Dieser Artikel behandelt tagesbezogene Nachrichten und Ereignisse im Februar 2021.
Tagesgeschehen Montag, 1. Februar 2021 Naypyidaw/Myanmar: Aufgrund anhaltender Vorwürfe, dass bei der Parlamentswahl im November 2020 betrogen worden sei, putscht die Armee; die Staatsrätin (De-Facto-Regierungschefin) Aung San Suu Kyi, Staatspräsident Win Myint und weitere hochrangige Mitglieder der Regierungspartei NLD werden festgenommen, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte Min Aung Hlaing übernimmt die Macht und verhängt den Ausnahmezustand.
Dienstag, 2. Februar 2021 New York City/Vereinigte Staaten: China blockiert eine Verurteilung des Militärputsches in Myanmar im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. China befürchtet eine Verschlechterung der Lage in Myanmar im Falle von Sanktionen oder des Ausübens von internationalem Druck auf die dortigen Machthaber.
Mittwoch, 3. Februar 2021 Rom/Italien: Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella beauftragt Mario Draghi, den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, mit der Regierungsbildung.
Donnerstag, 4. Februar 2021 Doha/Katar: Beginn der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2020 London/Großbritannien: Das Office of Communications (OFCOM) hat dem chinesischen Sender CGTN die Rundfunklizenz entzogen. Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Einer Mitteilung des Nationalen Sicherheitsberaters Jake Sullivan zufolge stellen die Vereinigten Staaten die Unterstützung einer von Saudi-Arabien geführten Militärallianz im Bürgerkrieg im Jemen ein. Die Vereinigten Staaten streben eine diplomatische Lösung des Konfliktes an. Wellington/Neuseeland: Premierministerin Jacinda Ardern kündigt die Einführung eines neuen Feiertags an, der montags oder freitags um den Termin des maorischen Neujahrs begangen werden soll. Das maorische Neujahr beginnt mit dem Aufgang von Matariki, dem Sternhaufen der Plejaden.
Freitag, 5. Februar 2021 Genf/Schweiz: Libyen erhält eine neue Übergangsregierung, die helfen soll, den Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Staat zu beenden. Ein von der UN nominiertes Dialogforum wählt in Genf den Diplomaten Mohammed Minfi zum Vorsitzenden des Präsidialrates und den Geschäftsmann Abdul Hamid Dbeiba zum Regierungschef. Washington, D.C./Vereinigte Staaten, Moskau/Russland: Das Abrüstungsabkommen New START läuft aus. Eine Verlängerung ist geplant.
Samstag, 6. Februar 2021 Naypyidaw/Myanmar: Nach Massenprotesten der Zivilbevölkerung gegen die Machtübernahme des Militärs wird durch letzteres das Internet landesweit abgeschaltet.
Sonntag, 7. Februar 2021 Butembo/Demokratische Republik Kongo: Gesundheitsminister Etemi Longondo bestätigt das Wiederaufleben der als überwunden angenommenen Ebola-Epidemie in der Provinz Nord-Kivu, nachdem es in der Region Butembo, dem Epizentrum der Ebola-Epidemie, zu einem erneuten Todesfall bedingt durch Ebola gekommen war. Dehradun/Indien: Ein Gletscherlauf bei Jyotirmath in Uttarakhand führt zu Überschwemmungen an den Flüssen Dhauliganga und Alaknanda. Dabei kommen mindestens 18 Personen ums Leben, 200 werden vermisst. Khartum/Sudan: Der frühere finnische Außenminister Pekka Haavisto ist als Vermittler der Europäischen Union in der sudanesischen Hauptstadt eingetroffen, um die Spannungen zwischen Sudan und Äthiopien zu reduzieren. Quito/Ecuador: Erster Wahlgang der Präsidentschafts- und Parlamentswahl Tampa/Vereinigte Staaten: Super Bowl LV zwischen den Kansas City Chiefs und den Tampa Bay Buccaneers Vaduz/Liechtenstein: Landtagswahl
Montag, 8. Februar 2021 Cortina d’Ampezzo/Italien: Beginn der Alpinen Skiweltmeisterschaften (bis 21. Februar) Mogadischu/Somalia: Nach dem Auslaufen der Wahlperiode des amtierenden Präsidenten Mohamed Abdullahi Mohamed verweigern mehrere oppositionelle Gruppen die weitere Anerkennung von diesem als amtierendes Staatsoberhaupt. Stattdessen findet ein nationaler Rat bestehend aus Mitgliedern der Exekutive, der Oppositionsparteien und der zivilen Gesellschaft ihre Anerkennung. Aus diesem soll übergangsweise ein neuer Staatschef bestimmt werden. Tanger/Marokko: Die Überflutung einer illegal betriebenen Textilfabrik in einem Privathaus als Folge von intensiven Regenfällen in der Region führt zu 24 getöteten und 10 verletzten Arbeitern.
Dienstag, 9. Februar 2021 Kabul/Afghanistan: Bei zwei Bombenanschlägen in der afghanischen Hauptstadt werden unter anderem Regierungsangestellte sowie der Minister für die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raumes getötet. Während besonders westliche Medien die Taliban für diese Attacken in der Verantwortung sehen, weist deren Sprecher Zabihullah Mujahid dies mit dem Statement, dass die Taliban damit nichts zu tun hätten, zurück. Suva/Fidschi: Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zur Person des neuen Generalsekretärs des Pacific Islands Forums treten die fünf Mitgliedsländer Palau, Mikronesien, Marshallinseln, Nauru und Kiribati aus ebendiesem aus. Die fünf Nationen aus dem Großraum Mikronesien fühlen sich im Angesicht der größeren Nationen aus Melanesien und Polynesien in diesem Forum unterrepräsentiert. Weltraum: Die Raumsonde al-Amal der Vereinigten Arabischen Emirate erreicht planmäßig eine Umlaufbahn um den Mars.
Mittwoch, 10. Februar 2021 Berlin/Deutschland: Bei einer Ministerpräsidentenkonferenz einigten sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf, die aktuellen Bestimmungen zur Bekämpfung der Coronaviruspandemie vorerst, bis auf einige Lockerungen, bis zum 7. März zu verlängern. Über das Vorgehen für Schulen und Kitas entscheiden die Länder. Jakarta/Indonesien: Die indonesische Transportsicherheitsbehörde veröffentlicht auf einer Pressekonferenz einen Zwischenbericht zum Absturz einer Boeing 737-500 auf dem Sriwijaya-Air-Flug 182 am 9. Januar 2021. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Maschine aller Erkenntnis nach aufgrund von blockierten Schubhebeln abgestürzt war. Kabul/Afghanistan: Bei vier Bombenanschlägen in der afghanischen Hauptstadt wird unter anderem ein Distriktchef der Polizei getötet. Pokljuka/Slowenien: Beginn der Biathlon-Weltmeisterschaften (bis 21. Februar) Weltraum: Die chinesische Raumsonde Tianwen-1 erreicht planmäßig eine Umlaufbahn um den Mars.
Donnerstag, 11. Februar 2021 Neu-Delhi/Indien: Nach dem Abschluss eines Abkommens zum beiderseitigen koordinierten Truppenabzug im Grenzkonflikt um den Salzsee Pangong Tso in der Region Ladakh beginnen China und Indien mit dem Rückzug von Soldaten aus der Region. Peking/China: Die chinesische Medienaufsicht hat dem britischen Sender BBC World News die Sendelizenz entzogen. Toulon/Frankreich: Schwester André Randon ist mit 117 Jahren die älteste Ordensschwester der Welt und zugleich älteste Europäerin. Sie wurde am 11. Februar 1904 im südfranzösischen Alès geboren. Washington D.C./Vereinigte Staaten: Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen Akteure des Militärputsches in Myanmar. Windhoek/Namibia: Einer Pressemeldung von Finanzminister Iipumbu Shiimi zufolge wird nach der Einstellung des Flugbetriebs die Air Namibia liquidiert. Die namibische Regierung sehe sich angesichts anderer Themen wie Wirtschaftswachstum und Sozialleistungen nicht mehr länger in der Lage, die staatliche Fluglinie weiter zu subventionieren. Allerdings wird die Regierung ein Jahresgehalt aller 600 Beschäftigten tragen.
Freitag, 12. Februar 2021 Berlin/Deutschland: 1000. Sitzung des Bundesrates. Zum zweiten Mal in der Geschichte spricht mit Frank-Walter Steinmeier der amtierende Bundespräsident vor der Länderkammer.Rede von Bundespräsident Steinmeier zur Jubiläumssitzung: Geräuschloser verfassungspraktischer Alleskönner, bundesrat.de, abgerufen am 14. Februar 2021 London/Großbritannien: Der Oberste Gerichtshof Großbritanniens spricht Bewohnern des Niger-Deltas in Nigeria das Recht zu, den niederländisch-britischen Ölkonzern Royal Dutch Shell vor britischen Gerichten wegen Umweltverschmutzung zu verklagen. Hintergrund ist der jahrelange Rechtsstreit zweier nigerianischer Kommunen mit dem Konzern wegen Umweltschäden durch ausgelaufenes Öl. Der Konzern vertritt die Ansicht, in Europa nicht haftbar für nigerianische Tochterunternehmen zu sein, für die Umweltverschmutzungen durch großflächige Öl-Lecks seien Saboteure verantwortlich. Minsk/Belarus: Präsident Aljaksandr Lukaschenka kündigt ein Verfassungsreferendum an, welches zeitgleich mit Kommunalwahlen spätestens zum 18. Januar 2022 abgehalten werden soll. New York City/Vereinigte Staaten: Nach einem langwierigen Entscheidungsprozess wählen Vertreter von 123 Vertragsstaaten den Briten Karim Khan zum neuen Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes. Khan folgt auf die Gambierin Fatou Bensouda, deren Amtszeit nach neun Jahren endet.
Samstag, 13. Februar 2021 mini|150px|Mario Draghi (2021) Rom/Italien: Der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, wird im Quirinalspalast als neuer Ministerpräsident Italiens vereidigt. Sohag/Ägypten: Bei Ausgrabungen in der Begräbnisstätte Abydos bei Sohag entdecken Archäologen eine über 5.000 Jahre alte Bierbrauerei, die vermutlich zur Zeit des Pharao Narmer gegen Ende der 0. Dynastie entstand und die gleichzeitige Produktion von 22.400 Litern Bier zuließ. Tokio/Japan: Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 (23:08 Uhr Ortszeit) werden in den japanischen Präfekturen Fukushima und Miyagi sowie im Raum Kanto nach ersten Medienberichten mindestens 120 Menschen verletzt. 100.000 Haushalte sind ohne Strom und Wasser. Die Gefahr eines Tsunami bestand nicht. Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wird nach fünf Verhandlungstagen in seinem zweiten Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) durch den Senat freigesprochen. 57 zu 43 der Abgeordneten halten Trump für schuldig, zum Sturm auf das Kapitol in Washington D.C. am 6. Januar 2021 aufgerufen zu haben. Für eine Verurteilung wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen.
Sonntag, 14. Februar 2021 Barcelona/Spanien: Wahl zum Regionalparlament Katalonien Bunia/Demokratische Republik Kongo: Bei einem Angriff auf die Stadt Ndalya in der Provinz Ituri durch die Guerillaorganisation Allied Democratic Forces werden elf Zivilisten getötet. Pristina/Kosovo: Parlamentswahl
Montag, 15. Februar 2021 mini|Ngozi Okonjo-Iweala auf einer Pressekonferenz zum Auswahlverfahren der WTO-Generaldirektorin (2020) Erbil/Irak: Bei einem Raketenangriff auf eine US-geführte Militärbasis am Internationalen Flughafen Erbil in der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan wird ein zivil Beschäftigter getötet, mehrere Personen werden verwundet. Genf/Schweiz: Die Nigerianerin Ngozi Okonjo-Iweala wird zur neuen Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO) gewählt.
Dienstag, 16. Februar 2021 Wellington/Neuseeland: Premierministerin Jacinda Ardern verkündet, dass Neuseeland nach 20 Jahren Einsatz seine Truppen aus Afghanistan im Mai zurückziehen wird. Zuletzt sind sechs Soldaten in der internationalen Mission im Einsatz. Wien/Österreich: Im Zuge der Casino-Affäre scheitert ein Misstrauensantrag der Opposition gegen den österreichischen Finanzminister Gernot Blümel.
Mittwoch, 17. Februar 2021 Minna/Nigeria: Bewaffnete entführen 27 Schüler aus einem Internat in Kagara im Bundesstaat Niger. Ein Schüler wird bei der Attacke getötet.
Donnerstag, 18. Februar 2021 Algier/Algerien: Zum zweiten Jahrestag der Hirak-Proteste ordnet die algerische Regierung eine Amnestie für Dutzende Häftlinge an. Zudem kündigt Präsident Abdelmadjid Tebboune eine Kabinettsumbildung, die Auflösung des Parlaments und vorgezogene Neuwahlen an.