Der Ural-Milchlattich () (Cicerbita uralensis, oder Cicerbita macrophylla subsp. uralensis) ist eine Unterart aus der Gattung Milchlattiche (Cicerbita) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Art wurde in die Rote Liste der Bedrohten Arten des Mittleren Ural aufgenommen.

Synonyme The Plant List führt 2013 die Bezeichnung Lactuca macrophylla subsp. uralensis (Rouy) N.Kilian & Greuter als Synonym.Royal Botanic Gardens, Kew and the Missouri Botanical Garden: Cicerbita uralensis (Rouy) Beauverd is a synonym of Lactuca macrophylla subsp. uralensis (Rouy) N.Kilian & Greuter bei The Plant List.

Merkmale Der Ural-Milchlattich ist eine große Staude mit kurzem Rhizom. Sie erreicht eine Höhe von 80 bis 200 cm. Die Wurzeln sind dünn, schnurartig und braun. Der Stängel erreicht an der Basis einen Durchmesser von 10–15 mm. Die Stängel sind gerillt, hohl, im unteren Teil meist kahl oder fast kahl, im oberen Teil, insbesondere bei den Verzweigungen, dicht bedeckt mit schmalen (fast fadenförmigen) membranösen Drüsenhaaren.

Die Formen der unteren, mittleren und oberen, fein gezähnten und spitzen Laubblätter sind unterschiedlich. Die unteren, gestielten Blätter sind groß und pfeil-, herzförmig. Ihre Länge erreicht bis zu 50 cm.. Die Stiele sind teils, mehr oder weniger geflügelt. Die mittleren sind leierförmig. Die oberen, kleineren Blätter sind sitzend und eilanzettlich oder lanzettlich und ungleichmäßig gezähnt.Энциклопедия, словари, справочники. Лесные травянистые растения. (Enziklopedija, slowari, sprawotschniki. Lesnyje trawjanistyje rastenija) cnshb.ru. Die Blätter sind oberseits schwach behaart und unterseits behaart.

Die 25–30-blütigen Blütenkörbe sind zylindrisch und befinden sich in einem rispigen Gesamtblütenstand. Die Blütenstandsstiele sind drüsig. Es ist eine drüsige Hülle vorhanden, die Hülllänge beträgt bis 15 mm, die Breite ca. 8 mm. Die zwittrigen Zungenblüten sind weiß-rosa oder -violett, die Zungen sind gezähnt. Die Köpfe sind etwa 4–5 cm im Durchmesser.

Die rippigen und oliv-farbenen Achänen mit kurzem Hals sind ca. 6 mm lang und 1,5 mm breit, spindelförmig oder ellipsoid. Es ist ein zweireihiger Pappus ausgebildet.

Die Pflanze vermehrt sich durch Samen und Rhizome und wächst in Gruppen von etwa 20 Exemplaren.Энциклопедия декоративных садовых растений. (Enziklopedija dekoratiwnych sadowych rasteni) flower.onego.ru. Die Pflanze blüht im Zeitraum von Juni bis September.

Lebensraum De Pflanze gedeicht an schattigen feuchten Orten; in Laub-, Nadel- und Mischwäldern an Waldrändern, in Waldlichtungen und Lichtungen zwischen Dickichten großer Gräser; in Erlen-Dickichten, entlang der Ufer von Flüssen und in Waldschluchten; in subalpinen Wiesen bis zu einer Höhe von 1000 Meter über dem Meeresspiegel.

Vorkommen Die Pflanze kommt im Europäischen Teil Russlands in Gebieten Westsibiriens wie der Region Perm der Oblast Swerdlowsk vor. Sie ist an den Westhängen des Mittleren und Süd-Urals, insbesondere in den Einzugsgebieten der Flüsse Sylwa und Tschussowaja und auf dem Berg Osljanka verbreitet.Flora der UdSSR, Bd. 29, S. 360–361.

Gefährdung und Schutz Die Pflanze wird aufgrund von Abholzung und Beweidung als seltene Art eingestuft. Die Dynamik der Verbreitung der Pflanze wird in den Naturschutzgebieten im Süden und Osten der Perm-Region überwacht. 2012 wurde sie in der Roten Liste der Region Orenburg aufgenommen und in die Kategorie 2 eingestuft.Природа Оренбургской области. Сайт лаборатории экономической географии института степи. (Priroda Orenburgskoi oblasti. Sait laboratorii ekonomitscheskoi geografii instituta stepi) orenpriroda.ru.

Taxonomie Der Ural-Milchlattich wurde 1901 von Georges Rouy (1851–1924) in Illustrationes plantarum Europae rariorum Band 16 Tafel 390 als Mulgedium uralense erstbeschrieben. Die Art wurde 2003 von Norbert Kilian und Werner Greuter in Willdenowia Band 33 Teil 2 Seite 234 als Unterart Lactuca macrophylla subsp. uralensis in die Gattung Lactuca gestellt. Synonyme sind Cicerbita uralensis und Cicerbita macrophylla subsp. uralensis .

Literatur The European Garden Flora. Volume VI, Cambridge University Press, 2000, ISBN 0-521-42097-0, S. 539, .

Weblinks

semantic.uraic.ru plantarium.ru redbook21.ru cicon.ru

Einzelnachweise

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