Anna Maria Gustava Höchstädt, auch Höchstedt (* 26. Februar 1854 in Ratzeburg; † nach 1916), war eine deutsche Porträt- und Blumenmalerin.

Leben Anna Höchstädt war eine Tochter des Ratzeburger Justizrats und Regierungssekretärs Adolph Johann Friedrich Höchstädt und dessen Frau Louise Maria Rudolphine, geb. Sponagel. Seit 1878 besuchte sie die Zeichenschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen und daran anschließend das Schülerinnenatelier von Karl Gussow.

Vor 1888 siedelte sie nach München über, um von Carl Frithjof Smith, der später zum Professor an die Weimarer Kunstakademie berufen wurde, weitergebildet zu werden.

Seit 1890 unterhielt sie ein eigenes Atelier in der Burggrafenstraße 12 in Berlin, in dem sie auch selbst unterrichtete. Von 1904 bis 1909 im Adressbuch Berlin unter dem Namen Anna Höchstedt, wobei ihre Privatanschrift weiterhin unter Höchstädt lief und zuletzt als Anna Höchstedt um 1911 mit ihrem Atelier in die Achenbachstraße 2 umzog.

Über den Verbleib ihrer Werke, unter anderem Porträts, Blumenbilder in Öl, Pastell und Aquarell sowie kunstgewerbliche Arbeiten, und ihren weiteren Lebensweg nach 1916 ist nichts bekannt.

Ausstellungen (Auswahl) 1886: Ausstellung in Lübeck 1888: Große Berliner Kunstausstellung 1890: Große Berliner Kunstausstellung 1892: Große Berliner Kunstausstellung 1893: Ausstellung im Münchner Glaspalast (Azaleen und Mimosen) 1893: Weltausstellung in Chicago (siehe auch: World’s Columbian Exposition) 1894: Ausstellung in Lübeck 1894: Ausstellung der Schleswig-Holsteinischen Kunstgenossenschaft 1894: Große Berliner Kunstausstellung 1896: Provinzialausstellung in Kiel. 1897: Große Berliner Kunstausstellung 1898: Ausstellung des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1904: Louisiana Purchase Exposition, St. Louis

Mitgliedschaften Von 1893 bis 1916 war Anna Höchstädt Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen.

Auszeichnungen Anna Höchstädt erhielt für einen bemalten Fächer auf der Chicagoer Weltausstellung 1893 eine Medaille. Weitere Medaillen und Auszeichnungen wurden ihr auf einer Gewerbeausstellung in Lübeck für kunstgewerbliche Malereien, auf der Weltausstellung in St. Louis (USA) 1904Abbildung in Deutsche Kunst und Dekoration 15 (1904), S. 566 und für ihren Studienkopf auf einer Ausstellung in Brisbane (Australien) zugesprochen.

Literatur

Ulrike Wolff-Thomsen: Lexikon schleswig-holsteinischer Künstlerinnen. Hrsg.: Städtisches Museum Flensburg. Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co., Heide 1994, ISBN 3-8042-0664-6, S. 150.

Weblinks Anna Höchstädt. adk.de, Archiv des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867

Einzelnachweise

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