Reutlashof (oberfränkisch: Raidles-huhfE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „raidleshūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Reutlas liegt in der Gemarkung Neuenmarkt.
Geographie Der Weiler liegt am Osthang der Weinleite und ist von Acker- und Grünflächen umgeben. Es entspringt dort der Feulnerbach, ein rechter Zufluss des Weißen Mains. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Reuth vorbei nach Ködnitz zur Staatsstraße 2182 (1,2 km südwestlich) bzw. nach Oberlangenroth zur Kreisstraße KU 21 (1 km nördlich).
Geschichte 1290 wurde ein „Engelhard c. de Rwtlashoven“ urkundlich erwähnt. Dies ist zugleich der erste Beleg für den Ort. Der Ortsname bedeutet Hof bei der kleinen Rodung. Bis ins 18. Jahrhundert hinein wurde der Ort einfach nur Reutlas genannt.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 140.
Reutlashof gehörte zur Realgemeinde Hegnabrunn. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Reutlashof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Das Stiftskastenamt Himmelkron war Grundherr des Hofes.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 632.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Reutlashof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hegnabrunn und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Neuenmarkt zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 767f.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 12 17 17 15 13 14 31 14 15 16HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 3 2 3 3 3 3Quelle
Religion Reutlashof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes (Trebgast) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Neuenmarkt) Kategorie:Ersterwähnung 1290