alternativtext=Foto Oswald Peithner|mini|Oswald Peithner Oswald Peithner (* 8. März 1932 in München) ist ein deutscher Architekt. Er war von 1966 bis 1995 Professur für Entwurf und Baukonstruktion an der Fachhochschule Regensburg.
Leben Oswald Peithner wurde in der Familie des sudetendeutschen, Karlsbader Kunsthandwerkers und Metallbildhauers Alois Peithner in München geboren und wuchs in der väterlichen Heimat auf. Nach der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei besuchte er am neuen Wohnort Regensburg das „Neue Gymnasium“ und studierte anschließend von 1952 bis 1956 Architektur an der Technischen Hochschule München. Zu seinen Lehrern gehörten die Vordenker der „Münchner Architekturschule“,Wilfried Nerdinger: Die Münchner Architekturschule = Ecole munichoise d'architecture = The Munich shool of architecture. In: Bund Schweizer Architekten (Hrsg.), Werk, Bauen + Wohnen, Band 69 (1982) darunter Hans Döllgast, in dessen Atelier er als Student volontieren durfte. Von 1957 bis 1958 war Peithner in der Planungsgruppe „Institute THM“ (Werner Eichberg, Josef Wiedemann) tätig; delegiert als Mitarbeiter von Josef Wiedemann. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Entwerfen, Denkmalpflege und Sakralbau bis zum Jahr 1966. In diesem Zeitraum wirkte er an den Planungen bzw. Projekten von Josef Wiedemann mit. Mit seinem Kollegen Heinz Geisel übernahm Peithner die Planung und Durchführung einer dreiwöchigen Studienreise der Architektur-Fakultät der Technischen Hochschule München nach Schweden, Finnland und in die Sowjetunion; es war die erste seit 1945. Danach folgte eine Lehrtätigkeit als Visiting Scholar, die er mit der Technischen Universität Prag (Dr. Slapeta) und mit der Technischen Universität St. Petersburg (Dr. Lavrov) wahrnahm.
In den Jahren von 1966 bis 1995 hatte er die Professur für Entwurf und Baukonstruktion an der Fachhochschule Regensburg inne. Für zwei Perioden bekleidete er das Amt des Dekans. Seit 1965 betrieb er sein eigenes Architekturbüro in Regensburg, das er 1995 an seinen Sohn Joachim Peithner übergab.
Oswald Peithner ist Mitglied im Bund Deutscher Architekten und im Verein der „Altstadtfreunde Regensburg“.
Im Jahr 2021 wurde er als ordentliches Mitglied der Klasse der Künste und Kunstwissenschaften in die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.Eintrag über Oswald Peithner auf Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste, abgerufen am 10. August 2022
Bauten als Bauleiter bei Josef Wiedemann:
1962–1964: Karmelitinnen-Kloster Heilig Blut, Dachau
eigene Bauten: 1967: Studentenwohnheim „Vitusheim“ in Regensburg alternativtext=Studentenwohnheim „Vitus“ in Regensburg|mini|Studentenwohnheim „Vitus“ in Regensburg 1968: Gymnasium, Turnhalle, Schwimmbad und Sportanlage für die Schule der Englischen Fräulein in Regensburg 1970: Schwesternwohnheim „St. Elisabeth“ der Klinik „St. Hedwig“ in Regensburg 1973: Studentenwohnheim „Oberpfalz“ in Regensburg (mit Otto Rausch) alternativtext=Studentenwohnheim „Oberpfalz“ in Regensburg|mini|Studentenwohnheim „Oberpfalz“ in Regensburg 1974: Verwaltungsgebäude mit Ausstellungsräumen für das Unternehmen Zirngibl in Regensburg 1974: Stadtplatz Parsberg (Orts- und Raumgestaltung) 1975: Wohnheim und medizinisches Behandlungsheim für psychisch Kranke in Painten 1976: Generalsanierung der Burg Falkenstein im Bayerischen Wald zum „Haus des Gastes“alternativtext=Schwesternwohnheim „St. Elisabeth“ in Regensburg|mini|Schwesternwohnheim „St. Elisabeth“ in Regensburgalternativtext=Gemeindezentrum Bernhardswald|mini|Gemeindezentrum Bernhardswald 1976: Wohnanlage am Herzogpark / Donau in Regensburg 1977: Schwesternschule mit medizinischem Schwimmbad „St. Hedwig“ in Regensburg 1978: Wettbewerbsentwurf für das Gemeindezentrum Bernhardswald 1978: Generalsanierung der Klosteranlage mit Kirche in Frauenzell im Bayerischen Wald 1978: Altenheim mit Pflegestation in Vilshofen 1979: Sanierung und Erweiterung von Schloss Stamsried im Bayerwald 1981: Wettbewerbsentwurf einer „Feriensiedlung“ in Falkenstein (Oberpfalz) 1981: Sanierung der Burgruine Brennberg und Neubau eines Aussichtsturms 1981: Kloster „Am Gries“ der Armen Schulschwestern in Regensburg 1982: Sanierung des „Cafés Fürstenhof“ in Regensburg 1983: Neubau der Kinder- und Frauenabteilung mit Funktionsgebäude der Klinik „St. Hedwig“ 1983: Wohnanlage an der Simmernstraße in Regensburg 1984: Generalsanierung und Erweiterungsbau des Evangelischen Krankenhauses in Regensburg 1985: Wettbewerbsentwurf für eine Altenheim mit Pflegestation in Roding 1985: Wettbewerbsentwurf einer Grundschule mit Turnhalle in Pettenreuth 1986: Generalsanierung des Palais und des Parkgebäudes der Gräflich Dörnberg'schen Stiftung 1986: Grundschule und Teilhauptschule mit Turnhalle in Bernhardswald alternativtext=Klinik St. Hedwig in Regensburg|mini|Klinik St. Hedwig in Regensburg 1987: Wohnanlage „Südpark“ für die Gräflich Dörnberg’sche Stiftung in Regensburg 1987: Produktions- und Lagerhallen der Brauerei Bischofshof in Regensburg 1988: Wohnanlage „Am Nonnenplatz“ in Regensburg 1990: Verlags- und Druckereigebäude der Friedrich Pustet KG in Regensburg 1991: Wohnanlage „Am Sinngrün“ in Regensburg 1992: Hallen- und Freibad „AQUAFIT“ in Waldmünchen 1993: Hallen- und Freibad mit Sanatorium und Kurparkgestaltung in Lam 1994: Generalsanierung und Erweiterungsbau des Krankenhauses in Kelheim 1996: Sanierung des Evangelischen Krankenhauses mit der Bruderhauskirche in Regensburg 1997: Bettenhaus „St. Rafael“, Geriatrie-Abteilung und Speisesaal für das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg 1998: Verwaltungs- und Produktionsgebäude für das Unternehmen Reisinger in Nittenau 2003: Mädchenwohnheim „Edith Stein“ in Regensburg 2007: Erweiterung des Studentenwohnheims „Oberpfalz“ in Regensburg (mit Otto Rausch) alternativtext=Burg Brennberg|mini|Burg Brennberg
Auszeichnungen und Preise 1975: BDA-Preis Bayern für Studentenwohnheim „Oberpfalz“, Regensburg 1978: Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz 1980: Ausstellung der Sanierungmassnahme „Klosterkirche Frauenzell“ 1981: Besondere Anerkennung – BDA-Preis Bayern für Gemeindezentrum BernhardswaldArbeitskreis für Presse und Information im Landesverband Bayern des BDA (Hrsg.): BDA Information. BDA-Preis Bayern 1981, Gugath & Sohn, München 1981 1983. Fassadenpreis der Stadt Regensburg für „Café Fürstenhof“ 1985: Fassadenpreis der Stadt Regensburg für „Gräfl. Dörnbergpalais“ 1988: BDA-Preis Bayern für „Kloster am Gries“, Arme Schulschwestern, Regensburg 1990: Fassadenpreis der Stadt Regensburg für das „Gewächshaus“, Dörnbergstiftung
Literatur Informationsdienst für neuzeitliches Bauen (Hrsg.): d-extrakt 22. THEMA: Mehrgeschossige Wohnbauten. Will und Rothe Mainz 1978 Arbeitskreis für Presse und Information im Landesverband Bayern des BDA (Hrsg.): BDA Information. BDA-Preis Bayern 1981, Gugath & Sohn, München 1981 Bund Deutscher Architekten (Hrsg.): Architekturführer Bayern. Süddeutscher Verlag, München 1985 Fachhochschule Regensburg (Hrsg.): Regensburg. Architektur. 1900–2000. 100 Beispiele. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2000, ISBN 3-7954-1306-0 Bärbl Peithner (Hrsg.): BAUTEN 1968–1991, Pustet Verlag Regensburg
Weblinks https://www.peithner-architekten.de https://www.competitionline.com/de/personen/82785
Einzelnachweise
Kategorie:Hochschullehrer (OTH Regensburg) Kategorie:Architekt (Bayern) Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste Kategorie:Absolvent der Technischen Universität München Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1932 Kategorie:Mann