mini|hochkant|Rudi Hurzlmeier (2020) Rudi Hurzlmeier (* 13. November 1952 in Mallersdorf; bürgerlich Rudolf Freiherr Hurzlmeier zu Deggenbach) ist ein deutscher Cartoonist, Maler und Autor.
Leben Hurzlmeier ist das mittlere von sieben Geschwistern. Nach Abbruch seiner Schullaufbahn und diversen Tätigkeiten als Schaufensterdekorateur, Hotelbus-Koch, Bühnenbauer, Taxifahrer, Antiktrödelhändler und Gag-Schreiber für Komiker studierte er ab 1981 nach eigenen Worten autodidaktisch „Komische Kunst“ und zeichnete Comicstrips. Von ihm stammen zahlreiche Beiträge für Magazine wie Titanic, Eulenspiegel, Bunte, Kowalski, Pardon, Nebelspalter, Penthouse, P.M., Gong, Hörzu und FAZ. Als Illustrator arbeitete Hurzlmeier unter anderem mit Wiglaf Droste, Hans Zippert, Fritz Eckenga und Harry Rowohlt zusammen. Er veröffentlichte über 30 Bücher und Kataloge.
Seit den 1990er Jahren trat er zunehmend auch als Maler in Erscheinung, wofür er teilweise das Pseudonym „RuDiHu“ benutzte. Die Themen seiner Aquarelle, Strichzeichnungen, Tuscheskizzen und Comic-Strips bewegen sich zwischen freundlichem Witz und der Lust am Schock.
Er war 2012 Vorstandsmitglied des Fördervereins Komische Pinakothek e. V.
Privates Hurzlmeier lebt und arbeitet vorwiegend in München. Er und seine Frau Gabriella Watenphul haben zwei Söhne, ebenfalls Maler und Zeichner. Julian, mit dem Downsyndrom geboren, ist ein origineller Außenseiter-Künstler. Leonhard studierte in München und ist international erfolgreich. Gemeinsam verstehen sie sich als die Künstlerdynastie „The HU“; 2022 waren fünf Familienmitglieder beteiligt.
Werke (Auswahl)
Monographien Rudi Hurzlmeier: Hurzlmeier Malerei. München: Verlag Antje Kunstmann, 2020, ISBN 978-3-95614-400-4. Land der Berge. Wien: Holzbaum, 2015, ISBN 978-3-902980-33-5. Meisterwerke der goldigen Periode. Oldenburg: LappanArt, 2014, ISBN 978-3-8303-3372-2. Das Urknall-Komplott. Hamburg: edel edition, 2009. Meisterwerke der komischen Periode. Zürich: Kein & Aber, 2004. Das dicke Hurzlmeier-Buch. Berlin: Eulenspiegel-Verlag, 2002. Über das Lächerliche an komischen Zeichnungen. Caricatura Edition, 2000. Wilde Kirschen. Oldenburg: Lappan, 1999. Fernsehen. Baden-Baden: Elster-Verlag, 1998. Lebende Legenden. Oldenburg: Lappan, 1998. Unhaltbar. Oldenburg: Lappan, 1996. Sagenhaftes Regensburg! Regensburg: Buchverlag der Mittelbayerischen Zeitung, 1995. Das Buch für Durchblicker. Oldenburg: Lappan, 1994. Nicht von schlechten Eltern! Oldenburg: Lappan, 1993. Friss oder stirb! Hurzlmeier, Rudi. Kiel: Semmel-Verlag, 1993. Zur Sau. Oldenburg: Lappan, 1992. Viel Spaß in München. Oldenburg: Lappan, 1992. Sehr zum Wohl! Hamburg: Zinnober-Verlag, 1988.
Illustrationen Elke Heidenreich (Hrsg.): Katzenmusik und Katzenstimmung. Tierisch-musikalische Geschichten. Bertelsmann, München 2012, ISBN 978-3-442-74680-4 (= Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann – btb 74680). Hans Zippert: Löwe in love. Zürich: Kein & Aber, 2009 Thomas Gsella: Die Leiden des jungen Schiller. München: Sanssouci Verlag, 2009 Truman Capote: Kindergeburtstag. Zürich: Kein & Aber, 2008 Klaus Bittermann: Der Aufstand der Kuscheltiere. Frankfurt, M.: Haffmans bei Zweitausendeins, 2007 Eycken, Katinka [Hrsg.]: Scharfe Stellen. Frankfurt, M.: Haffmans bei Zweitausendeins, 2007 Thomas Gsella: Kinder, so was tut man nicht. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl., 2007 Peter Hacks: Die Dinge in Buta. Zürich: Kein & Aber, 2007 Hans Zippert: Weihnachtsmänner frisst man nicht. Zürich: Kein und Aber, 2006 Herbert Rosendorfer: Anders geht es auch. Zürich: Sanssouci, 2006 Achim Szymanski: Glückwunsch! Die besten Jahre kommen noch. München: Kunstmann, 2006 Eugen Egner: Als der Weihnachtsmann eine Frau war. Frankfurt am Main: Zweitausendeins, 2005 Hans Zippert: So wird man Löwe. Zürich: Kein und Aber, 2005 Fritz Eckenga: Jahreshauptversammlung meiner Ich-AG. München: Kunstmann, 2005 Michael Koglin: Dinner for one mit Al Capone. München: Knaur, 2004 Michael Koglin: Dinner for one auf der Titanic. München: Knaur, 2003 Wiglaf Droste: Der infrarote Korsar. Berlin: Tiamat, 2003 Jan Kaiser: Wie Schwech und Pefel. München: Knaur, 2003 Michael Koglin: Dinner for one – killer for five. München: Droemer Knaur, 2002
Beiträge Hier lacht der Betrachter. Oldenburg: Lappan, 2005
Mit Harry Rowohlt Hipphopp. Frankfurt, M.: Haffmans bei Zweitausendeins, 2008 Miez, miez. Frankfurt, M.: Haffmans bei Zweitausendeins, 2007 Happy Birds-Day. Frankfurt, M.: Haffmans bei Zweitausendeins, 2004 Ich wollt, ich wär dein Hund. Frankfurt, M.: Haffmans bei Zweitausendeins, 2006 Wahre Engel und andere Geister der Weihnacht. Frankfurt, M.: Haffmans bei Zweitausendeins, 2005
Ausstellungen Cartoonmuseum Basel 26. Juni – 24. Oktober 2010 Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover. 27. Februar – 26. Juni 2016 Galerie Z Stuttgart – Jenseits des Aufgeräumten. 19. Januar – 11. Februar 2018 Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst, Frankfurt am Main. Hurzlmeier Malerei. 02. Dezember 2021 – 18. April 2022
Buchheim-Museum Bernried. 14. Mai 2022 – 25. September 2022
Auszeichnungen mini|Rudi Hurzlmeier mit dem Ernst-Hoferichter-Preis 2020, Stadtrat Christian Vorländer (re) 2004 Deutscher Karikaturenpreis, 3. Platz = Bronze 2010 Deutscher Karikaturenpreis, 1. Platz = Gold 2014 Deutscher Karikaturenpreis, 1. Platz = Gold 2015 Satirepreis „Göttinger Elch“ 2020 Ernst-Hoferichter-Preis
Weblinks
hurzlmeier-rudi.de Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Cartoonist (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Träger des Ernst-Hoferichter-Preises Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Mann