mini|270px|Haus Nr. 10: Wohnstallhaus

Pechgraben (oberfränkisch: BechgromE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bēchgråm“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Pechgraben hat eine Fläche von 8,504 km². Sie ist in 950 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 8951,95 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Eberhardtsreuth, Eselslohe, Oberkeil, Schaitz, Untergräfenthal, Unterkeil und Zoltmühle.

Geographie Das Dorf Pechgraben liegt am gleichnamigen Bach am Fuße der bewaldeten Anhöhe Höllberg (, 0,9 km südwestlich). Die Kreisstraße KU 18 führt an der Zoltmühle vorbei zur Staatsstraße 2183 bei Harsdorf (2,1 km nordöstlich) bzw. zur Kreisstraße KU 11 (1,7 km nordwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Eberhardtsreuth (1,2 km westlich) und an Eselslohe vorbei nach Schaitz (2,1 km östlich). Ein Anliegerweg führt nach Unterkeil (0,2 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1398 als „Bechgraben“ erstmals urkundlich erwähnt. Aus dem Bestimmungswort kann geschlossen werden, dass an dieser Stelle Pech gewonnen wurde.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 122.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Pechgraben aus 18 Anwesen (1 Hufschmiede, 13 Güter, 2 Söldengütlein, 2 Tropfhäuser). Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Das Kastenamt Kulmbach war Grundherr sämtlicher Anwesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 627.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Pechgraben dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neudrossenfeld und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. 1818 entstand die Ruralgemeinde Pechgraben, zu der Eberhardtsreuth, Eselslohe, Oberkeil, Schaitz, Untergräfenthal, Unterkeil und Zoltmühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kulmbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kulmbach (1919 in Finanzamt Kulmbach umbenannt). Ab 1862 gehörte Pechgraben zum Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kulmbach (1879 in das Amtsgericht Kulmbach umgewandelt).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 770. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 8,531 km².

Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Pechgraben im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.

Baudenkmäler In der Bayerischen Denkmalliste sind 4 Baudenkmäler aufgeführt: Haus Nr. 9: Taubenhaus Haus Nr. 10: Bauernhof Haus Nr. 16: Wohnstallhaus Haus Nr. 21: Wohnstallhaus mit angebautem Backofen

Einwohnerentwicklung Gemeinde Pechgraben Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 261 295 318 314 339 328 345 344 350 335 302 321 317 315 330 324 316 303 282 389 374 348 296 279HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 42 47 49 54 51 55 61 66 Quelle

Ort Pechgraben Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 115 126 155 158 162 138 135 187 142 145 142Häuser 21 24 24 26 29 32 37Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.

Religion Pechgraben ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Neudrossenfeld gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Neudrossenfeld) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1398 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Gemeindeauflösung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Kulmbach