mini|Bericht über Sabina Grzimeks Ausstellung „Aus den Zeiten“ der Galerie Pankow 2018 Sabina Grzimek (* 12. November 1942 in Rom) ist eine deutsche Bildhauerin.

Leben Sabina Grzimek ist das älteste Kind des Bildhauers Waldemar Grzimek und der Malerin und Keramikerin Christa von Carnap. Das Paar hatte am 17. September 1941 in Berlin-Schöneberg geheiratet. Sabina wurde 1942 in Rom geboren; ihr Vater hatte 1942 den Rompreis erhalten und verbrachte einen Studienurlaub in der Villa Massimo. Ihr Bruder, der spätere Keramiker Tomas Grzimek, kam 1948 in Berlin zur Welt.

Ihre Eltern ließen sich 1951 scheiden. Ihre Mutter heiratete 1953 den Bildhauer Fritz Cremer und zog mit der elfjährigen Sabina und dem fünfjährigen Thomas zu ihm nach Berlin-Pankow. Christa und Fritz Cremer bekamen 1954 eine Tochter, Sabinas erste Halbschwester Katrine Cremer.

Sabina Grzimeks Vater Waldemar Grzimek lebte ab dem 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaus, in Westberlin und heiratete dort die Ärztin Lydia Schumann. Das Paar bekam 1964 eine Tochter, die spätere Bildhauerin Jana Grzimek, Sabinas Halbschwester.

Sabina Grzimek war von 1973 bis 1979 mit dem Restaurator Peter Schwarzbach (* 1944) verheiratet. Sie hat einen Sohn Anton (* 1975) und eine Tochter Anna (* 1979).

Sabina Grzimek absolvierte 1961 bis 1962 ein praktisches Jahr an der Porzellanmanufaktur Meißen. Von 1962 bis 1967 studierte sie Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Anschließend lebte und arbeitete Sabina Grzimek bis 1969 als freischaffende Bildhauerin, Malerin und Grafikerin in Berlin-Prenzlauer Berg. Von 1969 bis 1972 war sie Meisterschülerin an der Akademie der Künste Berlin bei Fritz Cremer. Ab 1972 lebte und arbeitete sie als freischaffende Künstlerin in Erkner-Schönschornstein.

Von 1997 bis mindestens 2006 war Sabina Grzimek Gastdozentin an der privaten Höheren Berufsfachschule Grafik-Design-Schule Anklam.

Darstellung Sabina Grzimeks in der bildenden Kunst

Gabriele Mucchi: Porträt Sabine Grzimek (1971, Öl, 70 × 50 cm)

Fotografische Darstellung Sabine Grzimeks

Christian Borchert: Die Bildhauerin und Grafikerin Sabine Grzimek in ihrer Wohnung (1976) Roger Melis: Sabine Grzimek (1989)

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Sabina Grzimeks (unvollständig)

Altenburg/Thür.: Lindenau-Museum Berlin: Kupferstichkabinett Berlin: Neue Nationalgalerie Berlin: Artothek im Deutschen Bundestag Berlin: Artothek der Zentral- und Landesbibliothekhttps://artothek.zlb.de/kuenstler.php?who=Grzimek%2C+Sabine Berlin: Kunstsammlung des Bezirks Pankow Berlin: Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank

Werk Sabina Grzimek schuf eine große Anzahl an Skulpturen aus Bronze, Gips, Terrakotta und Ton und Druckgrafiken, die in ihren zahlreichen Ausstellungen gezeigt wurden und werden. Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg steht Grzimeks Skulptur Junge aus der Marienburger Straße (1968–1970), in Berlin-Lichtenberg Mutter mit Kind (1984). Die einst vor dem Alten Museum im Berliner Lustgarten ausgestellte Skulptur Stehende und liegende Gruppe (1980–1985) befindet sich heute auf dem Lützowplatz in Berlin-Tiergarten, dem ehemaligen Sitz der Galerie Eva Poll. Ferner stammt das Denkmal vor dem Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner (1992) und die Weinheimer Reiterin (1996)Zur Weinheimer Reiterin vgl. Ingrid Noll: Tea Time. Roman. Zürich 2022. S. 217. von ihr. Einige Grafiken und Malereien gehören ebenfalls zum Werk von Sabina Grzimek.

Zu ihren Auszeichnungen gehören der Gustav-Weidanz-Preis (1972), der Käthe-Kollwitz-Preis (1983), der Preis des Kunstfördervereins Weinheim (1994) und der Ernst-Rietschel-Kunstpreis der Stadt Pulsnitz (1996). Am 26. Juni 2011 wurde Sabina Grzimek in Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, im Schloss Neuhardenberg der Brandenburgische Kunstpreis verliehen, den die Märkische Oderzeitung in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg ausgeschrieben hat. Zum siebzigsten Geburtstag der Künstlerin wurde im November 2012 auf dem Garnisonkirchplatz in Berlin-Mitte eine erste Figur aus Grzimeks Gruppe Sieben Gesten des aufrechten Gangs aufgestellt.

Galerie

Druckgrafik (Auswahl)

Paar (1978, Lithografie, 41 × 26 cm, Blatt 5 der von der Galerie am Prater herausgegebenen Mappe Nachbarn)https://nat.museum-digital.de/object/1230657 Berlin, nächtliche Straße (vor 1988, Holzschnitt in Rot, mit Goldbronze bemalt, 27,5 × 30,8 cm; u. a. im Kupferstichkabinett Berlin) Hoffnung ’89 (1989, Siebdruck über Lithografie, 26,1 × 32,9 cm; Blatt 5 der von Peter Röske und Ekkehard Hellwich 1991 herausgegebenen Mappe Hommage. In Memoriam Christa Böhme)https://nat.museum-digital.de/object/1230658

Ausstellungen (unvollständig) 1970 Staatliche Galerie Moritzburg, Halle (mit Rolf Händler) 1975 Winckelmann-Museum, Stendal (mit Peter Graf) 1979 Leonhardimuseum, Dresden 1980 Galerie im Alten Museum, Berlin 1983 Steirischer Herbst, Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz, Österreich 1988 Galerie Döbele, Ravensburg 1988 Burg Beeskow, Beeskow 1990 Galerie der Berliner Festspiele, Berlin (mit Stefan Reichmann und Anatol Erdmann) 1991 Kunstverein Weissensee, Berlin (mit Hans Scheib) 1991 Galerie Oder-Form, Berlin 1991/92 „Käthe-Kollwitz-Preisträger“, Käthe Kollwitz Museum, Köln 1991/92 Städtisches Museum, Wesel 1992 „Zeichnungen“, Kunstmuseum Basel (mit Dieter Goltzsche, Peter Graf, Claus Weidensdorfer, Gerhard Altenbourg) 1992 Galerie Poll, Berlin 1992 Nationalgalerie, Berlin 1997 Kunstgussmuseum Lauchhammer 1997 Galerie Zunge, Berlin 1997 Galerie M, Berlin 1998 Galerie S, Schleswig 1998 Galerie Kasten, Mannheim 1998 Burg Beeskow, Beeskow 1998 „Hommage à Waldemar Grzimek“, Galerie Poll, Berlin 1998 „Intermezzo III“, Galerie Poll, Berlin 2000 Kunsthalle Anklam 2000 „Augenblicke“, Galerie Eva Poll, Kunststiftung Poll, Berlin 2000 Benz, Kunstkabinett 2000 Usedom Norden, Kunsthaus 2001 Galerie Z, Paris 2001 Galerie im Brecht-Haus, Berlin-Weißensee 2002 Künstlerhof Buch, Alt-Buch 2002 Zentrum Bildende Kunst Neubrandenburg 2003 Städtisches Museum, Heilbronn 2004 „Wintersalon“, Künstler der Galerie, Galerie Poll, Berlin 2007 Galerie Poll, Berlin (mit Wolfgang Petrick) 2010 Werkausstellung der Künstlerin im Helios Klinikum Berlin-Buch zwischen dem 15. April und dem 11. Juli, organisiert von der Galerie am Gendarmenmarkt, außerdem schuf Sabina Grzimek die Bronze-Skulptur von Mildred Scheel für das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg (Höhe 2,40 m), die Aufstellung erfolgte am 12. Mai 2010 2011 Optisches Museum, Jena 2011 „Realismus als Methode - Sechs Berliner Bildhauer: Fritz Cremer, Sabina Grzimek, Waldemar Grzimek, Emerita Pansowová, Hans Scheib, Genni/Jenny Mucchi-Wiegmann“, Galerie Poll, Berlin 2011 „Sabina Grzimek. Skulpturen und Bilder“, Jenaer Kunstverein 2012 „Sabina Grzimek. Figuren, Bilder und Zeichnungen“, Galerie Poll, Berlin 2017 Sabina Grzimek „Aus den Zeiten“ | Radierungen und Übermalungen, Galerie Pankow, Berlin 2024 Galerie Poll, Berlin. „Menagerie“, mit Peter Herrmann, Ralf Kerbach, Heidrun Rueda und Hans Scheib

Literatur Gerhard Grzimek, Rupprecht Grzimek: Die Familie Grzimek aus Oberglogau in Oberschlesien. In: Deutsches Familienarchiv. Band 10, Degener, Neustadt (Aisch) 1958, . (2000, ) Sabina Grzimek: Köpfe. POLLeditionen Bd. 50, Berlin 2000, . Grzimek, Sabine. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 293/294 Vorstand der Kulturstiftung Sachsen und Galerie Pankow Hrsgg.: Sabina Grzimek. Aus den Zeiten, Berlin 2017, ISBN 978-3-86105-149-7.

Weblinks

https://www.bildindex.de/ete?action=queryupdate&desc=Grzimek%20&index=obj-all

Einzelnachweise

Sabina Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Frau Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video