Jens von Hagen (auch Jens vom Hagen; * 5. März 1888 als Friedrich Wilhelm August Müller in Rheydt, Deutsches Reich; † 7. April 1964 in Werneck)Stadtarchiv Mönchengladbach, Geburtsregister Standesamt Rheydt, Nr. 198/1888 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig) war ein deutscher Opernsänger und Schauspieler bei Bühne und Film.

Leben Der Sohn des Fabrikbesitzers August Müller und seiner Frau Jenny, geb. vom Hagen, besuchte das Realgymnasium und eine Fachschule für Textilindustrie, ehe er von 1916 bis 1918 als Referent im Kriegsministerium eingestellt wurde. Nach dem Krieg betätigte sich von Hagen als Kaufmann, will aber nach eigenem Bekunden bereits seit 1920 in Stummfilmen (Titel nicht nachweisbar) mitgewirkt haben. Erst 1929 nahm von Hagen Schauspielunterricht. Er wirkte an mehreren Berliner Bühnen und ging auf Theatertournee.

Im Dritten Reich war Jens von Hagen eine gut beschäftigte Charge im Film und verkörperte zu Beginn oftmals Offiziere, so auch in Der Kurier des Zaren, Das Schloß in Flandern und Die Nacht mit dem Kaiser, später auch einen Pokerspieler, einen Journalisten, einen Höfling und einen Kapitän. Nach 1945 gab Jens von Hagen seine Filmarbeit weitgehend auf und zog nach Bad Kissingen, wo er als Gesangspädagoge arbeitete. Er starb 1964 in Werneck.

Von Hagen war von 1914 bis 1920 mit Irene BiertzStadtarchiv Mönchengladbach, Heiratsregister Standesamt Rheydt, Nr. 19/1914 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig) und von 1921 bis 1923 mit Pauline SchildStadtarchiv Mönchengladbach, Heiratsregister Standesamt Rheydt, Nr. 444/1921 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig) verheiratet. Ab 1924 führte er den amtlichen Familiennamen Müller-vom Hagen. 1946 schloss er in Bad Kissingen eine dritte Ehe.

Filmografie 1933: Saison in Kairo 1935: Der Kurier des Zaren 1936: Das Schloß in Flandern 1936: Truxa 1936: Es geht um mein Leben 1936: Die Nacht mit dem Kaiser 1937: Revolutionshochzeit 1938: Die fromme Lüge 1938: Verklungene Melodie 1938: Der Fall Deruga 1938: Rote Orchideen 1938: Eine Nacht im Mai 1938: Liebesbriefe aus dem Engadin 1939: Robert Koch, der Bekämpfer des Todes 1939: Sensationsprozeß Casilla 1940: Friedrich Schiller – Triumph eines Genies 1940: Ein Lied vom Stahl 1941: U-Boote westwärts! 1942: Rembrandt 1942: Der Fall Rainer 1942: Die Entlassung 1956: Glücksritter

Literatur Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Erster Band, Bad Münder 1960, S. 580 f.

Weblinks

Jens von Hagen in den Akten der Reichsfilmkammer

Einzelnachweise

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