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Waldau (oberfränkisch: WoldahE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „wåldā“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Waldau liegt in der Gemarkung Lindau.

Geographie Das Dorf Waldau liegt in einer flachhügeligen Landschaft bestehend aus Acker- und Grünland. Im Norden wird der Ort von der Bundesautobahn 70 tangiert. Jenseits der Autobahn befindet sich die bewaldete Anhöhe Hohenberg (), die zum Obermainischen Hügelland zählt. Durch Waldau fließt der Schlitterbach, der etwas weiter nordöstlich als linker Zufluss in die Trebgast mündet. Die Kreisstraße KU 11 führt nach Neudrossenfeld (2,4 km südwestlich) bzw. am Fohlenhof und Heidelmühle vorbei zur Staatsstraße 2183 (1,8 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwingen (3 km nordwestlich).

Geschichte Waldau ist eine herrschaftliche Plansiedlung, die im 12. Jahrhundert angelegt wurde. 1398 wurde der Ort als „Waldaw“ erstmals urkundlich erwähnt. Waldau war ursprünglich ein Flurname, der ein an der Aue gelegenes Waldgebiet bezeichnete.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 173.

Waldau bildete mit Hainbühl eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Waldau aus 35 Anwesen (24 Güter, 5 Halbgüter, 3 Gütlein, 2 Sölden, 1 Tropfhaus). Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Das Kastenamt Kulmbach war Grundherr sämtlicher Anwesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 650.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Waldau dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Lindau und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 762f. Am 1. Januar 1972 wurde Waldau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.

Baudenkmäler In der Bayerischen Denkmalliste sind 9 Baudenkmäler aufgeführt: Drei Wohnhäuser Zwei Hauszeichen-Tafeln Zwei Türrahmungen Backofen Keilstein

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 280 232 314 308 327 307 302 359 283 275 232HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 40 49 55 49 54 58 66Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.

Religion Waldau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Neudrossenfeld gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Neudrossenfeld) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1398