaltung Ramsenthal (1 Tropfgütlein), der Bischöfliche Lehenhof Bamberg (1 Halbhof), das bambergische Amt Stadtsteinach (1 Hof, 1 Gütlein), das Rittergut Danndorf (1 Gut), das Rittergut Thurnau (3 Güter) und das Rittergut Guttenberg (1 Halbhof).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 639f.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde See dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hegnabrunn und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Neuenmarkt zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 767f.
Baudenkmäler Haus Nr. 7: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 141 112 147 150 152 144 140 209 128 128 123HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 18 22 21 24 24 27 29Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.
Religion See ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Oswald (Untersteinach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Neuenmarkt) Kategorie:Ersterwähnung 1369