mini|Patrick Pföß (2013) Patrick Pföß (* 5. Februar 1981 in Traunstein) ist ein deutscher Komponist.
Leben und Schaffen Patrick Pföß erhielt seinen ersten Musikunterricht (Querflöte) mit acht Jahren und seinen ersten Kompositionsunterricht mit 13 Jahren bei Hans Josef Knaust. Von 1996 bis 1999 absolvierte er die Berufsfachschule für Musik Altötting. Dort wurde Christoph Heptner zu seinem kompositorischen Mentor. Anschließend studierte Pföß bei Georges Nicolas Wolff und Christoph Ogiermann in Hamburg und Bremen. 2009 wurde er mit dem Kulturförderpreis der ARTS Kulturfördervereinigung und des Lions Clubs ausgezeichnet. 2012 erhielt er den Kompositionsauftrag der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München. 2019 gewann er den Herbert-Baumann-Kompositionswettbewerb. Er lebt und arbeitet seit 2011 wieder in Traunstein (Bayern).
Stilistik Zu den wichtigsten Einflüssen auf Pföß’ musikalisches Schaffen zählen die Werke von Karlheinz Stockhausen, Morton Feldman und Henri Pousseur.
Die frühen Werke sind durch unterschiedliche serielle Techniken gekennzeichnet. Seit 2002 verwendet Pföß in zunehmendem Maß verschiedene Matrix-Techniken, die auch mit Formelkomposition bezeichnet werden können. Unterschiedliche Werke entstanden in dieser Zeit in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern (z. B. Interdisziplinäres „Matrix-Projekt“ mit Tine Hermann und Karin Boine). Zwischen 2005 und 2007 komponierte er einige elektroakustische Werke („Für Frau Hohmayer“, „Stimmen II“) und Musique concrete („Perkal III“ und „Dublinmusic“). In dieser Zeit begann er auch, fraktale Techniken in seinen Werken zu integrieren.
Seit 2007 beschäftigt sich Pföß mit der Verwendung von harmonischen Feldern. Die verwendeten Felder setzen sich aus zwei bis drei geschichteten Intervallen zusammen. Diese bilden eine eindeutig erkennbare Harmonik. Sie lässt sich deutlich von anderen Feldern abgrenzen, die aus anderen Intervallschichtungen bestehen. Seit 2019 erweitert er diese unter Berücksichtigung eines spektralharmonischen Ansatzes.
Werke (Auswahl) 2002: IPETSUT, Prozesse für zwei Flöten 2003: Stimmen II, für Traversflöte und Liveelektronik 2006: VERSO, für Orchester 2006: TRIO, für Viola, Vibraphon und Harfe 2007/2008: VIRTUTES, für Solisten und Orgel 2010: d[e]wa, für Alt, Klarinette, Harfe und Schlagwerk 2011: QUINTETT, für Flöte, Violine, Kontrabass, Klavier und Vibraphon 2012: Vater, für Solo-Mezzosopran, Solo-Bariton und Chor (SATB) 2013: Musik für eine Stadt, für sechs Sänger, sieben Instrumentalisten und Glocken 2013: Sendai, für 10 Spieler 2014: SOLO, für Violoncello solo 2015: Cuchulinn, Kammeroper nach einer irischen Sage 2015: Evolution, für Alt, Sprecher und Streicher 2016: suchen – hoffen, für Violine und Orchester (Besetzung Mozart „Requiem“) 2017: „I met Hamel in an Airplane“ (zum 70. Geburtstag von P. M. Hamel), für neun Spieler 2017: Gajalila, für Kontrabass solo und Orchester 2017: Entr’acte, für Harfe solo 2019: Purpura lucem, für Orchester 2019: Desert dream, für Flöte solo 2019: Fremdwasser, für Horn, drei Celli und Perkussion 2019: Hauch, für Horn, Streicher und Orgel 2020: Sarugaku, für Kontrabass solo 2020: Durch|brechen, für Harfe und Schlagwerk
Weblinks
Homepage von Patrick Pföß Musik für eine Stadt Cuchulinn Ubi spiritus vult
Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Mann