Peter Paul Schweger (* 8. Februar 1935 in Mediasch, Rumänien; † 17. Juni 2022 in Hamburg) war ein deutsch-österreichischer Architekt sowie Mitgründer und Namensgeber der Architekturbüros Schweger associated architects, Schweger + Partner und Schweger Architekten GmbH.

Leben links|mini|Main Tower Schweger studierte an der Technischen Hochschule Budapest (heute: Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, an der er 1959 sein Diplom erreichte. Danach arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros in Zürich und profilierte sich mit eigenen Wettbewerbsbeiträgen.

Nach einem erfolgreichen Gutachten für den Neubau der Fachhochschule Hamburg ging er als junger Architekt nach Hamburg und gründete 1964 eine Arbeitsgemeinschaft mit Heinz Graaf, einem erfahrenen Hamburger Architekten. 1968 ging hieraus eine Partnerschaft hervor, die sich unter verschiedenen Firmierungen und mit unterschiedlichen Partnern fortsetzte und heute unter Schweger Architekten bekannt ist.Wahlhamburger Zum 70. Geburtstag des Architekten Peter Schweger bei baunetz.de, abgerufen am 6. Mai 2021.

Mehrere Lehraufträge führten ihn in den Jahren 1968 bis 1971 an die HfBK in Hamburg und an die Universität Hannover. Von 1972 bis 2000 hatte er die Professur am Lehrstuhl für Gebäudekunde und Entwerfen an der Universität Hannover inne.Peter P. Schweger bei architectuul.com, abgerufen am 6. Mai 2021.

Seit 1969 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg, 1971 wurde er in den BDA Bund Deutscher Architekten berufen, 2009 erhielt er den Verdienstorden der Republik Ungarn, und 2010 wurde er mit dem Fritz-Schumacher-Preis ausgezeichnet.Hamburger Architekt mit „Fritz-Schumacher-Preis 2010“ ausgezeichnet bei hamburg.de, abgerufen am 6. Mai 2021.

Er war als Preisrichter und Vorsitzender bei einer Vielzahl von Architektenwettbewerben tätig, und zahlreiche Bauten und Projekte seiner Büros wurden mit Preisen ausgezeichnet. Beispielsweise wurde 2011 die Erweiterung des Sächsischen Hauptstaatsarchiv mit einem erstmals vergebenen und international ausgelobten Architekturpreis „Passivhaus“ ausgezeichnet, ebenfalls 2011 wurde der bereits 2001 fertiggestellte Main Tower als Bestandsgebäude nachträglich mit LEED Gold zertifiziert.Peter P. Schweger bei downloads2020.com, abgerufen am 6. Mai 2021.

Peter P. Schweger lebte in Hamburg und betrieb mit mehreren Partnern das Büro Schweger Architekten GmbH. Am 17. Juni 2022 ist Peter P. Schweger im Alter von 87 Jahren gestorben.„Voll visueller Verheißungen“. Zum Tod des Architekten Peter P. Schweger auf abendblatt.de vom 21. Juni 2022

Wichtige Bauten miniatur|Plenarsaal des Bundesratsgebäudes in Berlin miniatur|Turm B in Moskau am 28. Juni 2006 1967–1971: Ingenieurschule Hamburg-Bergedorf und zugehöriges Studentenwohnheim Billwiese (Graaf-Schweger) 1971–1974: Hauptverwaltung der Hamburg-Mannheimer Versicherung in der City Nord (Graaf-Schweger mit Friedrich Spengelin) 1973: Pavillon auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz Hamburg (Graaf-Schweger; 2001 abgebrochen) 1976–1978: Umbau Kaufmannshaus, Hamburg, Große Bleichen (Graaf-Schweger) 1977–1979: Geschäftshaus und Gänsemarkt-Passage (Graaf-Schweger; 2022/23 abgebrochen) 1985–1989: Techniker Krankenkasse, Hamburg 1992–1993: Arbeitsamt Bremerhaven 1991–1994: Kunstmuseum Wolfsburg und Rathaus B, Wolfsburg 1994–2000: ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt Dieter Kienast) 1995–1997: Center Court DTB Rothenbaum, Hamburg 1996–2001: Sanierung und Umbau des ehemaligen Preußischen Herrenhauses als Bundesratsgebäude für den Bundesrat 1996–2000: A + T Hochhaus Park Kolonnaden am Potsdamer Platz, Berlin 1996–1998: Haus der Deutschen Bauindustrie, Berlin 1996–1999: Haus der Deutschen Wirtschaft, Berlin 1996–1998: Kaufmännische Krankenkasse, Hannover 1996–2001 Main Tower, Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main 1997–1998: NL Nord GB Netz Deutsche Bahn AG, Hannover 1998–2001 Oberbaum City „NARVA“, Berlin 1998–1999: Hamburg-Mannheimer Versicherung Hauptverwaltung, Hamburg 1998–2001: Verlagshaus Langenscheidt, München 1999: Masterplan Hafencity Hamburg (mit Kees Christiaanse/Astoc) 1999–2002: Jakob-Kaiser-Haus 1 + 2 Bundestag, Berlin 1999–2002: LVA Landesversicherungsanstalt, Hamburg 2001–2003: Turmhaus Lennéstrasse 7, Berlin 2001–2004: Neubau NDR Hörfunk, Hamburg 2004–2013: Federation Towers, Federazija-Wolkenkratzer, Moskau (mit Sergei Tchoban) 2004–2008: Revitalisierung BMW Hochhaus Areal (4-Zylinder), München 2006–2009: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2006–2012: Collegium Hungaricum, Berlin 2006–2011: Sächsisches Hauptstaatsarchiv, Dresden 2008–2013: Dubai Pearl, Dubai 2011–2015: Erweiterung Dienstgebäude der Regierung Oberbayern, München 2011–2016: Areal West, Hamburg 2012–2015: Fassadensanierung Bettenhochhaus Charité, Berlin 2013–2017: Erweiterung Landesregierung Oberbayern, München 2015–2017: Sanierung eines denkmalgeschützten Parkhauses der BMW AG, München

Literatur Ralf Lange: Hamburg. Wiederaufbau und Neuplanung 1943–1963. Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus 1994, ISBN 3-7845-4610-2. Volkwin Marg, Reiner Schröder: Architektur in Hamburg seit 1900. Junius-Verlag, Hamburg 1993, ISBN 3-88506-206-2.

Weblinks

Eintrag von Peter P. Schweger in Google Scholar SAA Schweger Architekten GmbH offizielle Website Video: Interview mit Peter Schweger über das Bundesratsgebäude auf YouTube. Geführt und produziert von Jan A. Wolff für den Deutschen Bundesrat, veröffentlicht am 13. Dezember 2013.

Einzelnachweise

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