mini|Kreuzstein
Sandreuth (oberfränkisch: Sond-rahdE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „såⁿdrād“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Harsdorf im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Sandreuth liegt in der Gemarkung Harsdorf.
Geographie Das Dorf liegt an der Trebgast. Im Norden gibt es eine ehemalige Sandgrube, die als Geotop ausgezeichnet ist. Die Staatsstraße 2183 führt nach Harsdorf (1,5 km nordwestlich) bzw. nach Ramsenthal (1,7 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schaitz (0,7 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1398 als „Sandrewt“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort verweist auf den sandigen Boden, das Grundwort rewt gibt zu erkennen, dass das Land durch Rodung urbar gemacht werden musste.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 144.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Sandreuth aus 12 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Rittergut Sandreuth (1 Hof, 1 Halbhof, 1 Gut, 1 Gütlein, 2 Halbgütlein, 3 Söldengüter, 2 Söldengütlein) und das Hospital Bayreuth (1 Hof).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 634f.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Sandreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Harsdorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 753.
Baudenkmäler Haus Nr. 2: Wohnstallhaus Haus Nr. 3: Wohnstallhaus und Backhaus Haus Nr. 4, 10, 11: Türrahmungen Kreuzstein
Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 58 66 89 85 72 83 70 87 61 64 48HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 11 13 13 13 13 13 13Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.
Religion Sandreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Martin (Harsdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Harsdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1398