Das Hohenzollern-Gymnasium Sigmaringen (HZG) ist ein Gymnasium in Sigmaringen mit musischem, naturwissenschaftlichen und sprachlichen Profil.

Geschichte Das Hohenzollern-Gymnasium wurde 1975 als Neubau auf der Gemarkung Sandbühl eingeweiht und traegt erst seit dieser Zeit den Namen "Hohenzollern-Gymnasium". Nach Errichtung einer kleinen Lateinschule der Franziskaner im damaligen Stadtteil Hedingen von 1770 bis 1806 gab es sechs Jahre kein Gymnasium, bis am 24. November 1818 auf Anordnung von Fürst Anton Aloys von Hohenzollern-Sigmaringen die "Lateinische Schule" in den Gebäuden des inzwischen säkularisierten Dominikanerkloster in Hedingen eingerichtet wurde. Es war eine staatlich geleitete Schule. Geleitet wurde die Schule durch Fidelis Engel, dem Pfarrer der Stadt. Im ersten Schuljahr nahmen 25 Schüler am Unterricht teil. Von 1844 bis 1848 war diese Schule in Hedingen lediglich Realschule. Mit dem Übergang Hohenzollerns an Preußen wurde sie das "Königliche Katholische Gymnasium zu Hedingen". 1893 wurde das neue Schulhaus am Fuße des Josefsberg eingeweiht. 1938 wurde die Schule in eine neusprachliche "Oberschule für Jungen" umgewandelt und ein humanistisches Abitur wurde nicht mehr angeboten. Nach 1945 versuchte Direktor Karl Braitsch die Wiederherstellung des humanistischen Gymnasiums, wenige Jahre später wurde zusätzlich der neusprachliche Zug eingeführt. 1961 erfolgte die Einweihung eines Erweiterungsbaus. Zu dieser Zeit waren die beiden Gymnasien in Hechingen und Sigmaringen (solitär in Baden-Wuerttemberg), bedingt durch die ursprüngliche Zugehörigkeit Hohenzollerns zu Preußen in der Trägerschaft des Staates. Diese Tatsache und die gleichzeitige Schulraumnot, bedingt durch die geburtenstarken Jahrgänge wurde 1973 zwischen der Stadt und dem Land ein Vertrag über die neue städtische Trägerschaft der Schule geschlossen und dem Bau des Hohenzollerngymnasiums begonnen mit großer finanzieller Hilfe des Landes.Quelle: Georg Gauggel, "Sigmaringen als Schulstadt" in: "900 Jahre Sigmaringen", M. Liehners Hofbuchdruckerei, Sigmaringen 1977

Lehrangebot Am Hohenzollern-Gymnasium wird ab der 5. Klasse Englisch unterrichtet, ab der 6. Klasse zusätzlich entweder Latein oder Französisch. Besonders ist der Musikzug am HZG. Teilnehmer in den 5.–7. Klassen haben wöchentlich eine Stunde mehr Musik, in denen sie als Chor oder Ensemble musizieren.

Ab der 8. Klasse kann man sich zwischen drei Profilen entscheiden. Sprachliches Profil: Schüler erhalten zusätzlich wöchentlich vier Stunden Spanisch. Musisches Profil: Schüler müssen ein Instrument erlernen und erhalten wöchentlich vier zusätzliche Stunden Musik. Naturwissenschaftliches Profil: Schüler bekommen als neues Fach NWT (Naturwissenschaft und Technik) mit vier wöchentlichen Stunden.

In der 10. Klasse enden die Profile und die Schüler haben freie Wahlmöglichkeiten für ihre Kursfächer.

Ergänzend zum regulären Unterricht gibt es verschiedene AGs und Ganztagsangebote.

Persönlichkeiten des Hohenzollern-Gymnasiums und dessen Vorgänger Bekannte Schüler Korbinian Brodmann (1868–1918), Neurologe und Psychiater Hans Kayser (1891–1964), Musikwissenschaftler Josef Henselmann (1898–1987), Bildhauer Karl Lehmann (1936–2018), Bischof von Mainz und Kardinal Ernst-Reinhard Beck (* 1945), Politiker Winfried Kretschmann (* 1948), Politiker Gregor Amann (* 1962), Politiker Dirk Abel (* 1977), Politiker Johannes Kretschmann (* 1978), Politiker Matthias Henne (* 1982), Politiker

Bekannte Lehrer Joseph Stöckle (1844–1893), Schriftsteller und Begründer des deutschen Scheffelbundes Hildegard Wegscheider (1871–1953), Politikerin und erste weibliche Absolventin des Abiturs in Preußen Anton Valentin (1898–1967), Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben Winfried Kretschmann (* 1948), baden-württembergischer Ministerpräsident

Auszeichnungen MINTfreundliche Schule (2016)

Weblinks

Offizielle Website der Schule

Einzelnachweise

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