Die Steinach ist ein zusammen mit ihrem längsten Oberlaufstrang etwa 12 km, auf ihrem Namensabschnitt dann nur noch etwa 3 km langer Bach des Westlichen Albvorlandes im Zollernalbkreis im mittleren Baden-Württemberg. Sie mündet nach einem insgesamt etwa nordöstlichen Lauf in der Stadt Balingen von links in die mittlere Eyach.

Name Die Steinach ist das letzte, nur etwa 2,9 km lange Teilstück eines aufgefiederten Bachsystems am Albtrauf und auf dem Kleinen Heuberg. Der Hauptstrang des Baches ist 12,3 km lang und setzt sich nach verschiedenen Karten aus den aufeinanderfolgenden Abschnitten Bitzgraben, Katzenbach, Brühlbach und schließlich Steinach zusammen. Die aktuelle amtliche Gewässerkarte fusioniert die ersten drei Abschnitte zum Bitzgraben, die beiden anderen Namen auf diesem Fusionsabschnitt sind jedoch glaubhaft dokumentiert. Wo die Namen genau wechseln, ist nicht sicher bestimmbar. Hier wird deshalb der Wechsel jeweils auf den Zuflusspunkt eines großen Zuflusses im Unsicherheitsintervall gelegt, was dem Usus bei den meisten Laufzerlegungen in Abschnittsnamen von Amts wegen entspricht.

Geographie Verlauf Bitzgraben mini|links|hochkant|Bitzgraben oberhalb von Dotternhausen Der Bitzgraben entsteht auf etwa unter der neben dem Jurakalk-Tagebau auf dem Plettenberg stehenden Plettenberghütte in der Waldklinge Breitenloch ca. 2,3 km südsüdöstlich der Ortsmitte von Dotternhausen. Er fließt zunächst nordwestlich und nimmt von rechts aus dem Dormettinger Holz einen etwa ebenso langen Quellzweig auf. Auf etwa verlässt er den Hangwald und zieht dann, meist von Ufergehölz begleitet, an einem Aussiedlerhof im Oberen Esch vorbei und dann durchs Gewann Bitz neben der Erschließungsstraße den Steinbruchs etwa nordnordwestlich bis an den Ortsrand von Dotternhausen. Im Ort wendet er sich, von nun an verdolt, entlang der Weiherstraße nach Nordosten und unterquert das Sportgelände. Dort mündet von rechts der Weiherwaldgraben, der zuletzt einen Stauteich durchlaufen hat. Der Bitzgraben zieht 200 Meter weiter nordöstlich unter Straßen bis zur Einmündung der Zinkenstraße in die Schloßstraße. Unter der Zinkenstraße naht, zuletzt ebenfalls verdolt, von rechts der Zufluss Kälberbach, der gegenüber der Martinskirche des Dorfes auf wohl etwas unter einmündet. Der Bitzgraben ist etwa 3,5 km lang und hat ein etwa 2,9 km großes Teileinzugsgebiet. Am Zufluss des Kälberbachs beginnt der nächste Namensabschnitt.

Katzenbach Der nun Katzenbach genannte Gewässerlauf wendet sich zwischen Kirche und Schloss von Dotternhausen nach Nordwesten, verlässt den Ort, unterquert die B 27 und gräbt sich nun in wieder offenem Lauf und von einer Baumgalerie begleitet in eine Geländefurche, an deren rechtem Hang eine baumdurchsetzte Wiese liegt. Bald kehrt er sich nach Nordosten, danach bedeckt meist Wald die schmale Talaue und wenigstens einen der beiden Hänge. Links auf dem nicht sehr breiten Hügelrücken vor dem Riedbach läuft die Katzensteige von Dormettingen nach Erzingen hinab. Darunter am Hang begleitet nun die Bahnstrecke Schömberg–Balingen den Bachlauf fast bis zur Eyach-Mündung. Am westlichen Ortsrand dieses Balinger Dorfes fließt dann der 3,6 km lange Katzenbach mit einem Teileinzugsgebiet von 7,1 km² auf etwa mit dem nach Länge wie Einzugsgebiet kleinerem Riedbach zusammen zum Brühlbach.

Brühlbach Der Brühlbach genannte Gewässerabschnitt zieht in selbst im bebauten Gelände auffällig gewundenem Lauf durchweg ostwärts. Schon hundert Meter nach seinem Beginn nimmt er dabei noch am Westrand von Erzingen den aus dem Westen nahenden Bontalbach auf und durchquert es dann. Der alte Ortskern liegt rechts über der Talmulde, links steht nur die neuere Siedlung entlang der Erlenstraße. Gegen das Ortsende zu mündet der aus dem Südsüdwesten kommende Haugenbach, der östlich von Dotternhausen und westlich von Roßwangen in einer Waldzunge den mittleren Hang des Albtraufs herab entsteht. Fast schon an der Kutzmühle vor dem Balinger Dorf Endingen endet der etwa 2,3 km lange Brühlbach-Abschnitt auf am Zulauf des rechten Sulzgrabenbachs, der parallel zum vorigen Zufluss verläuft und nur wenig näher an Roßwangen entsteht, womit die eigentliche Steinach entsteht.

Steinach Die Steinach wendet sich links durch Endingen langsam auf Nordlauf, nimmt in der Ortsmitte wieder aus Südsüdwesten den letzten größeren Zufluss Wettbach auf, der oben am Albtrauf unter dem Sattel zwischen Plettenberg und Schafberg entspringt, und unterquert am unteren Ortsende die Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen. In der fast unmittelbar anschließenden Gewerbezone am Südrand des zentralen Balingens fließt sie schon im Tal der Eyach nordwärts. Sie wendet sich in der südlichen Kernstadt am Rappenturm zuletzt auf ein nur kurzes Stück Ostlauf, fließt dabei unter der Brücke der Friedrichsstraße hindurch und mündet dann nahe dem Zollernschloss am Wasserturm auf von links in die mittlere Eyach.

Die Steinach ist auf ihrem Namensabschnitt am Unterlauf 2,9 km lang, zusammen mit ihrer Oberlauffolge ab dem Bitzgraben dagegen 12,3 km. Sie mündet etwa 378 Höhenmeter unterhalb des Bitzgraben-Ursprungs, hat also auf dem Gesamtlauf ein mittleres Sohlgefälle von 31 ‰; den überwiegenden Teil des Gesamtgefälles erfährt sie auf den Abschnitten Bitzgraben und Katzenbach am Albtrauf, während auf die folgenden zwei Abschnitte mit über 40 % des Gesamtlaufes kaum mehr als ein Achtel davon entfallen.

Einzugsgebiet Die Steinach hat ein 31,3 km² großes Einzugsgebiet, das naturräumlich gesehen in seinen höchsten Teilen einen schmalen Streifen am Trauf der Hohen Schwabenalb umfasst. Der restliche Anteil liegt im Westlichen Albvorland, davon ein niedrigerer Streifen mit den höchsten Quellen im Unterraum Schlichem- und Eyach-Albrandbucht, der größte Teil tiefer auf dem Kleinen Heuberg. Die beiden mit jeweils etwa höchsten Punkte liegen am Albtrauf auf dem Plettenberg nahe der Plettenberghütte und auf dem Schafberg.

Reihum grenzt es an die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer: Im Nordnordwesten liegt das Quellgebiet des Kaunterbachs, eines tieferen Zuflusses der Eyach; im Nordnordosten entspringt der Talgraben, der etwas zuvor ebenfalls von links zur Eyach läuft, und ein Zufluss von ihm; im Osten grenzen unmittelbares Einzugsgebiet der Eyach, dann das ihrer höheren Zuflüsse Hühnerbach und Beutenbach an; im Süden laufen Rötegrabenbach und Waldhausbach von rechts zur Schlichem; im Südwesten folgen die weiteren rechten Zuflüsse der Schlichem vom Steinlegraben bis hinunter zum Golterngraben.

Das größte Teil des Einzugsgebietes im mittleren und östlichen Teil gehört zur Stadt Balingen. Daneben haben im Südwesten die Gemeinde Dotternhausen und im Westen die Gemeinde Dormettingen einen Anteil am Gebiet, ganz im Westen die Gemeinde Dautmergen nur einen kleinen Zwickel. Alle diese Kommunen gehören zum Zollernalbkreis.

Zuflüsse und Seen Liste der Zuflüsse und 10px|class=noviewer Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Zusammenfluss der Steinach auf nahe der Kutzmühle bei Balingen-Endingen aus dem bedeutenderen linken Bitzgraben-Katzenbach-Brühlbach-Strang und dem rechten Sulzgrabenbach.

Brühlbach, linker und westlicher Oberlauf auf dem Hauptstrang, 2,3 km auf dem Namenslauf und 9,4 km mit dem Hauptstrang oberhalb sowie ca. 20,4 km². Entsteht auf etwa am Westende von Balingen-Erzingen aus dem Zusammenfluss von Katzenbach und Riedbach. Katzenbach, rechter und südwestlicher Hauptstrang-Oberlauf, 3,6 km auf dem Namenslauf und 7,1 km mit dem gesamten Hauptstrang oberhalb sowie ca. 5,7 km². Entsteht auf etwa aus dem Zusammenfluss von Bitzgraben und Kälberbach nahe der Kirche in Dotternhausen. Bitzgraben, linker Hauptstrang-Oberlauf in nach links ausholendem Bogen aus dem Südsüdosten, 3,5 km und ca. 2,9 km². Entsteht auf etwa unter der Plettenberghütte auf dem Plettenberg im Breitenloch ca. 2,3 km südsüdöstlich der Ortsmitte von Dotternhausen.Hat einen weiteren Oberlaufzweig aus dem Dormettinger Wald und weitere manchmal zuführende Quellen sogar höher am Westhang des Plettenbergs. Weiherwaldgraben, von rechts und Süden zuletzt verdolt auf etwa bei den Sportplätzen in Dotternhausen, 0,9 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa im Waldgewann Stöckenbild nahe dem Flurrand ungefähr unter der Lorenseilbahn vom Steinbruch auf dem Plattenberg herab. 10px|class=noviewer Durchfließt sehr mündungsnah den Feuerlöschteich in Dotternhausen, 0,7 ha.Danach verdolter Abfluss. Der Hochwasserabfluss des Teichs mündet ggf. wenige Meter zuvor. Kälberbach, rechter und südlicher Nebenstrang-Oberlauf zuletzt verdolt unter der Zinkenstraße, 1,1 km und ca. 0,7 km². Entsteht gewöhnlich auf etwa an einer kleinen Lichtung im Waldgewann Plattenbergweg. Unbeständigere Oberläufe beginnen und zeitweilige Quellen liegen höher am Nordhang des Plettenbergs auf bis etwa . Riedbach, linker und westsüdwestlicher Nebenstrang-Oberlauf auf etwa am Westrand von Erzingen, 2,8 km und 3,6 km². Entsteht auf etwa nahe dem Kreisel am Nordwestausgang von Dormettingen. Lochgraben, von links und Westsüdwesten auf etwa im Naturschutzgebiet Riedbachtal nordöstlich von Dormettingen, 1,3 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa im kleinen Talwald Loch nördlich von Dormettingen. Bontalbach, von links und Westen auf etwa am Westrand von Erzingen, 2,5 km und 5,2 km². Entsteht auf etwa nordwestlich von Dormettingen an einem Feldwegdreick, wo sein Talwald Urtel beginnt. Aischbach, von links und Nordwesten auf etwa südlich der isolierten Erzinger Neubauten auf dem Hungerberg, 1,6 km und ca. 1,8 km². Entsteht auf etwa am toten Ende des Waldwegs ins Gewann Taubensee. (Bach neben der Geislinger Steige), von links und Norden auf etwa wenig vor der Mündung am Westrand von Erzingen, ca. 1,0 km und ca. 1,0 km². Entsteht auf etwa nördlich der isolierten Erzinger Neubauten auf dem Hungerberg neben der Geislinger Steige der K 7127 Geislingen–Erzingen. 10px|class=noviewer Durchfließt auf etwa einen Teich kurz vor der Mündung, etwa 0,2 ha. Haugenbach, von links und Südsüdwesten auf etwa gegen das Ortsende von Erzingen zu, 4,0 km und 3,9 km². Entsteht auf etwa im Waldgewann Wolspel östlich von Dotternhausen. Billentalbach, von links und Südwesten auf etwa vor Erzingen am Gewann Dürrwangen, ca. 1,1 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa nordöstlich von Dotternhausen an der L 442. Am Oberlauf unbeständig. Sulzgrabenbach, rechter Nebenstrang-Oberlauf von Südsüdwesten, 3,1 km und ca. 1,9 km². Entsteht auf etwa wenig westsüdwestlich von Balingen-Roßwangen im Waldrand. Wettbach, von rechts und Südsüdwesten in Endingen auf etwa in Endingen, 5,5 km und 5,4 km². Entsteht auf etwa im Gewann Witthau am Westhang des Schafbergs. (Zufluss vom Nordosthang des Plettenbergs), von links und Südosten auf etwa südlich von Balingen-Roßwangen noch im Hangwald, 0,9 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa unter der Nordostspitze des Plettenbergs. Moosbach, von rechts und Südsüdosten auf etwa nach Roßwangen vor der L 442 Dotternhausen–Weilstetten, 1,1 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa südöstlich von Roßwangen am Storchenbühl. 10px|class=noviewer Nahe der linken Wasserscheide liegen am oberen Ende des Trockentals Engelestäle (von links zur Steinach) auf etwa zwei Teiche im Naturschutzgebiet Heuberg in einer ehemaligen Schiefergrube, zusammen 0,9 ha.

Mündung der Steinach von links und zuallerletzt Westen auf beim Zollernschloss in Balingen in die mittlere Eyach. Der Bach ist ab seinem Zusammenfluss 2,9 km, zusammen mit seinem längeren linken Oberlauf Bitzgraben/Katzenbach 12,3 km lang und hat ein 31,3 km² großes Einzugsgebiet.

Geologie