mini|Wohnstallhaus
Hettersreuth (oberfränkisch: Heddeasch-rahdE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „heddeʳschrād“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Harsdorf im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Hettersreuth liegt in der Gemarkung Harsdorf.
Geographie Der Weiler Hettersreuth bildet mit Harsdorf im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese liegt in der breiten Talsohle der Trebgast. Durch den Ort fließt ein namenloser linker Zufluss des Haselbachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Altenreuth (1,4 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1398 als „Herdleinsrewt“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist Hertilin (Diminutiv von Herto), der Personenname des Siedlungsgründers. Das Grundwort rewt gibt zu erkennen, dass das Land durch Rodung urbar gemacht wurde. 1531 wurde erstmals die Form „Hedersreuth“ bezeugt.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 58.
Hettersreuth gehörte zur Realgemeinde Harsdorf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hettersreuth aus 4 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Grundherren waren das Klosteramt Kulmbach (1 Zweidrittelhof, 1 Drittelhof, 1 Tropfhäuslein) und das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Hof).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 601.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hettersreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Harsdorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 753.
Baudenkmäler Hettersreuth 3: Wohnstallhaus mit Austragshaus
Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 38 31 43 37 45 40 42 39 35 30 19HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 5 5 6 7 7 7 6Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 725.
Religion Hettersreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Martin (Harsdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Harsdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1398