mini|Türsturz der ehemaligen Mühle

Schaitz (oberfränkisch: Di SchadsE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „di schāds“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Schaitz liegt in der Gemarkung Pechgraben.

Geographie Der Weiler liegt an der Trebgast und am Schaitzer Bach, der dort als linker Zufluss in die Trebgast mündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Sandreuth zur Staatsstraße 2183 (0,6 km östlich) bzw. nach Pechgraben (2,1 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde 1390 als „Schawcz“ erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1425 wurde der Ort „Schaitz“ genannt. Dem Ortsnamen liegt der Flurname ščavici zugrunde (slaw. für Ort, an dem es Sauerkleefelder gibt).E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 145.

Schaitz gehörte zur Realgemeinde Pechgraben. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schaitz aus 5 Anwesen (1 Mühle, 2 Höfe, 1 Halbhof, 1 Söldengut). Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Das Stiftskastenamt Himmelkron war Grundherr sämtlicher Anwesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 635.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Schaitz dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neudrossenfeld und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in neu gebildeten Ruralgemeinde Pechgraben umgegliedert.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 770. Am 1. Januar 1975 wurde Schaitz im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.

Baudenkmäler Schaitz 6: Türsturz der ehemaligen Mühle

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 38 41 48 53 61 47 44 66 51 45 49HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 4 8 7 8 11 10 9Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.

Religion Schaitz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach Neudrossenfeld gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Martin (Harsdorf) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Neudrossenfeld) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1390 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft